28.05.2016 11:48 Alter 305 days
Kategorien: N-P
Von: ELMO

OVERTURES “Artifacts“ (2016)

(2.801) - Elmo (8,0/10)

Stil: Progressive Melodic Power Metal
VÖ: 27.05.2016
Label: Sleazy Rider Records

OVERTURES auf Facebook

Seit 2003 haben die Italiener eine bewegte Bandgeschichte mit durchweg sehr guten Veröffentlichungen, langen Touren und ebenso vielen Besetzungs- und Labelwechseln vorzuweisen.

Auch das vierte Album steht in Qualität und musikalischem Anspruch in Nichts seinen Vorgängern nach. Wiederum gehen Overtures sehr verspielt und detailverliebt zu Werke. Die Tracks der aktuellen Scheibe strotzen nur so vor Ideenreichtum, großen Melodien, dramatischen Wendungen und schönen Momenten. Hinzu kommt eine transparente, hochwertige aber warme Produktion, die die Band im besten Licht erscheinen lässt.

Was bei weniger talentierten Bands, die auch gern so progressiv und musikalisch hochwertig sein würden, vertrackt und bemüht wirken würde, schütteln die Italiener ganz selbstverständlich aus dem Ärmel.

Im Mittelpunkt steht die klare, wandelbare, einzigartige Stimme von Michele Guaitoli, die der rote Faden der sehr ausgefeilten Songs ist. Der gute und überaus talentierte Mann hält gesanglich die progressiven Power Metal Bombast Stücke gekonnt zusammen. Na klar, das is voll Drama, baby, Drama! Total kitschig (meistens) und voller Pathos (fast immer)....gut so! Diese Band darf das! Bei denen wirkt das echt und so gewollt! Jeder Song ist wie ein kleiner Melodic Metal Soundtrack zu einem Heldeneposfilm.

Man muss sich natürlich auf die vielen Riffs, die dichte Atmosphäre und die Progressivität der dargebotenen Stücke einlassen, dann wird man mit Perlen wie dem großartigen „Profiled“ belohnt.

Die Riffs und dynamischen Arrangements wie auch die Soli von Gitarrist Marco Falanga stechen angenehm hervor und geben den Songs genug Heaviness und Metallische Power, um überzeugen zu können. Auch die Keyboards und Background-Chöre tun den Songs hörbar gut.

Am besten gefällt mir persönlich der härteste Song der Scheibe, den ich auch als Anspieltipp empfehlen möchte. „Angry Animals“ bündelt die Energie der italienischen Metaller zu einem granatenstarken PowerMetal Progressive Rocker, der die Kreativität der Band auf den Punkt bringt.

Trotz aller Rafinesse leidet die Eingängigkeit unter so viel Ideenreichtum und Verspieltheit. Aber das ist natürlich völlig Geschmackssache und auch nur mein subjektiver Einwand.

Ich denke, man merkt, dass die Band genau die Songs spielt und schreibt, auf die sie Bock hat und dafür gibt es eine sehr gute Abschlussnote.

Bewertung: 8,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Repentance
02. Artifacts
03. Gold
04. As candles we burn
05. Profiled
06. Unshared worlds
07. My Refuge (feat. Paolo Campitelli on keyboards)
08. New dawn, new dusk
09. Teardrop (feat. Marco Pastorino, Caterina Piccolo on vocals & Paolo Campitelli on keyboards)
10. Angry Animals
11. Saviour – Alternative version

CD der Woche

KW 13

VERLOSUNGEN

Verlosung

V.I.P.

Schrod's...

WO WIR SIND

03.04.
15.04.
15.04.
23.04.
02.05.
12.05.
26.05.
02.06.
09.06.

ZO PRÄSENTIERT:

SUPPORTER