22.05.2019 17:43 Alter 34 days
Kategorien: Q-S
Von: MAIK

RENDEZVOUS POINT – Universal Chaos (2019)

(5.536) Maik (7,9/10) Prog Rock

Label: Long Branch Records
VÖ: 24.05.04.2019
Stil: Prog Rock

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Wenn man an harte Musik aus Norwegen denkt, fallen einem eigentlich erstmal grausig angemalte Waldschrate mit viel Eisen an sich dran ein, die finster im Dickicht herumstreichen und böse Gesänge krächzen. RENDEZVOUS POINT aus eben diesem skandinavischen Land haben sich aber dem Progressive Rock verschrieben, und dabei eher einer ruhigeren Variante.

Der Opener, „Apollo“, baute eine gewisse Spannung auf, und man erwartet eigentlich, dass beim zweiten Song dann mal etwas die Luzie abgeht. Doch auch „Digital Waste“ beginnt eher ruhig, schafft es aber während seiner Laufzeit, immer mehr Energie aufzubauen. Da klingt der Sänger teilweise sogar ein bisschen nach Ozzy. Dabei fällt auf, dass die Band einen tiefen Kontrast zwischen den eingängigen und schönen Gesangslinien und einer ziemlich verfrickelten Hintergrundmucke aufbaut. Obwohl diese Art Musik nun wirklich nicht meine Schiene ist, verstehen es die Kollegen doch, eine gewisse Faszination zu wecken. Für meine Begriffe könnte es aber öfter mal etwas härter zur Sache gehen, wie es etwa im oben schon erwähnten „Digital Waste“ oder auch in „Unfaithful“ zu hören ist. Insgesamt kommt die Platte also eher ruhig daher, teilweise sogar richtig poppig, durch die komplizierten Riffs und dem unorthodoxen Drumming wird man aber doch etwas hibbelig. Es ist wie, wenn sich am Horizont dunkle Gewitterwolken auftürmen, und es kribbelt einen wegen der sich in der Luft aufbauenden Energie. Man schaut aus dem Fenster und erwartet ein bald hereinbrechendes Donnerwetter, doch außer etwas entferntem Gegrummel, ein paar Windböen und ein paar verstohlene Regentropfen tut sich in dieser Richtung nicht viel. Plötzlich ist man schon beim letzten Song angelangt, der das Album ruhig und getragen ausklingen lässt.

Das Gewitter ist ausgeblieben, und so langsam bricht die Sonne wieder durch die Wolken. Das macht den Albumtitel dann etwas verwirrend, denn von einem universellen Chaos kann man hier wohl kaum sprechen, eher von gut ausgeklügelter und geplanter Musik. Also eher Sonnenflecken als Supernova. Insgesamt also eher etwas für Proggies und Audiophile, aber aus meiner unmaßgeblichen Sicht dennoch recht gut.

Anspieltipp: „Digital Waste“ und „Unfaithful“

Bewertung: 7,9 von 10 Punkten

Tracklist:

01. Apollo
02. Digital Waste
03. Universal Chaos
04. Pressure
05. The Fall
06. The Takedown
07. Unfaithful
08. Resurrection
09. Undefeated

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