17.11.2017 23:23 Alter 3 yrs
Kategorien: H-J
Von: PETER

JEN MAJURA – InZENity (2017)

(4.234) - Peter (8,7/10) - Rock & Metal

Label: SAOL
VÖ: 24.11.2017
Stil: Rock & Metal

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Special thanks to Olaf, for the special order!
Musste auch mal gesagt werden… ;-)

Was mich besonders freut, JEN MAJURA kommt aus Stuttgart, Baden-Württemberg, also mal knapp 100 km von meiner Heimatstadt entfernt. Das alleine, sollte als Qualitätsmerkmal schon mal ausreichen! Spaß beiseite. JEN MAJURA braucht mit Sicherheit weder ihre Herkunft noch sonstige Nebenschauplätze heranziehen, um auf sich aufmerksam zu machen. Das stellte sie bereits als Gitarristin bei KNORKATOR oder auch als Bassistin bei EQUILIBRIUM unter Beweis. Was sie sozusagen zur Allrounderin macht und als Multitalent ausweist. Auf ihre Qualitäten an der Gitarre dürfen ganz aktuell auch EVANESCENCE zurückgreifen.

Man fragt sich nun, ob JEN MAJURA derzeit vielleicht nicht ausgelastet ist, oder ob diverse andere Wünsche, sich musikalisch auszuleben, Priorität hatten. Wie dem auch sei, „InZENity“ klingt zwar anders, dafür aber sehr speziell. Man darf auch in diesem Falle nicht den Fehler begehen, diverse Vergleiche mit obigen Künstlern anzustellen, denn dies führt dann in die Irre. Ist auch absolut nicht notwendig, denn das zwischenzeitlich zweite Solo-Album von JEN MAJURA ist eigenwillig und zu 100% sie selbst, sage ich jetzt mal ganz selbstbewusst.

Und das hört man dann auch, wenn man sich die einzelnen Songs anhört. JEN MAJURA lässt dabei keinen Zweifel aufkommen, dass es sich um ihre Songs handelt. Selbst geschrieben und mit Leben gefüllt. In jedem der Songs spürt man geradezu den Spaß und die Lust, die sie am Musik machen hat. Und es kommt noch besser, JEN MAJURA steuert ebenfalls die Vocals bei. Kann auch fast nicht anders sein, denn diese Dynamik muss sich entladen können und deshalb hätte ein anderer Sänger/in sicher seine/ihre liebe Mühe damit. Ich mag ihre Stimme. Kraftvoll, direkt, sauber intoniert, manchmal samtweich und gelegentlich hart akzentuiert. Jederzeit offen und sonor wohlklingend.

Ihr Gitarrenspiel lässt meines Erachtens keine Wünsche offen. Wäre ich Fachmann, könnte ich hier etwas detaillierter werden. Ich sehe es zwar nicht, kann mir aber vorstellen, wie ihre Finger über das Griffbrett fliegen und dabei unbekümmert und sicher jeden Ton treffen. Die Gitarrenhooks und die Rhythmik sind sehr flüssig und gehen ein ums andere Mal in organische Solis über.

Ja und was erwartet uns nun auf „InZENity“? Ein Mix aus allem irgendwie, zumindest legt JEN MAJURA sich in keinerlei Stilrichtung oder einem Genre fest. Sicher ist der Metal-(Sound) im Großteil der Songs existent, Einflüsse des normalen Hardrock oder spacigen Funk-Elementen spielen überdies eine Rolle. Der Opener „All The Ohter Ones“ geht zumindest mal gleich voll auf die Zwölf und bedient den klassischen Metal-Rock sehr exzellent. Bis dann der Titeltrack „InZENity“ mit abgefahrenen Gitarren aufwartet und wie gesagt auch was funkiges mit sich bringt. Der Refrain hat Ohrwurmcharakter. JEN lebt sich hier aus. Total chillig. Und nochmal, die Gitarrenarbeit ist phänomenal. Dieser Song hat seinen ganz eigenen Witz und macht echt Laune.

Beinahe schon bluesig und sehr feminin hat „Leave Me“ ein derart breites Spektrum an musikalischem Ideenreichtum, der nur begeistert. Dynamik hoch - Dynamik runter und den Hörer im Arrangement fesselnd, so kann man diesen Song vielleicht beschreiben.

Drama Queen“ ist eine solide Hardrock-Nummer mit mächtig Groove und Antrieb. In „Bully Lies“ geizt JEN MAJURA abermals nicht mit ihrer außerordentlichen Fähigkeit die Gitarre zu bedienen. Vor allem das Solo macht schwindelig. Die Vocals setzen der ganzen Sache dann noch die Krone auf, absolutes Feeling zum und mit dem Song. Von A-Z rund und in sich stimmig. Das „Lied Ohne Namen“ könnte bzw. muss als musikalische Ode an alte Zeiten gelten. Ausschließlich die akustische Gitarre und Percussion begleiten die Vocals und rufen auf, doch endlich den Mund zu halten. Hier kommt ihre Stimme sehr schön zur Geltung und bietet jede Menge Einsicht.

Bei „Sick Brain“ ist der Name Programm. Einerseits abgedreht, dennoch aber kompositorisch strukturiert, bietet auch dieser Track augenblicklich die Möglichkeit, durch das Zimmer zu hüpfen. „Stupid Piece Of Wood“ stampft ordentlich und lässt erahnen, an welchen Stilrichtungen JEN MAJURA zudem noch interessiert ist. Ganz im Entferntesten kommen ganz leise und dezent RED HOT CHILLI PEPPERS Erinnerungen in mir hoch. Auch deshalb groovt vermutlich auch dieser Song so richtig.

Das Instrumental „Tobi Didn't Show Up For Breakfast“ lasse ich einfach mal ohne Kommentierung stehen. Dazu ist lediglich zu sagen, dass es anhand der Fähigkeiten von JEN MAJURA eigentlich nur gut sein kann. „Like Chuck Norris“ verarbeitet dann hingegen wohl was ganz Eigenes, dies aber sehr interessant und vielseitig dargeboten. Vermutlich hat es irgendwie mit Chuck Norris zu tun…?

Zum Schluss bringt JEN MAJURA uns dann mit „Far Away“ nochmal ins Schwelgen. Eine sehr schön getragene und ruhige Rock-Nummer mit reichlich Gefühl und Ausdruck. Großes Kino! Tipp: den Song zu Ende hören und das Outro nicht verpassen!

Also! Wer Lust an Abwechslung, Ideenreichtum, Kreativität, geiler Gitarrenarbeit und viel Emotionen hat, der muss sich dieses Album eigentlich zulegen. Technisch gesehen ist auch hier eigentlich kein Spielraum für Kritik. Über die gesamte Produktion kommen der stets fette Bass und die nicht minder schlagfertigen Drums perfekt zur Geltung. Zudem durften diverse Gäste der Produktion beiwohnen, mit Jeff Waters sei hier nur ein bedeutender Name erwähnt. Hohes Musikalisches Niveau mit steter Kurzweile.

Wohl nichts für den kompromisslosen und ausschließlich Geballer gewohnten Metal-Head, sicher aber für den generell musikinteressierten und weitblickenden Hörer.

Anspieltipps: „InZENity“, „Bully Lies“ und „Sick Brain

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

Tracklist:
01. All The Other Ones
02. InZENity
03. Leave Me
04. Drama Queen
05. Bully Lies
06. Lied Ohne Namen
07. Sick Brain
08. Stupid Piece Of Wood
09. Tobi Didn't Show Up For Breakfast
10. Like Chuck Norris
11. Far Away

 

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