19.09.2019 01:27 Alter 30 days
Kategorien: E-G
Von: MAIK

ENTOMBED A.D. – Bowels Of Earth (2019)

(5.740) Maik (8,5/10) Death Metal

Label: Century Media
VÖ: 30.08.2019
Stil: Death Metal

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Was ich von diesen ganzen „A.D.“- oder „Inc.“ – Kürzeln halte, hatte ich ja schon mal im Review von NOCTURNUS A.D. angesprochen. Ich meine, es ist wohl so, dass auf dem Originalnamen irgendwelche rechtlichen Dinge stehen, aber, seid mal ehrlich: das ist doch Bullshit. Ich meine, wie haben hier eine Band, in der etliche ehemalige ENTOMBED-Musiker spielen, die wie ENTOMBED klingt, teilweise mehr, als ENTOMBED zeitweise selber, während die „eigentlichen“ ENTOMBED auf Eis liegen. Warum zum Geier macht man so eine Scheiße. Wer bei sowas mit dem Anwalt angeschissen kommt, dem gehört doch Kerry Kings Nagelarmband rektal eingeführt. Quer! Gut, nun habe ich mich genug ausgekotzt, zur Beruhigung ein Bierchen geöffnet, und nun können wir uns den wichtigen Sachen im Leben widmen. Dem Metal.

Death Metal, in diesem Fall. Und schon bei den ersten Takten wird klar, hier wird ursprünglicher Schweden-Todesstahl geschmiedet, dass den Elchen das Geweih von den Nischeln fällt. Tiefer gestimmte Gitarren, ordentlich Dampf und Groove und ein growlender LG Petrov in Höchstform. Genauso, wie ich diese Band damals gefeiert habe, als „Left Hand Path“ herauskam. Ich gebe zu, später, mit „Wolverine Blues“, war ich nicht mehr ganz so glücklich. Aber damals war das eben der heiße Scheiß. Und an diese Ära knüpfen auch ENTOMBED A.D. (ich bin ruhig…gaaaanz….ruuuuhig…) an, ohne Wenn und Aber, ohne Rücksicht auf Verluste. Mit Songs wie „Elimination“ oder „Worlds Apart“ dürfte jeder Todesbleistift seine helle Freude haben, besonders, wenn er eben auf oldschooligen schwedischen DM steht. „Bourbon Nightmare“ dürfte auf gewisse Erfahrungen zurückgreifen. Wir erinnern uns mit Belustigung an das legendäre ENTOMBED-Interview auf dem Rock Hard-Video…ohauerha! „I’ll Never Get Out Of This Alive“ ist ein Cover, und zwar wird hier dem Countrymusiker HANK WILLIAMS gehuldigt. Dass man aus einer Countrynummer eine veritable Death Metal- Abrißbirne schmieden kann, beweisen die alten Schweden hier also auch noch. Das abschließende „To Eternal Night“ allerdings finde ich etwas schnarchzapfig, und vor allem eignet sich LG’s Gesang für so langsame Songs überhaupt nicht. Dass setzt dem Album einen kleinen Dämpfer auf, und da das Stück dann auch noch am Ende der Platte steht, bleibt ein etwas schaler Nachgeschmack.

Da sollte man vielleicht die Version mit dem MOTÖRHEAD- Cover-Bonus kaufen, das auf meiner Promo leider nicht enthalten war, sodaß ich da nicht viel zu sagen kann. Alles in allem haben ENTOMBED A.D. (ich bin die Ruhe in Person…) hier eine Scheibe abgeliefert, sie sich durchaus hören lassen kann, die schön old school durchs Gehölz schrappelt, und die Zeit, als Death Metal entweder aus Florida oder Schweden kommen musste, wieder aufleben lässt. Allerdings muss man auch sagen, dass ENTOMBED A.D. (hrhhhhghh… hrrrrrghhh… hhhhrrrghhh…) heute nicht wirklich mehr zu ersten Liga gehören. Da ist mittlerweile aus der Todesmetallbranche heftige Konkurrenz nachgewachsen, wie z.B. ENDSEEKER oder REVEL IN FLESH.

Anspieltipp: „Elimination“ und „Worlds Apart“

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Torment Remains
02. Elimination
03. Hell Is My Home
04. Bowels Of Earth
05. Bourbon Nightmare
06. Fit For A King
07. Worlds Apart
08. Through The Eyes Of The Gods
09. I’ll Never Get Out Of This Alive (Hank Williams-Cover)
10. To Eternal Night
11. Back At The Funny Farm (Motörhead-Cover)

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