02.12.2019 15:36 Alter 256 days
Kategorien: H-J
Von: NICLAS

HANGING GARDEN – Into That Good Night (2019)

(5.915) Niclas (7,5/10) Doom/Death Metal

Label: Lifeforce Records
VÖ: 15.11.2019
Stil: Doom/Death Metal

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Kürzer werdende Tage und herbstliche Düsternis sind fruchtbarer Nährboden für Death/Doom-Kapellen. Dies ist schon mein drittes Review in Folge das sich mit langsamem Todesmetall beschäftigt. Diesmal steht eine weitere Band auf dem Programm, die mit ihrer Musik anscheinend die Frage beantworten will, wie KATATONIA heute vielleicht klingen würden, wenn Jonas Renkse nie aufgehört hätte zu growlen. Die Finnen von HANGING GARDEN finden sich im melodisch-rockigen Spektrum des Genres und bringen mit „Into That Good Night“ nun ihr sechstes Album heraus.

Das letzte HANGING GARDEN-Album, das ich mir angehört hatte war deren zweite Scheibe „TEOTWAWKI“, auf der die Band noch sehr viel härter unterwegs war. Dann wurden zwischen 2009 und 2010 fast alle Bandmitglieder ausgetauscht (nur Gitarrist Mikko Kolari blieb vom Original-Lineup übrig), der Sound änderte sich merklich und die drei Alben, die in den 2010ern veröffentlicht wurden gingen komplett an mir vorbei. Nachdem ich mir „Into That Good Night“ aber nun zu Gemüte geführt habe, sollte ich das vielleicht nachholen. HANGING GARDEN füllen damit genau die Lücke in meiner Playlist, die ihre Landsleute von GHOST BRIGADE dort nach deren Auflösung vor ein paar Jahren hinterließen. Das Album liefert exzellenten melodischen Doom/Death mit einigen Post Rock-Anleihen, nichts zu Düsteres, aber genau richtig, um die herbstliche Melancholie anzufüttern.

Besonders positiv zu erwähnen ist die recht große emotionale Tiefe des Albums, die nicht zuletzt durch die Vielfalt verschiedener Gesangsstile überzeugend transportiert wird. Frontmann Toni Toivonen zieht alle Register, von Cleangesang über bestialische Growls bis hin zu Hardcore-Shouts beweist er immer wieder, wie wandelbar seine Stimme ist, ohne auch nur eine Spur an Überzeugungskraft einzubüßen. Auf drei Songs gesellt sich außerdem noch weiblicher Gesang hinzu, steht zuweilen sogar im Vordergrund wie etwa auf der Single „Rain“. All das ist untermalt mit eingängigen Gitarren- und Keyboardmelodien. Nichts Außergewöhnliches für das Genre, aber das macht die Musik nicht weniger attraktiv.

Was die Freude an „Into That Good Night“ dann aber doch etwas schmälert ist die Produktion, die oft einfach etwas zu dreckig wirkt für diese Art von Musik. Ein wenig mehr Klarheit hätte bestimmt gutgetan, um die Melodien der einzelnen Songs noch ein wenig stärker hervortreten zu lassen. Nichtsdestotrotz bleibt die Scheibe aber ein absolut dringlicher Anspieltipp für alle, die noch nach einem passenden Soundtrack zur Linderung des herbstlichen Stimmungstiefs suchen.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Of Love and Curses
02. Fear, Longing, Hope and the Night
03. Into That Good Night
04. Rain
05. Silent Sentinels
06. Anamnesis
07. Navigator
08. Signs of Affection



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