31.03.2015 08:39 Alter 3 yrs
Kategorien: E-G
Von: Florian

EDGE OF EVER (2014)

"Global ignition" (1.612)

Label: Independent
VÖ: Winter 2014
Stil: Heavy Metal/Thrash Metal

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Auch wenn die Hauptstadt sicher eine riesige Masse an Musikern und Künstlern vorzuweisen hat, so sind die Newcomer im Metalbereich, oder besser gesagt die, die auch nur die geringste Relevanz haben, rar gesät. Die deutsch griechische Allianz von Edge of Ever versucht diesem Trend etwas entgegenzusetzen mit viel Liebe zum traditionellen Metal, den sie gekonnt mit ein paar neueren bis hin zu progressiven Elementen anreichert.

Ihr Debut „Global Ignition“ muss man in jeder Hinsicht als sehr gelungen bezeichnen, da es sich nicht in die typischen Fahrwasser großer Namen begibt, geschweige denn auf Trends aufspringt, und dennoch immer greifbar bleibt. Bereits der Opener „Calling the Stain“ enthält alle Stärken der Band, die zweifelsfrei darin liegen old schoolige Riffs und Melodien a la Saxon und Judas Priest mit punkiger, teils thrashiger, Attitude zu einer Melange zu kneten, die nicht vorhersehbar aber dennoch eingängig ist. Dazu kommt ein hoher Wiedererkennungswert durch die eigene Art der Kompositionen und den Sound. Der Bass schmatzt ordentlich, die Uptempoparts kommen zur Geltung und die Keyboardattacken sind gut eingewebt ohne an Symphonic- oder Powermetalacts zu erinnern.

Die Lyrics kommen sehr zornig daher und unterstreichen die Energie, die „Global Ignition“ vom ersten bis zum letzten Ton umgibt. Sänger Minas verstärkt die punkige Seite des Albums und schreckt auch vor aggressiven Shoutings nicht zurück, die teilweise Metalcoreassoziationen aufkommen lassen, aber im Grunde ganz anders gemixt sind, als dass diese Parallele genannt werden könnte.

Nach 5 bis 6 Songs verliert das Album etwas an Fahrt, da die Songs dann doch in ihrer eigenen Art von Melodiegestaltung und Tonhöhen sehr ähnlich sind, aber gerade die letzten beiden Nummern „Global Ignition“ und der Longtrack „Toward the Sun“ sorgen dann nochmal für willkommene Abwechslung. Wer also auf traditionellen Metal oder Achtzigerjahrestoff in modernem Sound steht, kann hier bedenkenlos zugreifen und wird schon nach 5 Minuten Mitgröhlen können.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Calling the Stain
02. Coward
03. Cell of Thoughts
04. Serpents Blood
05. Black Passion
06. Bury the Seals
07. Remember the Voice
08. Headliner
09. Traces to Nowhere
10. Global Ignition
11. Towards the Sun

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