10.11.2019 20:47 Alter 29 days
Kategorien: Q-S
Von: VONNI

RISING INSANE – Porcelaine (2019)

(5.849) Markus Vonhoff (8,0/10) Metalcore

Label: Long Branch Records
VÖ: 01.11.2019
Stil: Metalcore

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Ein weiterer hoffnungsvoller Lichtstrahl lässt sich dieser Tage am Metalcore-Himmel beobachten. Dazu müssen wir uns allerdings in den Norden der Republik begeben, wo wir schnell die Bremer Formation von Rising Insane ausfindig machen, die unter dem neuen Label Long Branch Records Anfang November ein neues Album veröffentlichen.

Porcelaine“ schimpft sich der Nachfolger des in 2017 erschienenen Debüts „Nation“. War man u.a. in diesem Jahr auf dem Impericon Festival unterwegs, dürfte einigen Genre-Fans vielleicht auch die Tour zusammen mit Annisokay im letzten Jahr in Erinnerung geblieben sein. Fleißig war der Fünfer in den vergangenen Jahren so oder so on tour, jetzt steht noch dazu das neue Material endlich zur Abholung bereit.

Neben einer glasklaren Produktion, erwartet den Hörer ein packendes und emotional geladenes Erlebnis, welches euch in 12 durchweg intensiven Tracks die ein oder andere Gefühlschere in den Rücken rammen wird.

Genretypisch präsentiert sich dabei der Sound von Rising Insane, die mit dem Sänger Aaron Steinecker allerdings einen echten Crack am Mikro präsentieren können. Egal, ob der Junge aus der völligen Leere „shoutet“ oder wunderschöne und glasklare Gefühlswallungen wie in dem Song „Porcelaine“ demonstriert, der Typ hat eine Antenne für das richtige feeling. Mit dem Song „Porcelaine“ trumpft man zu Beginn auch direkt gewaltig auf, hasserfüllte Growls treffen auf zerreißende Shouts, das macht richtig Bock.

Themen wie Fragilität, Desorientierung oder Verlustängste liefern derweil den passenden Background, um sowohl melancholische wie auch wutgeladene Breaks in den Songs zu platzieren. Ansonsten gibt es nicht viel neuartiges zu entdecken, Songs wie „Ignite“ oder „Awakening“ kommen mit so einem Tempo und geballter Faust auf euch zu, das es schwer wird, dem bedrohlichen Output zu entgehen. Mir persönlich gefallen die vielen Wechsel von den brettharten Knüppelausbrüchen zu den meist tragisch anmutenden, melodischen Passagen. Die ständige Wandlung in den Songs erinnert manchmal an das Songwriting großartiger Bands wie Bury Tomorrow oder Architects. Eine experimentelle Seite haben die Bremer ebenso im Gepäck. Mit „The Lost Kids“ inklusive Rap-Part erinnert man an die alten Nu Metal Zeiten.

RISING INSANE erfinden mit „Porcelain“ den Metalcore natürlich nicht neu, demonstrieren insgesamt gesehen aber, dass man dem genretypischen Output immer noch eine Frischzellenkur hinsichtlich brachialer Intensität und herzergreifender Melodien verpassen kann. Aufmerksamkeit sollte man den Bremern sicherlich zukommen lassen, Fans der Metalcore-Szene können bedingungslos zugreifen.

Bewertung: 8,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. The Marks You Left
02. Porcelain
03. Helpless
04. Neurotic
05. Half Life
06. The Lost Kids
07. Silent Screaming
08. Ignite
09. Last Fragments
10. Awakening
11. Born To Live
12. The Summary

 

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