15.11.2019 15:09 Alter 25 days
Kategorien: A-D
Von: MAIK

ANGEL WITCH – Angel Of Light (2019)

(5.860) Maik (8,8/10) Heavy Metal

Label: Metal Blade
VÖ: 01.11.2019
Stil: Heavy Metal

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ANGEL WITCH
werden heutzutage ja gern als eine der ersten und wichtigsten Vertreter der New Wave Of British Heavy Metal bezeichnet. Und auch heute noch geben viele Bands diese Truppe als Einfluss an. Diese Wertschätzung fand die Band aber nicht immer. Nachdem ihre erste Single ziemlich schnell aus den Charts geflogen war, war die Band um Kevin Heybourne vom Musikbiz als „erfolglos“ abgestempelt worden. Das erste Album wurde von der Presse verrissen, ungeachtet der Tatsache, dass es die Fans ehrfurchtsvoll nach Hause getragen haben. Das Management hat total versagt, die Plattenfirmen bekamen kalte Füße und ließen ANGEL WITCH fallen wie eine heiße Kartoffel mit Lepra. Das zweite Album wurde so gut wie gar nicht beworben, und ging total unter. Und dann kam eben auch der Frust. Die Band löste sich auf, kam ab und an mal wieder, teilweise unter anderem Namen, und das Besetzungskarussell drehte sich wie ein wahnsinniger Derwisch auf Speed, teilweise war sogar mal Bill Steer von CARCASS mit dabei, meine Güte! Es schien, ANGEL WITCH hätte ein Abo auf Scheiße gepachtet.

Nachdem nun dieses Jahr etliche aus der metallischen Altherrenriege ziemlich beachtliche Granaten ins eiserne Feld gefeuert haben, war ich natürlich gespannt wie Benno, was denn die Engelshexe aus ihrem Zauberkessel fischt. Und ich habe ziemlich viel Symbolik entdeckt. Schon das Coverartwork weist den Weg. Farblich an das Debüt angelegt, zeichnet auch „Angel Of Light“ ein apokalyptisches Build. Im Hintergrund erinnert der feuerrote Himmel an das Coverart vom Debüt. Im Vordergrund sitzt der Engel, mit dem Rücken zum Background, und hält seine Flügel abwehrend über sich. Passend dazu der Opener, „Don’t Turn Your Back“. „Dreh Dich nicht um!“. Sozusagen, vergiß, was für Shit in der Vergangenheit abgegangen ist. Wir sind wieder da. Und wir spielen Heavy Metal. Und der Metal von ANGEL WITCH ist strikt NWOBHM. Keine Anbiederung an neuere Stile, keine Orientierung an den Metal der Neuzeit mit fippigen Riffs und fast fröhlicher Attitüde. Hier wird buchstäblich der Kult zelebriert, was dem Album einen Sound verleiht, der auch so in der ersten Hälfte der 80er Jahre gespielt worden wäre. Im direkten Vergleich mit „Angel Witch“ erkennt man ein ähnliches Songwriting. Die Vocals klingen etwas düsterer, besonders bei den fast doomigen Stücken „The Night Is Calling“ oder „I Am Infamy“. Das Album ist jetzt kein Überhammer geworden, und es wird sicherlich nicht als Meilenstein in die metallischen Annalen eingehen.

Aber es ist ein adäquates NWOBHM- Album geworden, welches sich Fans dieser Ära auf jeden Fall reinziehen sollten. Mir persönlich gefällt das Album sehr gut, und die Tatsache, daß ich schon nach zweimaligem Hören morgens mit dem Refrain von „Don’t Turn Your Back“ im Ohr aufgewacht bin, zeigt auch die Qualität der Mucke. Und am Ende gibt es noch etwas Symbolik, denn wenn man das abschließende Instrumental vom Debut außer Acht nimmt, war der letzte Song damals „Angel Of Death“. Diesmal ist der letzte Song mit „Angel Of Light“ betitelt. Nach dem Motto, der Todesengel hat uns kein Glück gebracht. Vielleicht schafft es ja der Lichtengel….. Ich würde es der Horde gönnen, nach über vierzig Jahren mal bisschen Anerkennung zu erhalten.

Anspieltips „Don’t Turn Your Back“ und „Death From Andromeda“

Bewertung: 8,8 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Don’t Turn Your Back
02. Death From Andromeda
03. We Are Damned
04. The Night Is Calling
05. Condemned
06. Window Of Despair
07. I Am Infamy
08. Angel Of Light

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