17.05.2019 05:36 Alter 210 days
Kategorien: Q-S
Von: MAIK

SAINT VITUS – Saint Vitus (2019)

(5.528) Maik (8,6/10) Doom Metal

Label: Seasons of Mist
VÖ: 17.05.04.2019
Stil: Doom Metal

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SAINT VITUS
gehören wohl zu den ersten Bands, die sich dem Doom verschrieben haben. Leider ist dieser Fakt wohl ziemlich untergegangen, da das erste Label der Band wohl promotionmäßig nicht gerade das schärfste Messer im Schrank war. So richtig bekannt wurden sie erst nach dem Labelwechsel vor ihrem 5. Album, und da waren die Claims schon abgesteckt, und die Sparte Doom in einschlägige Gleise eingebettet. Ständige Line-Up-Wechsel, vor allem auch an der Position des Sängers, haben der Band auch nicht gerade geholfen, sodass sie irgendwie zwar früh dran waren, aber zu spät angekommen sind. Nun legen die Ami-Doomer mit „Saint Vitus“ ihr neuntes Album auf, was etwas verwirrend erscheint, hatte doch schon die Debüt-Scheibe der Band diesen Titel. Na, sei’s drum. Es wird schon einen Grund dafür geben.

VITUS
haben sich immer schon sehr stark an BLACK SABBATH angelehnt, aber mit noch mehr Bezug auf den siebziger Rock. Das Album beginnt schon mal mit einem fetten Doomriff. „Remains“ heißt das gute Stück, und außer dem zähflüssigen Riff kommt auch die tragende Stimme des wieder eingestiegenen Original-Vokalisten gut zum Einsatz. „A Prelude To…“ ist eher ruhig gehalten, erinnert vielleicht eher an die DOORS, ist aber wohl, wie der Titel schon andeutet, das Vorspiel zu „Bloodshed“. Und das ist ein ziemlicher Rockbatzen, der Erinnerungen an DEEP PURPLE und sogar an frühe MAIDEN mit DiAnno erinnert. Danach wird’s wieder doomig, bis zum Stück „City Park“. Und das ist eher eine Soundcollage. Solche Dinger hat man wohl in den Siebzigern geschrieben, als man merkte, daß die Töne aus dem neuen Effektgerät super zu den visuellen Erscheinungen paßten, die man bestimmten Substanzen entlockte. „Last Breath“ wiederum hat zwischendrin einen regelrechten HELLHAMMER- Rhythmus, und das abschließende „Useless“ ist eine veritable Punk-Granate. Nach dem Motto: Wie spielen nur langsam, weil wir es wollen, nicht, weil wir es nicht besser können.

Soundtechnisch schwitzt das Album auch den Spirit der 70er. Man hat auf die Aufnahme einer zweiten Gitarrenspur verzichtet, will heißen, wenn der Axtmann seine Soli schraddelt, hört man auch nur noch Drums und Bass. Dadurch kreiert die Band fast den Charme einer Liveaufnahme. Ich muß sagen, daß mir das Album recht gut gefällt, wenngleich sich jedes Doom-Album seit „The Door To Doom“ von CANDLEMASS an diesem Album messen lassen muß. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, SAINT VITUS sind wieder mal, unverschuldet, zu spät gekommen. Doom-Freaks und Fans des siebziger Hard Rock sollten hier schleunigst mal die Lauschlappen ansetzen.

Anspieltipp: „Remains“ und „Bloodshed“

Bewertung: 8,6 von 10 Punkten

Tracklist:

01. Remains
02. A Prelude To…
03. Bloodshed
04. 12 Years In The Tomb
05. Wormhole
06. Hour Glass
07. City Park
08. Last Breath
09. Useless

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