27.05.2019 23:18 Alter 202 days
Kategorien: A-D
Von: MARKY

ARCH/MATHEOS – Winter Ethereal (2019) - Teil II

(5.544) Marky (10/10) Prog Metal

Label: Metal Blade Records
VÖ: 10.05.04.2019
Stil: Prog Metal

 „Herr, ich bin nicht würdig, das Du eingehst in mein Hirn!“ So, oder so ähnlich, geht es mir beim wiederholten Hören von „Winter Ethereal“. Was John Arch in Verbindung mit seinem kongenialen Partner Jim Matheos in diesen 68 Minuten an höchst kreativen musikalischen Input verarbeiten, ist abermals nicht von dieser Erde. Die Musikalität dieser beiden Genies ist völlig eigenartig und unverkennbar eigenständig.

Wenn wir zunächst einmal bei der christlichen Semantik bleiben wollen, ist John Arch für mich Gott höchstpersönlich und Jim Matheos sein zu Mensch gewordener Sohn. Es ist schier unmöglich, z. B. so Songstrukturen wie des neunminütigen Openers „Vermilion Moons“ zu erfassen. Nicht anders ergeht es mir beim darauffolgenden „Wanderlust“. Man stelle sich ein Bild eines künstlerischen Genies vor, das sich erst mit der Zeit durch, nach und nach hinzugefügten, Puzzleteilen erschließt lässt. Man erahnt zwar schon zu Beginn die unendliche Schönheit jenes Bildes. Es wird jedoch schnell deutlich, dass die bisher vorhandenen Puzzleteile noch nicht das Gesamtbild ergeben können, so dass man regelrecht gierig wird, sich das ganze Bild zu erschließen. Glücklicherweise ist nicht jeder der neun Songs so sehr intensiv und es gibt z. B. mit „Tethered“, oder „Wrath Of The Universe“ auch etwas einfacher zu erschließender „Bilder“.

Ebenso erstaunlich ist die Produktion der Platte, für welche Jim Matheos verantwortlich ist. Laut dem Infosheet wurden Bass- und Schlagzeugspuren von verschiedenen Musikern eingespielt. Dies blitzt vielleicht mal durch bei einem Song wie „Straight And Narrow“, bei dem man sofort zu erkennen vermag, dass hier ein gewisser Bobby Jarzombek am Schlagzeug zaubert. Des Weiteren sind noch folgende Gastmusiker an Bord: Joey Vera, Steve De Georgio, Joe DiBiase, George Hidious und Sean Malone am Bass, sowie Mark Zonder, Thomas Lang, Baard Kolstad und Matt Lynch an den Drums. Je ein Gitarrensolo beisteuern durfte noch Frank Aresti bei „Never In Your Hands“ und „Kindred Spirits“. Gerade letztgenannter Song unterstreicht noch einmal in 13 Minuten, welches musikalische Universum das Duo Arch/Matheos hier zu Werke bringen vermögen, ohne dass auch nur einmal ein Hauch von Langeweile aufkommt. Man ist regelrecht gefesselt von dieser genialen Mischung aus hoch kreativen gesanglichen und spielerischen Arrangements, gepaart mit feinfühligen und hoch klangvollen Songstrukturen. 

Das Album „Winter Ethereal“ von dem kongenialen Duo Arch/Matheos, stellt ein Maximum an Musikalität und Virtuosität dar und klingt insgesamt noch vollkommener und vor allem auch kompakter als noch der Vorgänger „Symphatetic Resonance“. Ich gehe sogar soweit, dass die Platte als logische und neuzeitliche Weiterentwicklung der ersten Fates Warning Phase, um die unsterblichen Alben „Spectre Within“ und „Awaken The Guardian“, gesehen werden kann. Somit kann ich nur die volle Punktzahl zücken und stelle jetzt schon fest, dass „Winter Ethereal“ für mich sicher die Platte des Jahres 2019 werden wird! 

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Vermillion Moons
02. Wanderlust
03. Solitary Man
04. Wrath Of The Universe
05. Tethered
06. Straight And Narrow
07. Pitch Black Prism
08. Never In Your Hands
09. Kindred Spirits

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