15.10.2017 21:48 Alter 35 days
Kategorien: E-G
Von: PETER

FORSAKEN – Pentateuch (2017)

(4.129) - Peter (7,6/10) - Epic-Doom

Label: Mighty Music Records / Target Group
VÖ: 13.10.2017
Stil: Epic-Doom

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Die Epic-Doom Metaller FORSAKEN aus Malta melden sich mit „Pentateuch“ nach 2009 nun zurück und präsentieren ihr 5. Studioalbum. Brauchte man diese Zeit, um die 5 Bücher Mose zu studieren und hieraus die lyrische Inspiration zu ziehen? Die aus dem griechischen hergeleitete Bezeichnung Pentateuch steht hierbei für die fünf Bücher Mose. FORSAKEN bearbeiten ihnen entsprechend konsequent religiöse Themen und manifestieren ihr Verständnis des Daseins im Unterschied zum Wesen eines Dinges, so ist dies sicher ein Merkmal der Malteser.

„Pentateuch“ beginnt beinahe klassisch mit einem Into. „Phaneros (Coming Into Light)“ leitet in die folgenden 7 Tracks mit einer Gesamtlänge von rund 55 Minuten ein. Es ist genretypisch, dass dabei Spieldauern mit jeweils über 6 Minuten pro Song zu erwarten sind.

FORSAKEN enttäuschen den zum Doom-Metal hingezogenen Hörer dabei nicht. „Serpant Bride“ zeigt alle wesentlichen Merkmale des Epic-Doom auf. Schwere Gitarren ziehen sozusagen den trägen, düsteren, schwermütigen Karren aus dem Sumpf. Die Drums sind versucht dies mit aller Macht zu verhindern und bremsen. Der Bass hämmert unaufhörlich im Einklang mit den Harmonien auf das mystische Gesamtbild mit ein. Und zu guter Letzt kommen die getragenen melancholischen Vocals von Leo Stivalas hinzu und geben den letzten Schliff. So ist „Serpant Bride“ genau das, was Epic-Doom ausmacht. „The Banishment“ folgt innerhalb eines kurzen Tracks, dieser kleidet sich in einem maskulinen Wortgewand und wird von säuselnden femininen Stimmen getragen.

Etwas zügiger, dennoch aber nicht weniger mystisch wird die Reise mit „Primal Wound“ fortgesetzt. Dieser Track ist ein hervorragendes Exempel dafür, wie sich die jeweiligen musikalischen Akzente einer Komposition ergänzen. In Abwesenheit der Vocals behaupten die Instrumentalisten in beeindruckender Weise ihre Daseinsberechtigung. Jeder der selbst Musik macht, weiß wovon ich spreche. Jeder der Protagonisten hört sich und sein Instrument und legt enorm viel Wert darauf, und dies meines Erachtens auch zurecht. Schlussendlich kommen dann die Vocals hinzu. Ist es nicht der Gesang, auf den abschließend gehört wird und sozusagen den Blickfang einer jeden Formation ausmacht? Ja, das scheint normal, doch beide sollten innerhalb einer konstruktiven Gegnerschaft eine Symbiose bilden. So ist „Primal Wound“ ein sehr gelungenes Beispiel hierfür.

Der meiner Meinung nach stärkste Song der Scheibe „The Dove And The Raven“ gibt Zeugnis für die Genialität von FORSAKEN ab. Dieser Song hat das Zeug für eine Doom-Hymne und erinnert an eine Vielzahl von geilen Songs diverser anderer Bands dieses Genres. Vor allem die flüssigen Strophen und der ganz für einen Ohrwurm befähigte Refrain des Songs schwimmen auf der Woge der episch vorgetragenen Instrumentalisierung. Ein sehr stimmig produzierter und arrangierter Doom Song.

Je weiter das Album voranschreitet, desto mehr kann ich mich damit identifizieren. „Decalogue“ hebt das Gefühl, was der FORSAKEN Doom zumindest bei mir hervorruft weiter hervor und lässt dies auch nicht abreißen. Der Bass wird einem sprichwörtlich um die Ohren gehauen und zementiert den doomigen Groove, ohne dabei an Dynamik zu verlieren.

Mit „Sabaoth (The Law Giver)“ wird die Scheibe durch die dezent angehobene Geschwindigkeit des Songs in ihrer Abwechslung durchaus angereichert. Auch die Gitarrenarbeit lockert ungemein auf. Die dahinter verborgene Geschichte des Hoheitsattributs Gottes mündet dabei in hervorragend emotional vorgetragenen Vocals.

In über 15 Minuten lassen sich FORSAKEN dann über die Apokryphen aus und bringen „Pentateuch“ somit zum Ende. „Apocryphal Winds“ wird nicht weniger minder zelebriert und behauptet sich als klassisches Doom Material.

Ganz ehrlich, auf „Pentateuch“ hört man zwar nicht wirklich Neues, das muss man aber auch nicht. Dieses Comeback-Album ist dennoch oder gerade deshalb ein sehr gelungenes weiteres Werk, was ohne großes Risiko in die individuelle Epic-Doom Sammlung aufgenommen werden darf oder sogar muss. Viel Spaß dabei!

Anspieltipps: „Primal Wound“, „The Dove And The Raven“

Bewertung: 7,6 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Phaneros (Coming to Light)
02. Serpent Bride
03. The Banishment
04. Primal Wound
05. The Dove And The Raven
06. Decalogue
07. Sabaoth (The Law Giver)
08. Apocryphal Winds

 

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