08.07.2019 14:25 Alter 1 year
Kategorien: A-D
Von: INGMAR

DENIAL OF GOD – The Shapeless Mass (2019)

(5.619) Ingmar (9,3/10) Black Metal

Label: Osmose Productions
VÖ: 28.06.2019
Stil: Black Metal

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Nach knapp sieben Jahren melden sich DENIAL OF GOD mit einer kleinen EP namens „The Shapeless Mass“ zurück. Offenbar haben die Dänen aus Sønderborg dazu entschieden ihren Rhythmus an Veröffentlichung beizubehalten und dieses Mal ist es eine kleine EP mit einem neuem, alten und gecovertem Material. Diese kleine EP ist jedoch nur als vorübergehende Versorgung gedacht ist, bevor es wieder ein großes Album gibt und zwar Ende Oktober diesen Jahres laut DENIAL OF GOD.

Die EP beginnt auch gleich mit dem neuen und namensgebenden Titel „The Shapeless Mass“ und dieser legt gleich richtig los. Nach einem schon fast Heavy Metal-artig anmutenden Intro wandelte sich mein Ersteindruck von „joa, klingt gut“ zu „verdammt geil“. Als Thema hat man sich Golems ausgewählt und dementsprechend klingt der Titel auch, was da durch die Lautsprecher dringt klingt genau klebrig wie man es sich vorstellt. Der Song beginnt langsam, schon fast doom-artig, steigert sich dann jedoch sehr in der Geschwindigkeit, so wie man es für Black Metal erwarten würde. Insgesamt ist der Song sehr hörenswert, man erkennt gerade in Relation zu „The Statues Are Watching“ wie sich DENIAL OF GOD musikalisch weiter entwickelt haben.

Wem „The Statues Are Watching“ bekannte vorkommt, der hat absolut recht, ist dieser Song doch schon fast 25 Jahre alt. Er ist von der gleichnamingen EP von 1995 entnommen, dort war er als A Seite der 7“-Vinyl zu finden. Stilistisch etwas gradliniger und wenig verspielt versprüht dieser Titel eine Atmosphäre die sehr gut zum inhalt passt. Abgeschlossen wird die EP durch zwei Cover-Songs, einmal von BATHORY und von EXUMA. Als BATHORY-Cover haben sich die Dänen „Call from the Grave“ ausgesucht, eine gute Wahl und sehr gut umgesetzt.

Wem EXUMA nichts sagt muss nicht verzagen, es genügt an der Stelle zu wissen das es sich hierbei um einen Musiker von den Bahamas handelt und dieser Folk-Musik (genauer Caribbean Folk) spielte. Ich habe mir den Originaltitel von EXUMA angehört und muss sagen das die Cover-Version von DENIAL OF GOD klar zu erkennen ist und nahe am Original dran ist. Natürlich genretechnisch eine andere Instrumentierung gegeben, was jedoch der Atmosphäre des Songs keinen Abbruch tut; im Original ist eher Melancholie im Vordergrund, bei dem Cover sticht eher die Aggressivität hervor. Thematisch geht es um Untote, deren „Leben“ und wie man sich vor einer Verwandlung in einen Untoten durch die Loi (auch Loa, Lwa oder Lua, nahezu omnipotente Geister im Voodoo) schützen kann bzw. deren Beistand ersucht.

Die Vocals sind deutlich zu hören, durch die Ansiedlung in den unteren Mitten wird dort zwar etwas Frequenzbereich schon belegt, jedoch sind die restlichen Instrumente gut drumherum verteilt. Auf jeden Fall klingen die Vocals kräftig aus den Boxen und bauen ein Präsenz auf die hervorragend zur Atmosphäre passt. Die Gitarren verzerren ziemlich stark, auch meine ich ein gewisse Portion Kompression zu hören. Das macht die Gitarren zwar wenig dynamisch aber mal ehrlich, das passt auch wenig zu dem gespielten Material. Die Lead-Passagen sind immer gut hörbar, allerdings scheiden sie schon etwas stark in den Höhen. Insgesamt haben die Gitarren jedoch einen sehr angenehm sägenden Obertonbereich, der gut zur Aggressivität der Musik passt. Am Bass hat man erstaunlich viel zu hören, da er angezerrt wurde kommt er den Gitarren schon ein bisschen nahe in Obertönen. Dadurch ist der Bass auch jederzeit gut zu hören und kann auch mal den ein oder anderen Part übernehmen.

Das Schlagzeug ist eher minimalistisch gemischt, man erkennt die einzelnen Bestandteile zwar immer, jedoch verschwimmt sich bei schnellem Spiel die Snare zusammen mit dem Kick. Etwas langsamer gespielt und deutlicher getrennt von den Abläufen her passt dann wiederum alles besser zusammen. Die Becken wurden zu Gunsten der Verzerrung der Gitarren zurückhaltender gemischt, dadurch kommt bei den Gitarren wie schon beschrieben der sägende Bestnadteil besser zur Geltung.

Um die Zeit bis zum Album Ende des Jahres zu überbrücken halte ich „The Shapeless Mass“ für durchaus geeignet.
Geeignet als Teaser ist es alle Male und macht definitiv Lust auf mehr, ich hoffe da auf Großes.

Anspieltipps: Die gesamte EP

Bewertung: 9,3 von 10 Punkten

Tracklist:

01. The Shapeless Mass
02. The Statues Are Watching
03. Call from the Grave (Bathory cover)
04. Mama Loi, Papa Loi (Exuma cover)

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