21.09.2014 14:44 Alter 3 yrs
Kategorien: W-Z
Von: Olaf

WARRANT (2014)

"Metal bridge" (1.202)

Label: Pure Steel Records
VÖ: 31.10.2014

Gratulation nach Düsseldorf, denn Warrant haben (glaube ich) den Rekord für eine Zeitspanne zwischen zwei Alben aufgestellt…fast 30 Jahre!!! Von der Originalbesetzung des legendären und vollkommen unterbewerteten Debüt „The enforcer“, welches nach dem grandiosen Auftritt beim letztjährigen Stromgitarrenfest seine Wiedergeburt auf meinem Plattenteller feierte, ist nur noch Bassist und Sänger Jörg Juraschek dabei, der aber, trotz dieser enormen Zeit die verstrichen ist, immer noch wie ein junger Hüpfer klingt und den Etablierten mal ganz salopp den Mittelfinger ins Gesicht reckt. Dazu gesellen sich Drummer Thomas Rosemann und Riffmonster Dirk Preylowski, der dem Warrant Sound seinen Stempel aufdrückt und durchweg zu überzeugen weiß. Doch widmen wir uns mal der Mucke auf „Metal bridge“…

…und die ist sowas von herrlich metallisch das man sich fast fragt, was aus der Band geworden wäre, wenn sie kontinuierlich Platten veröffentlicht hätte, getourt wäre oder oder oder…Aber „hätte, hätte, Fahrradkette“…was geschehen ist, ist geschehen und scheinbar hat die Motivation und das Songwriting darunter keineswegs gelitten. Warrant klingen herrlich frisch, unaufgeregt und braten ein fettes Power-/Speed Metal Ei, welches mir angesichts der herrlichen Zeiten Mitte der Achtziger ein Lächeln auf’s Gesicht zauberte. Nach einem kurzen Intro startet der Reigen mit dem harten, rifflastigen „Asylum“, der wirklich perfekt als Opener funktioniert und die perfekte Überleitung zum ersten Highlight namens „Come and get it“ bildet, der zwar bereits in einer Urfassung auf einer Wacken Single 2011 veröffentlicht wurde, nun aber einer Frischzellenkur unterzogen mächtig brennt und ein unfassbar starkes Stück Metall darstellt. Der Anfang ist also gemacht…

You keep me in hell“ und vor allem „Blood in the sky“ sind ebenfalls Hymnen, die zukünftig bei (hoffentlich vielen) Konzerten für Stimmung sorgen werden, kommen aber nicht an „Face the death“ ran, meinem absoluten Favoriten auf diesem mit Höhepunkten gespickten Album. Ein fantastisches Riffing und perfekt portionierte Härte machen dieses Schmankerl aus, welches mir komplett die Rübe abschraubte! Das ebenfalls auf besagter Wacken Single bereits veröffentlichte „All the kings horses“ kann da leider nicht ganz mithalten, doch wenn man danach mit „Nyctophobia“ und vor allem „Helium head“ solche Pfeile im Köcher hat, kann man sich auch mal locker einen kleinen „Ausrutscher“ erlauben. „Don’t get mad get even“ ist dann wieder eine großartige Mitsing Hymne, genauso wie „Eat me alive“, bei dem man sofort das Textblatt zum auswendig lernen in die Hand nehmen möchte. Grandios! „Immortal“ ist ein großartiger Speeder und eigentlich der perfekte Anspieltip, um „Metal bridge“ den Leuten schmackhaft zu machen. Danach gibt es mit „Ordeal of death“ und „The enforcer“ zwei alte Songs vom 85er Debüt, die trotz ihrer Jahre immer noch nichts an Härte und Faszination eingebüßt haben und in der Neufassung klingen wie gestern erst komponiert. Das doublebass lastige Instrumental „Labyrinth of the lost“ ist dann der perfekte Rausschmeißer dieser rundum geilen Scheibe.

Großartig bei dieser Veröffentlich finde ich, das Warrant nicht den einfachen Weg gegangen sind und nur konserviertes neu eingespielt, sondern neben Bekanntem auch eine Menge neuen Stoff auf Polycarbonat gebannt haben. 14 Songs nebst Intro, ein stimmiges Cover, eine Bomben Produktion und Heavy Metal, wie er sein muss: Erdig, kernig und einfach nur perfekt zum Abgehen geeignet. Oldschool as fuck und keine Gefangene machend hoffe ich, dass Warrant nicht wieder 30 Jahre brauchen, um ein neues Album einzutüten, denn da wäre ich 72 und glaube kaum und mit Sicherheit schon taub, denn neben vielen anderen Scheiben kann man „Metal bridge“ einfach nur laut hören. Ein großartiges Album, welches 2015 definitiv als Vinyl Einzug in meine Sammlung halten wird. Schließen wir diese Lobpreisung mit den Worten der Band: „Face the day, face the death…the enforcer comes around

Bewertung: willkommen zurück! Fette 9,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Intro
02. Asylum
03. Come and get it
04. You keep me in hell
05. Blood in the sky
06. Face the death
07. All the kings horses
08. Nyctophobia
09. Helium head
10. Don’t get mad get even
11. Eat me alive
12. Immortal
13. Ordeal of death (2014)
14. The enforcer (2014)
15. Labyrinth of the lost

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