15.11.2019 15:50 Alter 25 days
Kategorien: A-D
Von: SCHAACKI

BÖLZER – Lese Majesty (2019)

(5.865) Schaacki (8,4/10) Black/Death Metal

Label: Lightning & Sons
VÖ: 15.11.2019
Stil: Black/Death Metal

Facebook Bandcamp Kaufen Metal Archives





Das schweizer Zweigestirn BÖLZER bedarf mit Sicherheit keiner Vorstellung mehr. Das Gespann ist in der (extremen) Metal Szene inzwischen wohl genauso bekannt wie die Exportschlager des Landes. Sie sind vermutlich zwar weniger miefig als der von dort stammende Käse, dafür ist die Präzision, mit der sie zu Werke gehen, aber vergleichbar mit den berühmten Uhrwerken. Wo sie auftreten, da fallen die Kinnladen gern mal reihenweise runter. Denn was diese Herren in ihrer Zwei-Mann-Besetzung für eine Urgewalt entfesseln können, ist schon beeindruckend.

Und so wie ihnen die kleineren Bühnen noch besser liegen, so entfalten sie auch auf ihren EPs noch mehr Macht als auf ihrem bisher einzigen Album. Nicht falsch verstehen, ich gehöre zu den Leuten, die „Hero“ mochten bzw. noch immer mögen, aber das kompaktere Format kam bei vielen Hörern doch besser an und ich kann dies auch irgendwie nachvollziehen. Denn die ersten Outputs „Aura“ und „Soma“ hatten ihren ganz eigenen Charme. So waren vielleicht auch die Ansprüche an die erste Langrille eventuell schon fast zu hoch. „Lese Majesty“ kehrt nun also zum EP-Konzept zurück und bringt die Stärken BÖLZERs wieder konzentrierter auf den Punkt. Das heißt aber nicht, dass die Stücke nun kurz und knapp wären. Der Opener „A Shepherd in Wolven Skin“, der bereits vorab präsentiert wurde, schafft es mal eben auf gute neun Minuten – und in denen stecken auch gleich alle bekannten und geliebten Trademarks des Duetts. Was gleich auffällt, ist der enorm aggressive Unterton in Okois Shouts. Was ist dem guten Herren denn bitteschön widerfahren, dass er so angepisst klingt?! Das kommt hier doch in der Tat deutlich zorniger als noch auf dem Vorgänger und schockt richtig gut. Natürlich haben wir auch seinen markanten und besonderen Klargesang und auch sein Pfeifen lässt er nicht missen, ebenso wie seinen einzigartigen Gitarrensound. Doch auch sein trommelnder Gegenpart Fabian „HzR“ Wyrsch lässt keine Wünsche offen. Die Drums strotzen vor Energie, treiben mächtig an, grooven oder zerschreddern alles zu Hackfleisch.

Nach diesem starken Einstieg darf bei „Æstivation“ kurz Luft geholt werden, auch wenn Okoi bei dem Synthesizer-/Instrumental-Stück mit seinen fiesen Vocals einen ganz schön zusammenfahren lässt. Mit „Into the Temple of Spears“ kommt darauf eine recht flotte Nummer, die auch gleich zu Beginn flott durchstartet und bis zum Ende sein Tempo hält. Das Stück ist nicht übel, hätte aber vielleicht noch etwas Abwechslung bzw. den ein oder anderen besonderen BÖLZER-Moment vertragen können – natürlich meckere ich hier auf hohem Niveau, aber dies Duo ist auch so gut, dass es die Messlatte selbst hoch anlegt. Und „Ave Fluvius! Danu Be Praised“ unterstreicht meine These dann auch umgehend und fährt nochmal richtig auf. Wie auch beim Opener werden alle Fanwünsche erfüllt und erneut brüllt Okoi auch hier, wütend wie nie, alles in Grund und Boden.

Oh ja, so machen BÖLZER Spaß. Da freu ich mich doch gleich noch einmal mehr darauf, die Jungs… pardon… die Herren bald wieder live zu sehen. Dies kann der geneigte Konzertgänger übrigens auf deren VOID DANCERS Tour mit DØDHEIMSGARD, BLAZE OF PERDITION & MATTERHORN, welche u.a. auch beim De Mortem et Diabolum im Jugendhaus Paulinenaue (nahe Berlin) Halt machen wird.

Bewertung
: 8,4 von 10 Punkten


Tracklist:

1. A Shepherd in Wolven Skin
2. Æstivation
3. Into the Temple of Spears
4. Ave Fluvius! Danu Be Praised

Jahrespoll 2018

CD der Woche

On Tour

Z.O.F.F. 2020

alter Z.O.F.F.

ZO SONGCHECK

VERLOSUNGEN

ZO PRÄSENTIERT:

Join the Army

WO WIR SIND

15.12.
18.01.2020
11.02.20
18.02.2020
22.02.19
25.03.2020
04.04.20

Schrod's...

V.I.P.

Der Patch

PARTNER

BLACKLAND BERLIN

Damit das klar ist