30.11.2017 22:45 Alter 3 yrs
Kategorien: K-M
Von: NICK

KING GOAT – Conduit (2017)

(4.269) - Nick (8,0/10) - Doom

Label: Aural Music
VÖ: 08.12.2017
Stil: Doom/Traditional Doom/Progressive

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Hey, ho !!! Frohlocket, Ihr Doom-Jünger. Im Herbst und Winter lassen sie sich blicken und wollen gerade zu dieser Jahreszeit verstärkt Gehör finden. Die Rede ist von Doom-Bands der eher traditionellen Sorte, die eine ureigene Mischung aus Schwere, Erhabenheit und Heavy Metal to the roots zu backen in der Lage sind. Mit den neuen Platten von Sorcerer sowie Procession ist der Fan dieser Klänge kürzlich schon verwöhnt worden.

Nun wollen auch noch King Goat aus Brighton, England ein Wörtchen mitreden. Nach zwei EP´s, die mehr als wohlwollend aufgenommen wurden, erscheint nun das Debütalbum „Conduit“, welches in der Normalversion 5 tonnenschwere und längere Songs zu bieten hat. Es lohnt sich hier jedoch der Griff zur Special Edition, die mit 3 Bonustracks aufwartet, die bestimmt nicht schlechter als die regulären Titel sind.

Doch der Reihe nach, denn „Conduit“ ist kein einfaches Album.

Es geht mit dem Opener „Flight of the Deviants“ klassisch und auch einfach klasse los, denn dieser Track atmet den Geist von Solitude Aeternus und Candlemass und ist genaus das, was man als Fan derartiger Klänge hören will. Majestätischer Gesang und ein Songgerüst wie aus einem Doom-Bauset. Großartig.

Im Gegensatz zu Sorcerer oder Procession beschränken sich King Goat jedoch nicht auf eine Spielart. Schon im nächsten Track wird gegrowlt und der Härtegrad merklich angezogen. Das kommt beim ersten Hören der Band nicht unbedingt zugute.

Der Titeltrack kommt mit etwas schrägen Chören um die Ecke und fällt auch mindestens leicht aus dem Doom-Raster. Die Tatsache, dass King Goat anscheinend mehrere Spielarten und Stile in ihre Songs einpflegen, nervte mich beim ersten Hören etwas, da ich die Band nicht festnageln konnte. Klar, das Grundgerüst ist Doom mit Heavy-Kante aber die Briten haben wohl mehrere Feuer am Köcheln. Auch vor progressiven Strukturen scheut man in einigen der langen Songs nicht zurück („Revenants“).

Mittlerweile habe ich Gefallen an dem etwas zähen Material der Briten gefunden und könnte mir sogar vorstellen, dass in der Langzeitwirkung eine relativ homogene Scheibe wie die letzte Sorcerer sogar das Nachsehen hat. Denn King Goat sind nicht nur um einiges vielseitiger, sondern beherrschen alle Facetten ihrer Klangkunst, Geduld vorausgesetzt.

Beim großartigen Bonustrack „Final Decline“ wird’s dann auch völlig schräg. Ein orientalisches Thema, welches an OM oder Urfaust erinnert und zunächst zum Meditationstrack wird, bevor gegen Ende die mächtige Doom-Kelle geschwungen wird.

Wie gesagt, sei bei einem Kauf dringend zur Variante mit den Bonustracks geraten. Zudem geistern irgendwie zwei verschiedene Artworks zur Platte durchs Netz. Der Einfachheit halber wird hier das roher gehaltene der beiden präsentiert.

Doom-Jünger mit Weitblick und ohne Scheuklappen sei daher zu diesem außergewöhnlichen Album geraten, bei welchem bestimmt noch nicht alles perfekt ist. Dennoch bringt dieses Debüt-Album genug Faszinierendes mit sich, um einen Kauf zu rechtfertigen.

Anspieltipps: „Flight of the Deviants“, „Revenants“

Bewertung: 8,0 von 10 Punkten

Tracklist:
1. Flight of the Deviants
2. Feral King
3. Conduit
4. Revenants
5. Sanguine Path
6. Final Decline (Bonus)
7. Cul Obscene (Bonus)
8. Melian´s Trance (Bonus)

 

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