26.05.2016 12:04 Alter 362 days
Kategorien: K-M
Von: RENE

MISTUR "In Memoriam" (2016)

(2.790) - Rene (11/10)

Label: Dark Essence Production
VÖ: 29.04.2016
Stil: Melodic Black Metal

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Ich gebe zu, ich hatte nie etwas von Mistur gehört bis auf YouTube ein erstes Video aufkam. Es hat keine Minute gedauert und ich war gefangen. Und jetzt reviewe ich das ganze Album und kann nur sagen: ich bin mehr als Platt.

Doch alles der Reihe nach. „Downfall“ fängt langsam aber bedrohlich an - bis auf einmal die Hauptinstrumente losballern und alles an die Wand fahren. Böse Vocals, die sich mit cleanen Stimmen abwechseln, abwechslungsreiche Melodien – Alleine der erste Song bietet mehr als so manches Album.

Distant Peaks“ war der erste Song den ich von Mistur vernahm und flasht mich noch immer, auch nach dem bestimmt zwanzigsten Durchlauf. Black Metal Shredding trifft Melodische Death Metal Passagen und man fühlt die spannende Geschichte in den Lyrics. Alleine mit Musik und ohne Visualisierung etwas zu schaffen, was sonst nur wenige Passagen in Game of Thrones hinbekommen – das ist schon eine Kunst die nicht viele beherrschen. Der Solopart unterstreicht das alles noch einmal und rundet den Song perfekt ab.

Der Beginn zu „Firstborn Son“ ist schleppend, tragend und zieht sich etwas hin. Ungeduldige Leute könnten jedoch beim Vorspulen einiges verpassen, denn die gesamte Atmosphäre baut sich hier auf und mündet schließlich in einem wahren Inferno. Die Bridge zur Mitte des Songs teilt diesen etwas ein und teilweise erinnern die Riffs hier ein wenig an Melechesh.

Matriach’s Lament“ baut ebenso auf dem Wechsel von schnellem Doublebass-Spiel zu langsamen und ruhigen atmosphärischen Parts auf. Ein musikalisches Meisterwerk, das selbst unter den anderen Songs auf dem Album hervorsticht. „The Sight“ fängt ebenso gerne etwas ruhiger an und ließe sich zu Anfang auch als ein Midtempo Death Song auslegen, doch für Mistur steht Abwechslung an erster Stelle und so ist der Song ein auf und ab von Geschwindigkeit und „Wumms-Faktor“ – Genial!

Alles endet leider irgendwann und in diesem Fall ist „Tears of Rememberance“ der Rausschmeißer. In der Tat ist es etwas schade, denn man möchte eigentlich nicht, dass „In Memoriam“ irgendwann vorbei ist, denn auch der letzte (und mit nebenbei bemerkt über 11 Minuten auch der längste) Track des Albums lässt einen träumerisch versinken, ja es erinnert teilweise an eine dramatisches Stück der Klassik– nur eben mit Elektrischen Gitarren. Die Norweger müssen für dieses Werk ihre Seele verkauft haben, denn anders lässt sich die Qualität des Albums nicht erklären.

Mistur schaffen etwas ganz besonderes: Ein Album, dass von Anfang bis Ende begeistert, dabei jedoch dem düsteren Sound der Band durchgehend treu bleibt und nicht an einer einzigen Stelle langweilt. Abwechslungsreichtum und Vielseitigkeit untermalen ein atmosphärisches Meisterwerk. Ich kann gar nicht anders, als noch einen Bonuspunkt oben draufzulegen, und das habe ich noch nie getan! Sofort kaufen!

Bewertung: 11,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Downfall
02. Distant Peaks
03. Firstborn Son
04. Matriarch’s Lament
05. The Sight
06. Tears of Rememberance

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