22.02.2020 05:59 Alter 42 days
Kategorien: T-V
Von: MAIK

TOTAL ANNIHILATION – …On Chains Of Doom (2020)

(6.029) Maik (9,3/10) Thrash Metal

Label: Czar Of Crickets Records
VÖ: 07.02.2020
Stil: Thrash Metal

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Meine Fresse, was für ein Brett! TOTAL ANNIHILATION aus der behaglichen Schweiz fahren ein gar überhaupt nicht behagliches Geschütz auf, und brezeln uns klassischen Thrash aufs Gehör, dass es eine Freude ist. Wenngleich die Themen, welche die Knaben besingen, nun nicht wirklich Grund zum Freuen darstellen. Hauptsächlich geht es um den Krieg. Und zwar um die hässlichen Aspekte, die bei diesem Akt der Barbarei zum Tragen kommen. Und wer jetzt mit den Augen rollt, und „bääääh, schon wieder Krieg!“ stöhnt: es ist nun mal leider das Feld menschlicher Betätigung, bei der unsere Spezies eine fast schon pathologisch zu nennende Begeisterung entwickelt, massenhaft wertvolle Ressourcen für eine Handvoll Scheiße in den Sand zu setzen.

Andere Themen stellen sich bei „Reborn in Flesh“ zum Besingen zur Vergnügung. Wer die Hellraiser-Filme kennt und mag, wird hier voll bedient. „Black Blood“ handelt von einer recht unangenehmen gesundheitlichen Geschichte, die man septischer Schock nennt. Scheint recht oft vorzukommen. Musikalisch fallen einem als Reminiszenzen KREATOR und vor allem SODOM ein. Letzteres vor allem, weil der Vokalist doch ab und an den guten Angelripper erinnert. Rifftechnisch wird hier auch fettestes Geschütz aufgefahren. Da sind Dinger dabei, mit denen sich nicht mal SLAYER schämen müssten. Nach deren letzter Gurke von Live-Album eh nicht mehr. Dabei wird hier keineswegs abgekupfert oder nachgeahmt. Nee, Brüder und Schwestern, die Band reiht sich gleich mal selbst in die vorderste Phalanx des traditionellen Thrashs ein. Das Album wird auch immer wieder mal aufgelockert durch passende Samples. Das einleitende „Falling Fast“ beispielsweise durch zusammengesetzte Aufnahmen von über Kriege berichtende Nachrichtensprecher. Der Hellraiser -Song natürlich mit einem Pinhead-Zitat. „…On Chains Of Doom“ mit quietschenden Panzerketten- womit auch gleich klargestellt wird, um was für Schicksalsketten es sich hier handelt, und „Black Blood“ mit einem Autopsiebericht. Cool auch der schleppende, ASPHYX-mäßige Mittelteil in „Iron Coffin“, der auch musikalisch die klaustrophobischen Zustände in so einem „eisernen Sarg“, einem U-Boot nämlich, passend rüberbringt.

Die ganze Scheibe ist ein reines Fest europäischen Thrash Metals klassischer Bauart und die Songs knallen alle gleichmäßig auf die Mütze, und ich hatte gewaltige Mühe, aus der Masse von Krachern zwei Anspieltips auszuwählen. Gewaltige Riffs werden aufs Schlachtfeld geballert und der Sänger klingt so richtig schön oldschoolig dreckig. Ein Dickes Daumen hoch nach Basel! Kaufen!

Anspieltipp: „Falling Fast“ und „Iron Coffin“

Bewertung: 9,3 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Falling Fast
02. Reborn In Flesh
03. Iron Coffin
04. Dead Souls
05. …On Chains Of Doom
06. Experience The Terror
07. Tunnelratten
08. Black Blood

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