CD DER WOCHE 2020


Kalenderwoche 13-2020

MACBETH – Gedankenwächter (2020)

Erneut stark produziert präsentiert sich „Gedankenwächter“ als fantastischer Nachfolger des Überwerks „Imperium“, ohne allerdings komplett an seine (musikalische) Genialität heranzureichen. Doch das ist aufgrund kleinster Nuancen Jammern auf überwältigendem Niveau, denn Macbeth haben bereits in der Vergangenheit bewiesen: Schlecht gibt’s nicht!

Kalenderwoche 12-2020

DISBELIEF – The Ground Collapse (2020)

Was für eine Vollbedieneung! Das neue Album ist einfach ein mächtig großer Wurf geworden und weiß von Anfang bis Ende zu überzeugen. Dieses unglaubliche Brett ist ein heißer Anwärter auf den Thron in diesem Jahr. Das Teil gehört in jede amtliche Sammlung.

Kalenderwoche 11-2020

AMBUSH – Infidel (2020)

Ich habe nach Schwachstellen gesucht, nach irgendwelchen Haaren in der Suppe, um die Höchstnote zu umgehen, doch es gibt keine. „Infidel“ ist griffig, in sich geschlossen, abwechslungsreich und eine Vorlage für alle Bands, die sich mit dem Gedanken tragen, sich den traditionellen Heavy Metal auf die Fahnen zu schreiben. Ambush machen hier absolut ALLES richtig, begeistern in allen Punkten und haben sich diese zehn Punkte mehr als nur verdient.

Kalenderwoche 10-2020

MY DYING BRIDE – The ghost of Orion (2020)

In dem hier vorliegenden Fall nur von Musik zu sprechen, würde „The ghost of Orion“ in keiner Weise gerecht werden, denn hier handelt es sich um ein Gesamtkunstwerk, mit dem My dying bride ihren bereits zementierten Legendenstatus nicht nur ausbauen, sondern sich selbst ein Denkmal setzen. Ein bitteres, trauriges, ergreifendes und einfach wunderschönes Album, bei dem man so vieles noch schreiben möchte, aber einfach nicht die passenden Worte findet.

Kalenderwoche 09-2020

DARK FORTRESS – Spectres from the Old World (2020)

Und die Tatsache, dass dieses Review so ungewöhnlich lang ausfällt, sollte ein weiteres Indiz für den Umfang und den Abwechslungsreichtum sein, mit dem DARK FORTRESS zu Werke gehen. Wer diesem Album nichts abgewinnen kann, der sollte ernsthaft überlegen, ob extremer Metal wirklich was für ihn ist. Für mich haben wir es hier klar mit einem heißen Kandidaten für die Top 10 des Jahres 2020 zu tun!

Kalenderwoche 08-2020

THRONE OF IRON – Adventure One (2020)

Beim ersten Hören beißt es einen noch etwas, daß der Vokalist ab und an mal einen halben Ton danebenliegt, aber mit jedem weiteren Hördurchlauf schieben sich doch die fetten Songs in den Vordergrund, die gekonnt Melodien und harte Riffs in ein Klanggewand kleiden, die jedem Freund obskurer amerikanischer Metalbands die Freudentränen in die nostalgischen Glotzböbbel treibt. Das Album stellt kein Innovationsfeuerwerk dar, und gewönne wohl auch kaum einen Originalitätswettbewerb, aber es ist solide, heavy gespielte und vor allem geile Metalmucke.

Kalenderwoche 07-2020

ASSASSIN – Bestia Immundis (2020)

Auch mir geht es so, dass die neuen Assassin mit einem Fuß in der Bay Area beheimatet sind. Das verstehe ich allerdings als Lob und Hinweis, dass die zehn neuen Songs, samt Vorspiel, kompakt, griffig und auf den Punkt klingen. Dabei jedoch technisch anspruchsvoll gespielt und doch mit genügend eingängigen Songstrukturen versehen sind. Das klingt geil und geht sofort in den Kopf.

Kalenderwoche 06-2020

SEPULTURA – Quadra (2020)

An manchen Stellen wirkt „Quadra“ vielleicht ein klein wenig zu verkopft, doch diese Nuancen sind so rar gesät, dass das Gesamtpaket darunter zu keinem Zeitpunkt leidet und der geneigte Hörer auf eine fette Metal-Achterbahnfahrt mitgenommen wird, auf der es eine Unmenge zu entdecken gibt. In meinen Augen die beste Scheibe der Derrick Green Ära!

Kalenderwoche 05-2020

BERZERKER LEGION – Obliterate the weak (2020)

Anspieltips? Fuckin‘ no way, denn das Album ist in seiner Gesamtheit ein madenverseuchtes Kunstwerk, welches bereits zu einem solch frühen Zeitpunkt des neuen Jahres die Messlatte für ähnlich geartete Veröffentlichung in schier unermessliche Höhe legt. Todesblei in Reinkultur und überragende Musiker, die ihre über die Jahre erworbenen Fähigkeiten hier einer Band zur Verfügung stellen, über die in Zukunft noch mehr zu sprechen sein wird.

Kalenderwoche 04-2020

ANNIHILATOR – Ballistic, sadistic (2020)

Vielleicht das zweitbeste Album in der Karriere der Kanadier. Unerwartet, unfassbar großartig und mit viel Spielwitz und kompositorischer Größe ausgestattet schon jetzt ein Highlight des noch jungen Jahres. 0,2 Punkte Abzug, da „Set the world on fire“ und „Alice in hell“ unerreichbare Klassiker sind, „Ballistic, sadistic“ ihnen aber gefährlich nahekommt.

Kalenderwoche 03-2020

EXA – Cut The Past (2020)

Sowieso ist das Album ziemlich abwechslungsreich geraten, und es ist doch erfreulich zu sehen, beziehungsweise zu hören, daß deutscher Thrash immer noch eine feste Bank darstellt, und auch aus dem Underground noch jede Menge erlesener Krach zu erwarten ist.

Kalenderwoche 02-2020

MYSTIC PROPHECY – Metal division (2020)

Here we are, back again! Gleich die erste Textzeile des namensgebenden Openers macht klar und deutlich, dass Mystic Prophecy trotz einer releasetechnischen Pause selbstkomponierter Songs von fast vier Jahren (die großartige Coverscheibe „Monuments uncovered“ klammere ich mal aus) sich darüber freuen, das Land einmal mehr mit nackenbrechenden Heavy Metal Stampfern aus der Lethargie zu erwecken und erneut zu zeigen, was der Vorschlaghammer-Express aus dem Allgäu alles auf dem Kasten hat.

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