22.01.2020 11:08 Alter 26 days
Kategorien: T-V
Von: TIMO

TOTENHEER – Die schwarze Spinne (2020)

(5.972) Timo (8,0/10) Black Metal

Label: Bergstolz Records
VÖ: 24.01.2020
Stil:
Black Metal

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Auch die Luzerner Black Metal Dudes von Totenheer läuten das Jahr mit einem neuen Album ein. Auf der zweiten Langrille haben sie sich einer opulenten Konzeptidee angenommen und vertonten die Novelle „Die schwarze Spinne“ von Jeremias Gottelf (1842), in der es um einen Pakt mit dem Teufel geht, die sich im Berner Mittelland zuträgt. Auf 74 Minuten Spielzeit haben sie der Entfaltung der gesamten Geschichte der besagten Novelle großzügig Platz eingeräumt. Die gleich zu Beginn eingesetzten Hackbrettklänge funktionieren wunderbar zur Einstimmung in die traditionelle Lebenswelt der Bauern, in die Schweizer Landschaft aus Wiesen, Wäldern und Bergen.

Den Black Metal den die Jungs hier spielen ist deutlich geprägt vom osteuropäischen Stil den Bands wie Obtest oder Maniac Butcher, aber er erinnert auch sehr an ältere Bethlehem, gerade wegen der deutschen Sprache, gleich wenn die Texte hier weniger verstörend sind, dafür aber verständlicher. Das funktioniert auch gleich ziemlich gut nach dem Intrumental mit dem Opener „Der Komthur“ mit zeitweise reichlich Geschwindigkeit, Totenheer verstehen es hier vorzüglich das Stimmungsbild der Geschichte wiederzugeben. Musikalisch wird selten ausufernd gepoltert, vielfach wird auf reichlich durchdachte Strukturen gesetzt, die mit schönen Melodiebögen und auch traditionellen Metal seine eigene Sparte erklimmt. Das die Schweizer auch das Tempo gut variieren können zeigen sie bei den schleppenden Beigaben zu „Taufsakrament“ oder beim wunderbar groovenden „Die schwarze Spinne“.

Totenheer ist ein vielfältiges zweites Album geglückt, was auf der immensen Länge dieses Werkes jedoch manchmal auch ein wenig zäh wirkt und Songideen wie bei „Kindsraub“ hätte man womöglich auch noch woanders gut einbinden können. Mit ein wenig mehr Kompaktheit wäre hier punktetechnisch noch ein wenig mehr drin gewesen, ansonsten bleibt ein wirklich gutes zweites Album der Männers vom Vierwaldstättersee, die mit musikalischer Weitsicht den Black Metal Horizont erweitern und fernab der üblichen Gangart gute Akzente setzen.

Anspieltipps: „Der Komthur“, „Die schwarze Spinne“

Bewertung: 8,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Einklang
02. Der Komthur
03. Leibhaftiger Dämon Luzifer
04. Pakt mit dem Teufel
05. Feuerschweif
06. Taufsakrament
07. Höllenbrut
08. Die schwarze Spinne
09. Kindsraub
10. Verbannung
11. Die Verwandlung
12. Komthurs letzter Ritt
13. Martyrium
14. Ausklang

 

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