11.05.2017 14:28 Alter 220 days
Kategorien: E-G
Von: JEZEBEL

FUNERALIUM – Of Throes And Blight (2017)

(3.747) - Jezebel (8,9/10) - Ultra Sick Doom

Label: Weird Truth Productions
VÖ: 12.04.2017
Stil: Ultra Sick Doom

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Nur 4 Titel, das ist dann wohl nur ne EP, damit bin ich schnell fertig…. dachte ich und wie falsch lag ich! Zum einen, weil 3 der 4 Titel jeweils über 20 Minuten Spieldauer haben (und der kurze, erkennbar am kurzen Namen, immer noch über 9 Minuten lang ist), zum anderen, weil hier die Musik den Hörer fertig macht, nicht andersrum.

Was die 5 Franzosen von Funeralium hier veranstalten, ist sehr schwer verdaulicher, extremst langsamer und von Grund auf negativer Doom Metal. Genau so ausgespuckt und in die Ecke geworfen wie der junge Mann auf dem Cover fühlt man sich beim Hören und die “großen Schmerzen” (Throes) und die “Verderbnis” (Blight) glaubt man dem Sänger aufs Wort. Er growlt, er keift, er schreit, flüstert und gibt alles, was es an bedrohlichen Geräuschen noch geben kann.

“Slowly We Crawl Towards Crumbs” erinnert zu Beginn an Burning Witch und der Titel darf gern wörtlich verstanden werden: laaangsaaaamst kriechend. Zwischendurch kommt sogar etwas Leben in die Bude, da haben wir dann Black Metal, aber nicht für lange. “Spit At My Face, I will Pluck Your Tongue Out” ist die weitaus unangenehmere Version von “brichst du mir das Herz, brech ich dir die Beine”. Dieses Stück würde ich fast als beschwingt bezeichnen, so wie das Pendel einer riesigen Uhr (und wenn die Stunde schlägt… oje). “Vanishing Once and for All” holt dann noch einmal zum ultimativ vernichtenden Schlag aus. Nicht mit Gewalt - Gewalt erzeugt Gegengewalt und damit Widerstand - sondern mit alles lähmender Verzweiflung, in die wie zum Hohn einige richtig schöne Stellen eingewoben sind. Definitiv nichts für schwache Gemüter, erst recht nicht für jede Stimmung, aber wenn man es sich mehrfach antut, wird es immer besser.

Funeralium treten auch live auf, auch wenn ich mir diese Mucke beim besten Willen nicht auf einer Bühne vorstellen kann. Was hingegen gut geht, ist Yoga (kein Witz!), sich so richtig schön in die Dehnung fallen lassen und den Schmerz umarmen.

Wenn euch handelsüblicher Funeral Doom noch zu fröhlich und zu hektisch ist, dann lasst euch auf Funeralium ein.

Bewertung: 8,9 von 10 Punkten

Tracklist:
1. Slowly We Crawl Towards Crumbs
2. Spit At My Face, I will Pluck Your Tongue Out
3. Vermin
4. Vanishing Once and for All

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