23.01.2020 14:06 Alter 70 days
Kategorien: E-G
Von: MAIK

ERELEY – Diablerie (2020)

(5.977) Maik (8,7/10) Prog Metal

Label: Massacre Records
VÖ: 24.01.2020
Stil : Prog Metal

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Unter der Genrebezeichnung Progressive Metal werden die Tschechen von ERELEY gelistet. Dies wird der Mucke allerdings nicht vollends gerecht, denn die Band bedient sich an allem, was sie passend für ihren Sound erachtet. Und das geht von Gothic Rock im Stile von THE NEPHILIM über progressive Parts, Doom-Anleihen bis hin zu bratenden Metalriffs. Ab und an fühle ich mich auch an TIAMAT erinnert. Insgesamt ergibt sich hierbei eine Mischung, die doch eher eine düstere, melancholische Note aufweist, durch die gelegentlichen Kreischausbrüche des Sängers, der sich sonst eher im Klargesangbereich aufhält, und die harten Riffs, jedoch immer wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch wirkt. Das Ganze bekommt seinen progressiven Charakter durch die ständig wechselnden musikalischen Versatzstücke und Soundideen, die aber nie unnachvollziehbar wirken.

Genau genommen, ehrlich gesagt, ist das eigentlich nicht die Mucke, die ich mir normal reinziehen würde, aber irgendwie übt das Album eine diabolische Anziehungskraft aus, die mich dazu brachte, das Ding immer wieder anzuhören. Wie ein hohler Zahn, an dem man ständig mit der Zunge herumfummelt. Vielleicht hat es mich ja auch gefuchst, daß sich die Band mal so gar nicht in irgendwelche Schubladen einordnen läßt. Interessant auch die Tatsache, daß ich mich nur schwer auf zwei Anspieltips festlegen konnte. Das war fast jeden Tag anders. Auch Klassikfans kommen kurz auf ihre Kosten, wird doch am Anfang von „Enchantress“ auch aus diesem Fundus geschöpft. Die gute alte „Toccata“ von Bach mußte mal wieder herhalten. Im Ganzen ein recht interessantes, vielschichtiges wenn auch düster wirkendes Album, dem man sich öffnen muß, und welches man aufmerksam genießen sollte. Definitiv nix zum Nebenherhören oder als Untermalung für eine Party. Denn dazu passiert auf dem Album zuviel, was man dann verpassen würde.

Anspieltipps: „Enchantress“ und „Love And Hate“

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Diablerie
02. Nephilim
03. Room 666
04. Hex
05. Boogie Man
06. Enchantress
07. Beast
08. Flames Of Deliverance
09. Love And Hate
10. Burning Hell

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