02.06.2019 13:14 Alter 197 days
Kategorien: N-P
Von: NICLAS

OCTOBER TIDE – In Splendor Below (2019)

(5.556) Niclas (7,0/10) Melodic Death/Doom Metal

Label: Agonia Records
VÖ: 17.05.2019
Stil: Melodic Death/Doom Metal

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Die alten Death/Doom-Hasen von OCTOBER TIDE lieferten für mich recht überraschend Mitte Mai eine neue Scheibe mit dem Titel „In Splendor Below“ ab. Erst mal gute Nachrichten, denn das ehemalige KATATONIA-Nebenprojekt, das nach jahrelanger Pause von deren Ex-Gitarristen Fredrik "North" Norrman 2009 wieder aus der Versenkung geholt wurde, entwickelt sich seitdem stetig zu einem Garanten qualitativ hochwertiger Musik im doch recht eng gesteckten Feld von „Early KATATONIA-Worshippern“.

Das Timing könnte dabei leider schlechter nicht sein. Mitte Mai ist nun nicht wirklich die ideale Zeit für langsam-melancholische Depressionshymnen. Glücklicherweise dachte man sich das wohl auch im Hause Norrman, weshalb die Songs auf „In Splendor Below“ einen deutlich höheren Melodeath-Einschlag aufweisen als noch auf den Vorgängeralben. OCTOBER TIDE wagen sich immer mehr aus dem gewöhnlichen Midtempo-Trott in schnellere Gefilde vor. Der Opener „I, The Polluter“ prescht überraschend direkt und groovig auf den Hörer zu, „O?gonblick Av Na?d“ besticht mit herrlich treibendem Düster-Melodeath, auf zwei Songs kann man sogar kurze Blastbeat-Passagen vernehmen. Derweil werden depressive Tiefen wie bei „Scorned“ vom Comeback-Album „A Thin Shell“ nicht mehr erreicht. Generell klingen OCTOBER TIDE auf „In Splendor Below“ wie eine Band, die gerne neues wagen möchte, ohne ihren ureigenen Stil komplett aufzugeben. Besonders ins Auge sticht dabei wohl der Gesang von Frontmann Alexander Högbom, der seine bassigen Growls dieses Mal durch schwarzmetallisches Gekeife ergänzt, leider mit sehr durchwachsenem Erfolg. Einigen Songs wie dem bereits erwähnten „O?gonblick Av Na?d“ verleiht dieser Gesangsstil ein wenig mehr Düsternis, auf anderen Tracks klingt es fast ein wenig als würde seine Stimme versagen. Auch im Riffing läst sich ein gewisser Blackmetal-Einschlag nicht leugnen, gerade „Our Famine“ erinnert mit seinem langsam dahinkriechenden Groove und den leicht dissonanten Riffs an die jüngeren FORGOTTEN TOMB. Positiv überrascht wurde ich auch vom neuen Drummer Jonas Sköld, der der schwierigen Aufgabe, in die Fußstapfen von AMON AMARTH-Trommler Jocke Wallgren zu treten, voll und ganz gewachsen ist.

Letztendlich sind es aber doch die für OCTOBER TIDE typischen Elemente, die „In Splendor Below“ zu einem guten Album machen: Eingängig melancholische Riffs und Refrains mit sofortigem Ohrwurmcharakter, wie auf den exzellenten „Guide My Pulse“ und „Stars Starve Me“. Die Experimentierfreude, die die Band hier an den Tag legt ist natürlich trotzdem gerne gesehen, bedarf aber wohl noch einiger Reife, bevor man sie als wirkliche Bereicherung des klassischen Sounds ansehen kann.

Bewertung: 7,0 von 10 Punkten

Tracklist:

01. I, The Polluter
02. We Died In October
03. O?gonblick Av Na?d
04. Stars Starve Me
05. Our Famine
06. Guide My Pulse
07. Seconds
08. Envy The Moon

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