12.07.2020 12:16 Alter 26 days
Kategorien: K-M
Von: MAIK

MEUTRIÈRES – Meurtrières (2020)

(6.355) Maik (7,5/10) Heavy Metal

Label: Gates Of Hell Records
VÖ: 24.07.2020
Stil: Heavy Metal

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MEURTIÈRES
kommen aus Frankreich, und zwar aus dem Raum Lyon. Der Bandname heißt übersetzt so etwas wie „Die Mörderischen“, und ebenso hat die Band auch ihre Debut-EP getauft. Hm, dachte ich zuerst. Heavy Metal, noch dazu die NWOBHM-Schiene aus Frankreich? Geht das überhaupt? Noch dazu mit französischen Texten? Der Blick auf den Namen des Labels ließ mich dann aber erst einmal aufatmen, haben GATES OF HELL Records doch in letzter Zeit recht feine Oldschool-Granaten ins Metalvolk gefeuert.

Und die Franzosen greifen auch gleich tief in die traditionelle Kiste, denn die oben schon erwähnte New Wave Of British Heavy Metal trieft doch recht heftig aus jeder Plattenrille. Insbesondere alte IRON MAIDEN zu DiAnno-Zeiten scheinen oftmals durchzudringen, was an der Bassarbeit und den teilweise melodischen Gitarrenlinien liegt. Nun sind MEURTRIÈRES keine Tributband, und setzen mit ihrer Sängerin Fleur schon eigene Akzente. Mit einer schönen Metalröhre, die auch aus den Achtzigern stammen könnte, und den in französischer Sprache intonierten Vocals trägt sie maßgeblich zur Bandidentität bei. Die Gesangslinien folgen jedoch nicht vollständig das klassische Strophe/Refrain- Schema, sondern bewegen sich eher in einer Art Erzählgesang. Musikalisch dürften Freunde des traditionellen Metals ihre helle Freude an diesem Scheibchen haben, wenngleich die Songs doch teilweise etwas ähnlich klingen, so dass kaum ein Track aus dem Ganzen herauszustechen vermag. Irgendwie muss man immer aufs Display schauen, welcher Song gerade läuft, was sich nach mehrmaligem Hören sicher gibt. Zu diesem Effekt haben meine fünf Hördurchläufe jedoch nicht ganz gereicht.

Für eine EP, noch dazu einer jungen Band, die sich zudem das erste Mal auf die Wege des Heavy Metal machen – früher waren die Musiker eher in Punk- oder Hardcoreprojekte involviert- geht das Scheibchen voll in Ordnung. Für einen doch hoffentlich irgendwann kommenden Longplayer sollten jedoch noch ein paar Kohlen draufgeschaufelt werden. Ist aber dennoch ein nettes Stück klassischer Heavy Metal geworden, zu dem sich gut längshören lässt, besonders wenn man sich nicht an den französischen Texten stört. Zwar in keinster Weise besonders innovativ, aber cool. Freunde dieser Musik können gern mal reinhören, vor allem, weil die Band das ganze EPchen auf YouTube gestellt hat. Aber bei Gefallen Kaufen nicht vergessen!

Anspieltipp: „La Fille Du Cerbère“


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


Tracklist:

01. A La Spatha
02. Alienor
03. La Fille Du Cerbère
04. Rosae Bellum
05. La Déferlante

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