16.08.2019 18:02 Alter 34 days
Kategorien: Q-S
Von: OLAF

SACRED REICH – Awakening (2019)

(5.673) Olaf (8,2/10) Thrash Metal

Label: Metal Blade Records
VÖ: 23.08.2019
Stil: Thrash Metal

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Neben Possessed gab es eigentlich nur noch eine Scheibe, die von den Altvorderen sehnlicher erwartet wurde als die, der kalifornischen Death/Thrasher: Das neue Album von Sacred Reich, die sich nach 26 Jahren plattentechnischer Abstinenz endlich mal wieder dazu herabgelassen haben, ihren musikalischen Genius mit uns zu teilen. Was waren die Erwartungen bei mir groß, ich ölte schon mein künstliches Hüftgelenk, legte die Extensions parat, schnürte mir die Hightops und zwängte mich in die alte Wit Boy Röhre, um dann allerdings ein wenig ernüchtert festzustellen, dass halt doch nicht alles Gold ist was glänzt.

Awakening“ nennt sich das fünfte Album in der vierunddreißigjährigen Bandgeschichte der Jungs aus Phoenix, ist gespickt mit lediglich 8 Songs, was die erste Enttäuschung darstellt und ist produktionstechnisch leider erschreckend dünn ausgefallen, was dem Livesound der Mannen um Phil Rind nicht einmal ansatzweise gerecht wird und somit zur zweiten Enttäuschung avanciert. Musikalisch allerdings haben es die Jungs immer noch drauf und produzierten wahrlich Hits am Fließband, die man nach zwei oder dreimaligem Hören sofort mitbrüllen muss. „Manifest reality“ oder das überragende und etwas langsamere „Killing machine“ sind da zwei sehr gute Beispiele für die alte Schule, die Sacred Reich hier zocken. Der Oberkracher ist allerdings das von mir anfangs als „Schunkel-Metal“ verlachte „Death valley“, welches allerdings einen Groove entfacht, dem man sich unmöglich entziehen kann. Witzig, spritzig und einfach gut. Und auch wenn die alten Recken mit „Revolution“ einen auf Hardcore machen, kommt das nicht gestelzt oder anbiedernd aus der Box, nein, man nimmt es dem Quartett sofort ab und freut sich einfach, dass die gesetzten Herren endlich wieder neues Material am Start haben.

Natürlich haben viele Bands von früher Sacred Reich längst überholt und deren Staub fressen lassen und auch viele ehemaligen Nachwuchs Bands befinden sich in einer besseren Position als die Thrash Urgesteine, doch man muss neidlos anerkennen, dass das, was die Truppe hier abliefert, Hand und Fuß hat, den man unweigerlich aufs Gaspedal pflanzt wenn man diese Scheibe hört.

Bewertung
: 8,2 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Awakening
02. Divide and conquer
03. Salvation
04. Manifest reality
05. Killing machine
06. Death valley
07. Revolution
08. Something to believe

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