10.10.2018 10:12 Alter 1 year
Kategorien: H-J
Von: OLAF

HEIR APPARENT – The view from below (2018)

(4.997) – Olaf (9,0/10) Prog Rock/Metal

Label: No Remorse Records
VÖ: 15.10.2018
Stil: Prog Rock/ Metal


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Grundgütiger, die gibt es auch noch? Und macht das überhaupt noch Sinn? Eine mehr als berechtigte Frage, liegen die Meilensteine „Graceful inheritance“ und vor allem das legendäre „One small voice“ 32 bzw. 29 Jahre in der Vergangenheit, gehören aber dennoch immer noch zu den Juwelen in meiner Sammlung. Nun kehren Heir Apparent zurück, in Originalformation, lediglich mit Neusänger Will Shaw, der sich mit seinem fantastischen Organ perfekt in das bestehende Bandgefüge einbringt und wollen der Welt beweisen, dass sie es noch können. Und? Können sie? Und wie!!!

Gleich der Opener „Man in the sky“ zeigt deutlich, dass die in die Jahre gekommenen Herren nicht verlernt haben und zeigen eine etwas härtere Rush-Variante mit einem herrlich transparenten Drumsound und einer tollen Gitarrenmelodie, die man so schnell nicht aus dem Kopf bekommt. Auch Frontmann und Bandküken Will Shaw zeigt hier deutlich, weshalb er die Stellenausschreibung für sich entscheiden konnte und brilliert ebenfalls bei dem groovenden „The door“, welcher noch eine Ecke progressiver ausfällt wie der ohnehin schon tolle Opener. „Here we aren’t“ ist hingegen nicht ganz so flott wie seine Vorgänger und auch „Synthetic lies“ startet etwas verhalten, entpuppt sich aber im weiteren Verlauf als richtig fette Prog-Doom-Keule, die alle Zweifler an der Schaffenskraft der Amis in die Flucht schlägt. „Savior“ ist dann wieder etwas flotter und zeigt deutlich, dass einfach erscheinende Songs immer noch so manchem Newcomer musikalisch den Angstschweiß ins Gesicht treiben kann.

Further and farther“ ist in meinen Augen der einzig wirkliche Schwachpunkt des Albums, denn eine Prog-Ballade ist an sich nichts Verwerfliches, doch leider trägt sich der Song nicht über die etwas zu lang geratene Spieldauer von sieben Minuten. Da ist das ähnlich geratene „The road to Palestine“ ein anderes Kaliber. Zwar ebenfalls sehr doomig, aber durch die dezenten Keyboard Einlage sehr tiefgreifend und wunderschön anzuhören. Der Midtempo Kracher „Insomnia“ beschließt dann ein Album, welches einfach dazu einlädt, mal die Augen zu schließen und einfach zu lauschen, die Musik aufzusaugen und zu genießen.

Ganz ehrlich Freunde…WAS SOLL DER SCHEISS??? Erst sich 29 Jahre von der Bildfläche verpissen, den Nachwuchs in dem Glauben lassen, er könne die großen Fußstapfen ausfüllen, um dann allen eine schallende Backpfeife angedeihen zu lassen. Was im letzten Jahr Threshold für mich war, ist in diesem Jahr Heir Apparent: Das beste Prog Rock Album des Jahres!

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Man in the sky
02. The door
03. Here we aren’t
04. Sythetic lies
05. Savior
06. Further and farther
07. The road to Palestine
08. Insomnia

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