22.08.2018 13:18 Alter 154 days
Kategorien: K-M
Von: PETER

MOB RULES - Beast Reborn (2018)

(4.891) - Peter (8,6/10) Melodic Power Metal

Label: Steamhammer SPV
VÖ: 24.08.2018
Stil: Melodic Power Metal

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„Beast Reborn“ - so lautet der zwischenzeitlich neunte Longplayer der deutschen Melodic-Metal Formation MOB RULES. Und darüber hinaus feiern MOB RULES im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Bestehen.

Der verheißungsvolle Titel des Albums erweckt das Biest wieder zum Leben. Dem Motto folgend erhöht nach dem kurzen Intro „Beast Reborn“ dann Ghost Of A Chance“ auch gleich die Schlagzahl. Diese Nummer schiebt von Beginn an und was mir sofort ins Ohr kriecht sind die sehr transparent eingespielten Gitarren, denen ein Hauch des Sounds der alten MAIDEN Alben inne liegt. Die dezent aber markant eingesetzten Keyboards machen das Arrangement vielsagend opulent. Die nicht weniger akzentuierten zügigen Drums, in Symbiose mit den Basslines werden durch die in jeder Silbe melodiösen Vocals von Sekunde zu Sekunde zum Höhepunkt getrieben. So steht bereits mit Ghost Of A Chance“ ein Song zu Buche, der ohne Übertreibung Hitcharakter beweist.

„Shores Ahead“ setzt auf der glanzvollen Woge des Vorgängers gekonnt zielsicher auf, die Keyboards sind deutlich dominanter und die Drums finden sich überwiegend in den Doublebass wieder. Auch hier bestimmt Rhythmus und Groove das Geschehen. Die epische Note steht MOB RULES hier sehr gut zu Gesicht. Klaus Dirks moduliert die Melodien überdies abermals treffsicher.

Auch mit „Sinister Light“ verliert das Album seine bislang hohe Qualität nicht, im Gegenteil. Respekt vor allem vor der gesanglichen Leistung. Eingängige Melodien sind mitunter Markenzeichen von MOB RULES.

Nichts desto trotz gibt es mit „Traveller In Time“ für meinen Geschmack auch eine streitbare Nummer. Was überwiegend dem Refrain geschuldet ist, auch wenn eben dieser Wiedererkennungswert mit sich bringt, drängt er sich mir im Verlaufe des Songs zu sehr auf. Dennoch ein gefälliger Track und ja, da kann man sicher auch geteilter Meinung sein.

Konstruktiv ernsthafter und durchdachter kann mich „Children’s Crusade“ dann wieder mehr überzeugen. Im angefixten Midtempo mit Blick auf die Instrumentalisierung gewährt mir dieser Song wesentlich mehr Einblick in das exzellente Songwriting.

Ein wahres Schmankerl tut sich mit „War Of Currents“ auf. Das Tempo ist überwiegend reduziert und bietet instrumentell wie auch gesanglich somit reichlich Raum zum Austoben. Beinahe Balladesk anmutend weist dieser Song eine reichhaltige Palette an verschiedenen Tempi und technischen Raffinessen auf. Für mich deshalb einer der stärkeren Songs des Albums.

Was sich bislang über alle Tracks zeigt, sind die hervorragend ausgearbeiteten Refrains der Scheibe. Allesamt laden dazu ein, die eigenen Stimmbänder zu bemühen. „The Explorer“ steht in dieser Hinsicht keinem der 11 Songs nach. Das es mitunter auch ruhiger und einfühlsamer geht, beweist „Revenant Of The Sea“ eindrucksvoll. Stampfend, monumental dargeboten gibt dieser Track dem Album die Abwechslung. Die Musik von MOB RULES ist zudem in positivem Sinne Massentauglich, so könnte man „Way Back Home“ auch im einen oder anderen Radiosender zu hören bekommen.

Den Schluss des Albums ziert „My Sobriety Mind (For Those Who Left)“. Aufgesetzt auf sanften Piano-Klängen dürfen wir ein Gesangsduett demütig zur Kenntnis nehmen. Eine Metal-Ballade die in sich alle Klischees bedient und auch deshalb schön anzuhören ist.

Fazit: MOB RULES erfinden sich nicht neu, brauchen sie auch nicht, denn das bewährte Konzept trägt. Die Herren sind experimentierfreudig und absolut kreativ unterwegs. Wer also auf MOB RULES steht, der dürfte keinen Makel am neuen Album finden und die kommenden Live-Shows mit Inbrunst genießen. Die technische Komponente lässt ebenso wenig Raum für Kritik. Die Instrumente sind durchdacht und harmonisch aufeinander abgestimmt, so wird nichts dem Zufall überlassen. Und das MOB RULES einen versierten und vor allem mit reichlich Talent ausgestatteten Sänger am Start haben, dürfte im weiten Rund bekannt sein. MOB RULES walzen mit „Beast Reborn“ sicher erfolgreich in ihr Jubiläum kommendes Jahr.

Anspieltipps: „Ghost Of A Chance“, „Shores Ahead“ und „Children’s Crusade“

Bewertung: 8,6 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Beast Reborn
02. Ghost Of A Chance
03. Shores Ahead
04. Sinister Light
05. Traveller In Time
06. Children’s Crusade
07. War Of Currents
08. The Explorer
09. Revenant Of The Sea
10. Way Back Home
11. My Sobriety Mind (For Those Who Left)

Line-Up:
Klaus Dirks - Vocals
Markus Brinkmann - Bass
Sven Lüdke - Guitars
Nikolas Fritz - Drums
Jan Christian Halfbrodt - Keyboards
Sönke Janssen – Guitars

 

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