13.03.2019 07:01 Alter 316 days
Kategorien: H-J
Von: VONNI

ILLIMITABLE DOLOR – Leaden Light (2019)

(5.365) – Vonni (9,0/10) Atmospheric Death/Doom

Label: Transcending Obscurity Records
VÖ: 20.03.19
Stil: Atmospheric Death/Doom


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Leaden Light“, das zweite Album der Australier von Illimitable Dolor, fühlt sich an, wie ein Zug ohne Leben, der mit gemächlichem Tempo und ohne Ziel durch die Dunkelheit schleicht. Begleitet von einem Gewitter, wie es in „Armed He Brings The Dawn“ zu Beginn ernüchternd zu vernehmen ist, so deprimierend Melodie und Atmosphäre im Anschluss jeden Zweifel über die Ausrichtung dieser Band auslöscht. Das Zusammenspiel emotionaler Gitarrenarrangements mit feinfühligen Keyboardeinlagen zaubern ein extrem melancholisches Bildnis von tiefer Betroffenheit beim Hörer hervor. Dieses bestialisch, frivole Knurren, dazu ständig das Gefühl zu haben man sitzt in einer Kirche, einfach unbezahlbar. Ganze 15 Minuten begleitet mich dieser Titelsong, lässt mich unendlich leiden, in Ehrfurcht erstarren!

Eines vorweg! Was die Band besonders auszeichnet, bei aller Emotionalität, ist diese gottverdammte Ausdrucksstärke, dieser einfache Zugang zu einem manchmal schwierigen Genre, einfach nur grandios umgesetzt.

Soil She Bears“ beginnt mit druckvollen Passagen, erinnert anschließend an eine ausweglose Situation, beklemmend, manchmal hysterisch angriffslustig, im Mittelteil lüsternd, warmherzig, voller Leid und Tragik. Manchmal fühlte ich mich an ganz frühe Werke von Paradise Lost erinnert, welches gerade das Gitarrenspiel und die langsamen Passagen zum Ausdruck brachte.

Einen innerlichen Kampf verspürt man in „Horses Pale And Four“. Ernüchterung auf ganzer Linie, ein Trauerspiel verzerrter Riffs, umgarnt von glasklaren Leadpassagen, abgerundet durch traumhafter Tasteneinlagen.

Mit „Leaden Light Her Coils“ treffen wir auf den tiefgründigsten, bewegendsten Song des Albums. Was hier an Emotionalität ans Tageslicht beordert wird, einfach unfassbar. Sensibilität ist hier gefragt, denn gerade die Keyboadeinlagen sorgen für Gänsehaut über Minuten. Hier käme jeder Trauerzug zum Halt, würde verblassen, erstarren. Zum großen Finale gibt es mit „2.12.14“ noch ein kurzes Instrumentalstück, welches vermutlich an den Todestag eines früheren Musikerkollegen erinnern soll.

Insgesamt gesehen ein starker Auftritt der Australier. Death/Doom in dieser Art und Weise und so zugänglich zu inszenieren, mein Respekt.

Illimitable Dolor begeben sich mit „Leaden Light“ auf eine extrem depressiv, melancholische Reise, welche in Momenten des fast völligen Stillstandes, das Album zu einem echten Meisterwerk reifen lässt.

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Armed He Brings The Dawn
02. Soil She Bears
03. Horses Pale And Four
04. Leaden Light Her Coils
05. 2.12.14

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