Meine Fresse, da ist der November tatsächlich auch schon wieder rum und das Julfest rückt unaufhaltsam näher. Die Küche riecht nach Plätzchen, die Weihnachtstanne wird geschmückt und das jährlich stattfindende komatöse Glühwein Saufen nimmt groteske Formen an. Weihnachtswahnsinn allen Ortes, dazu Black Friday. Uns wurscht, denn bei uns gibt es keinerlei Prozente, sondern nur Bewertungen, die in diesem Monat durch die Bank weg gut bis großartig waren.

Die Kollegen waren fleißig und verteilten reihenweise hohe Noten für Alben, die es auch nicht anders verdient hatten. Somit konnten einmal mehr nicht alle Scheiben berücksichtigt werden und es musste ein guter Querschnitt gefunden werden, den Ihr unten nun sehen könnt. Diesmal gibt es auch eine „Enttäuschung des Monats“: Slayer. Jaja, da scheiden sich die Geister, doch das überwiegend schlechte Feedback zu diesem halbgaren Live Album ließ nichts anderes zu. Schade…

So, dann stürzt Euch mal weiterhin in den vorweihnachtlichen Konsumwahnsinn, trinkt Punsch, singt Lieder und hört gute Musik, vorzugsweise Metal. Hörner hoch und wir lesen uns Anfang Januar 2020 wieder. Juten Rutsch und so… Schöne Arschnachten, Ihr Weinnasen.

TOP 15 - NOVEMBER 2019


CRISIX – Crisix Session 1 American Thrash (2019) - 10 Punkte

Erkennt Ihr meine Begeisterung? Ich kann an diesem sensationellen Release nur ein einziges Manko ausmachen: Warum zur Hölle nur 8 Songs? Doch der Titel „Session 1“ lässt hoffen, dass Crisix da irgendwann noch einmal was nachlegen und somit meine Begeisterung für dieses sensationelle Machwerk noch steigern. Obwohl…ist das überhaupt möglich? Danke für eine irre Zeitreise.

CATTLE DECAPITATION – Death Atlas (2019) - 10 Punkte

Langeweile sucht man vergebens und egal wie oft man dieses geniale Meisterwerk auflegt, man findet immer wieder neue und atemberaubende Nuancen, die CD zu einer, wenn nicht sogar DER besten Extrem-Metal Bands auf diesem Planeten macht. Dieses Album ist nichts anderes als ein absoluter Pflichtkauf!

NILE – Vile nilotic rites (2019) - 10 Punkte

Fakt ist einfach, dass sich alle Bands dieses Genres an Nile orientieren müssen, da gibt es keinerlei Zweifel und wenn es die eventuell gab, wurden diese mit „Vile nilotic rites“ mit einem Handstreich hinweggefegt. Musikalisch waren Nile niemals besser und es ist einfach erstaunlich, wie die Truppe sich bei jedem Album weiterentwickelt und dem Ganzen noch eine Krone mehr aufsetzt. Irgendwann müssen wir eine neue Bewertungsskala alleine für die Mannen von der Ostküste einführen.

INTO COFFIN – Unconquered Abysses (2019) - 9,9 Punkte

Schon fast meisterhaft zieht sich dieses Prinzip, dieses Spiel mit Tempo und Stimmung durch die gesamte Scheibe. Mal wird das Tempo unglaublich weit raus genommen, nur um im nächsten Moment wieder aufzuleben. Einzig minimaler Punktabzug und das ist mehr mein Geschmack, als anderes: Die Gitarren tragen durch die Songs, verschwinden aber immer wieder im Chaos leicht hinter dem Schlagzeug, das so mächtig präsent ist.

AVATARIUM – The fire I long for (2019) - 9,7 Punkte

„The fire I long for“ ist ein brillantes Album, welches Avatarium nun endlich den großen internationalen Durchbruch bescheren sollte, ja sogar müsste. Großartige Kompositionen, tolle Arrangements und die perfekte Beherrschung der Instrumente macht dieses Album zu einem unfassbar tiefgreifenden Hörerlebnis, welches aber deswegen nicht die Höchstnote einheimst, weil ich das selbstbetitelte Debüt von 2013 bis heute vergöttere. Dieses Album kommt dem aber gefährlich nahe…

DAWN OF DISEASE – Procession of ghosts (2019) - 9,5 Punkte

Nach meiner etwas harschen Kritik zum Vorgänger „Ascension gate“ muss ich eingestehen, dass mir die nunmehr neu aufgestellten Dawn of disease mächtig gut in den Gehörgang flutschen. „Procession of ghosts“ ist ein mächtiges Death Metal Album mit vielen melodiösen und abgehbaren Elementen geworden, welches eindrucksvoll beweist, wie man das Thema „Weiterentwicklung“ fachgerecht eintüten kann.

DIABOLIC NIGHT – Beyond The Realm (2019) - 9,5 Punkte

Es ist echt Wahnsinn, was die Kollegen von DIABOLIC NIGHT hier abgeliefert haben. Für meine alten, welken Ohren DAS Debüt-Album des Jahres. Ich kann hier für Fans des Mittachziger Speed/Thrash eine unbedingte Kaufempfehlung aussprechen. Ich selbst habe das Teil vor einigen Minuten bestellt, und weiß definitiv, wenn ich die CD habe, kommt die mindestens eine Woche nicht aus dem Player im Auto raus. Ach ja, und ehe ich es vergesse. Da das Gerät auf dem Qualitätslabel High Roller rauskommt, gibt es für den LP-Freund auch wieder einige leckere Vinylvariationen. Kaufen!

CONTORSION – Thrash Metal Domination (2019) - 9,5 Punkte

Contorsion können in dieser Form definitiv mit bekannteren Szenenamen im Thrash Metal Sektor mithalten. Daher absolute Kaufempfehlung. Unterstützt die Band und geht auf ihre Konzerte!

KRATER – Venenare (2019) - 9,3 Punkte

Doch möchte ich nochmals betonen, dass wir es hier nicht mit softem Gedudel zu tun haben. KRATER sind und bleiben eine Black Metal Band. Nur schreiben sie eben keine stumpfe Prügelmusik. Die Kompositionen lassen Tiefgang und Gefühl zu und doch bleibt es finster und brachial und die Texte fies.

FLESHCRAWL – Into the catacombs of flesh (2019) - 9,2 Punkte

„Into the catacombs of flesh“ ist ein Manifest dafür, wir man heutzutage räudigen Todesblei spielen kann, ohne dabei anbiedernd zu wirken oder abkupfern zu müssen. Die lange Wartezeit von 12 Jahren ist zwar in keiner Art und Weise zu entschuldigen oder zu rechtfertigen, doch wenn dabei so ein herrlich schwarzer, todesbleiernder Schleimbrocken herauskommt, darf dieser Umstand durchaus verziehen werden. Willkommen zurück, Fleshcrawl. Wir haben Euch vermisst!

STRIGOI – Abandon all faith (2019) - 9,1 Punkte

Richtig räudig, kurzweilig und bestens für die Vernichtung einiger Hirnzellen geeignet, ist „Abandon all faith“ das perfekte Weihnachtsgeschenk für all Diejenigen, denen Ihr Not, Elend und Pestilenz an den Hals wünscht.

PAGANIZER – The tower of the morbid (2019) - 9,0 Punkte

Ein unfassbar starkes Death Metal Brett, welches sämtliche Fans, ob Blastbeat, Tech oder traditionell, von vorne bis hinten begeistern sollte. Wenn nicht, kann ich leider auch nicht weiterhelfen.

AGNOSTIC FRONT – Get Loud (2019) - 9,0 Punkte

AGNOSTIC FRONT machen das, was sie am besten können. Schnörkellosen Geradeaus - HC typischer NYC – Prägung. Vergeblich sucht man hier Anbiederungen an fremde Gefilde. Alles schön Oldschool, halt so wie immer. Die Godfather of Hardcore toben, wüten immer noch aggressiv und angriffslustig durch ihre Hood.

SPITEFUEL – Flame To The Night (2019) - 9,0 Punkte

Ich kann mir gut vorstellen, dass nach nem Livegig der Knaben der Club nur noch eine rauchende Ruine mit herumliegenden, völlig fertigen, aber glücklichen Metalfans ist. Eine schöne rockig-flockige Scheibe, die einen Bogen vom Hard Rock bis in den Thrash Metal zieht, dabei völlig unkompliziert abgeht und zwölf von zehn auf der Partyskala erreicht.

THE DROWNING – The Radiant Dark (2019) - 9,0 Punkte

Wer von euch meint, er hätte im Death/Doom-Bereich schon alles gehört, sollte sich von „The Radiant Dark“ eines besseren belehren lassen. Damit haben THE DROWNING ein in der Dunkelheit strahlendes Edelsteinchen geschaffen, daß hoffentlich einen großen Hörerkreis finden wird.

RESTMÜLL DES MONATS


CORONATUS – The Eminence Of Nature (2019)

Nachdem der Bandname Coronatus „gekrönt“ bedeutet und die Band fast durchgängig schamlos bei Nightwish, den Königen des Symphonic Metal, abkupfert, hat es die Band tatsächlich auch im neunten Anlauf nicht geschafft ihrem Namen alle Ehre zu machen. Muss man auch erst mal hinbekommen. Für mich persönlich sind Coronatus sowas wie die vor sich hin schunkelnde Hausband im Musikantenstadl des Grauens...

ENTTÄUSCHUNG DES MONATS


SLAYER – The repentless killogy, Live at the Forum in Inglewood, CA (2019)

Lasst den Shitstorm beginnen, doch ich stehe zu meinen Worten. Slayer hätten 2014 spätestens abtreten müssen, statt sich von einer Veranstaltung zur nächsten zu schleppen, doch solange die Kuh Milch gibt, muss diese natürlich gemolken werden. Ob sie dabei sauer oder flockig ist, interessiert in der Chefetage niemanden.


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