28.09.2014 11:25 Alter 3 yrs
Kategorien: Q-S
Von: Florian

SYNAPTIK (2014)

"The mechanisms consequence" (1.213)

Label: Rebel tune Records
VÖ: bereits veröffentlicht


Eine Mixtur der Marke Synaptik bekommt man nicht alle Tage, und so ist „langweilig“ wohl das letzte das einem in den Kopf kommt, wenn man das Debut „The Mechanisms of Consequence“ auflegt. Was die Briten hier kredenzen mutet am ehesten als progressiver Melodic Thrash Metal mit vielen fesselnden Clean Passagen an.

Lange Vorspiele und atmosphärische Intros sind jeden falls nicht ihr Ding, hier gibt’s gleich auf die Fresse mit thrashigem Riffing und treibender Double Bass. Addiert man zu dazu noch einen Gesang, der sich irgendwo zwischen klassichem Heavy Metal und Thrash Metal befindet, und fricklige Gitarrensoli, dann hat man die Hauptstilistiken von Synaptik.

Der Opener „Truth that wake“ und „A Man dies“ sind starke Nummern, mit starken Melodiepassagen, und coolen Grooves die in der Regel im Uptempobereich anzusiedeln sind und der zweite kommt auch noch mit einer starken Hookline daher. Danach nimmt man mit einem Intro für „You cold dead Trace“ erstmal das Tempo raus um dann wieder den Fuß aufs Gas zu legen.

Das ganze Album ist durchzogen mit großartigen Melodien, sein sie nun vom Gesang oder der Gitarre gesetzt, und auch das Geknüppel und die Grooves wissen durchaus zu überzeugen, nur haben die Kompositionen das Manko, dass sie sehr konstruiert wirken. Wenn der Vierer aus Norwich sich hier als progressiver Thrash labelt, dann muss auch gesagt sein, dass die Progressivität vor allem daher rührt, dass viele verschiedene Einflüsse vermischt werden. Anstelle diese aber einfach aneinander zu reihen, sollte man sich hier und da mal über gute Übergänge Gedanken machen oder die Grundkomposition einfach etwas schlüssiger gestalten. Ein weiterer Punkt ist der höhenlastige Sound, der zwar die Bassläufe klar darstellt aber die Wucht etwas vermissen lässt, die Bands wie Nevermore oder Annihilator ausmacht.

In guten Momenten können Synaptik an Bands wie Communic, Nevermore, Watchtower oder Psychotic Waltz erinnern und diese mit eigenen Einflüssen anreichern. Um aber dauerhaft auf diesem Niveau zu agieren, müssen sie zu ihrem instrumentellen Können noch etwas mehr Zeit in die Kompositionen stecken und die verschiedenen Einflüsse besser miteinander verschmelzen. Eines kann man ihnen aber zu keinem Zeitpunkt absprechen: Sie wirken immer kreativ, eigenständig und sehr gut wiedererkennbar.

Bewertung: 7,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Truths that wake
02. A man dies
03. I am the ghost (Intro)
04. Your cold dead trace
05. Irrestible shade
06. Vacancy of mind
07. As I am, as I was
08. Utopia in our eyes
09. All lies (Intro)
10. Allies
11. Your cold dead trace (feat. Alan Tecchio)

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