01.03.2019 12:30 Alter 1 year
Kategorien: W-Z
Von: MARTIN

THE WANDERING ASCETIC – Crimson (2019)

(5.332) - Martin (3,5/10) Blackened Thrash Metal

Label: Transcending Obscurity
VÖ: 15.02.2019
Stil: Blackened Thrash Metal

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Vielleicht war ich schlicht verwöhnt vom letzten Review zu bzw. der damit einhergehenden Scheibe von DEVOUROR oder habe unrealistische Erwartungen an das „Schwarzgedresche“-Genre, aber was mir hier ins Ohr geriet, überraschte mich doch dezent, da der erste relativ angenehme Eindruck schnell die Biege machte, aber dazu gleich mehr.

Nun, so oder so ähnlich muss es sich, damals in ´91, vergleichsweise für den eingefleischten METALLICA-Fan der ersten Stunde angefühlt haben, als zum ersten Mal die Klänge des „Black Album“ durch die Lautsprecher dudelten: Irgendwie seltsam anders. Ziemlich sogar. Da fehlte definitiv was.

Im Schneckentempo durchschleicht man auf „Crimson“ eine annähernd konstante pseudo-düstere Ödnis, die aus drittklassigem Songwriting, desaströsen Soli und anderen Sperenzchen keinen Hehl macht. Ob nun bewusst oder unbewusst, ich weiß es nicht.

Handwerklich zwar meist relativ solide und mit wenigen Einklängen gespickt, musikalisch hingegen jedoch mehr als „abgedroschen“ (Hier Tusch einfügen). Der Funke will auch nach mehrmaligem Durchhören einfach nicht überspringen. Mehr als ein gelegentliches Fußwippen vermag mir „Crimson“ nicht zu entlocken. Es herrscht maximal, allerhöchstens und wenn überhaupt Doom-versiffte B-Seiten-Atmosphäre von Bands wie BUNKER66, MIDNIGHT, alten BULLDOZER oder sonstigen Genre-Vertretern, die diesen ihren Stil beherrschen. Gelegentliche druckvolle Ansätze respektive potentielle Durchstarter bleiben letzten Endes leider doch nach den ersten Metern im Dreck stecken. Jungens, Stimmungsmache muss aber noch mal geübt werden! Und so sehr ich es auch möchte, ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie THE WANDERING ASCETICs Stil-Interpretation live funktionieren kann/soll. Aber das nur als Randbemerkung - Geschmäcker sind ja verschieden.

Irgendwie wirken die Herren der Schöpfung ja relativ sympathisch auf mich, weshalb es mir fast schon Leid tut, die Scheibe quasi zu filetieren, aber es nützt nichts: Mit „Crimson“ wird kein Blumentopf gewonnen, weder beim Kauf, noch beim Hören. Bestenfalls dient dieser Langspieler als Auswahl an Abspann-Tracks diverser B-Horror-Movies.

Sollte man also das Bedürfnis verspüren, sich ein Ei (oder zwei) zu pellen, untermalt „Crimson“ derartige Vorhaben mit Bravour. Ertragreicher wird es ab da aber auch nicht mehr.

Als würden THE WANDERING ASCETIC ihre neueste Veröffentlichung selber kommentieren:

„No one even cares. No one listens to you.“ - Gut nachvollziehbar.
(Meine Fresse, diese belanglosen Bass-Soli in Track 4 und 7… was tun die weh!)

Anspieltipps: Beast of Burden, sonst eher nichts.

Bewertung: 3,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Eva Braun
02. I Sing the Body Electric
03. The Exorcism of Mrs. Doe
04. The Gods Bleed!
05. Beast of Burden
06. The Will to Live
07. To Hell, back and to Hell again
08. Here for the Good Things
09. Assassins
10. Orang Laut

 

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