15.11.2019 15:24 Alter 25 days
Kategorien: T-V
Von: VONNI

UNE MISÈRE – Sermon (2019)

(5.862) Markus Vonhoff (8,5/10) Metalcore

Label: Nuclear Blast
VÖ: 01.11.2019
Stil: Metalcore

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Nuclear Blast schicken im trüben November mit Une Misère eine hoffnungsvolle junge Band ins Rennen, die sich mit puristischem Metalcore und einer extrem harten Gangart Gehör in der Szene verschaffen wollen. Seit 2016 gibt es die Truppe bereits, die entgegen der Schönheit ihres Heimatlandes, Island, diese im Sinne der Musik für nebensächlich erklärt. Schöne Melodien gehören demnach nicht zum bevorzugten Stilmittel auf dem kürzlich erschienenen Debütalbum „Sermon“, vielmehr ist es diese reine Überdosierung von Kraft, Wut oder auch Tod und Trauer, die zeitweise in spektakulärer Weise auch mal musikalische Grenzen des Metalcore und Blackened Death Metal („Overlooked//Disregarded“, „Burdened// Suffering“) miteinander verschmelzen lässt.

Einige größere Auftritte in der Vergangenheit, wie auf dem Summer Breeze oder Wacken, haben die Jungs Ideen technisch förmlich aufgesaugt, die Produktion eines ersten Albums war die logische Konsequenz. Mit dem an die Isländer angedockten Flaggschiff Nuclear Blast im Rücken, hat man schnell auch den passenden Background gefunden.

Aber wohin soll die Reise jetzt gehen? Zugegeben, je mehr man sich mit diesem Album beschäftigt, umso mehr versteht man diese Art von tugendhafter Musik. Hingabe und Leidenschaft muss nicht immer in einem schönen melodischen Break enden, im Gegenteil, lässt uns Une Misère mit der ein oder anderen Denkaufgabe zurück. Es sind die kleinen Akzente die zum Nachdenken anregen…..hier mal etwas das nach Djent riecht, an anderer Stelle gibt es den Hauch von bissigen Blackened Death Klängen zu hören. Eigentlich tun die Jungs im Augenblick nur das, was sie wollen, ihre eigene Musik auf einem Debütalbum zu verewigen, wie es zig andere vor ihnen auch getan haben. Man lässt sie gewähren, denn interessante Ansätze sind exklusiv erkennbar.

Die Jungs haben ihre ursprünglichen Wurzeln im Hardcore, das wird songübergreifend mit allen verzweifelten und wütenden Ausbrüchen auch immer wieder deutlich erkennbar. Titel wie „Failures“ oder „Damages“ sind das beste Beispiel für eine ausgewogene Hardcoremischung mit exzessivem Härtegrad. Hier kommen mir sofort Code Orange in den Sinn, die auf ähnlichem Level agieren können. Mit hemmungsloser Aggressivität transportiert das Sextett durchweg ein Feuerwerk von kaltblütigen Breaks und gewaltsamen Rhythmuswechseln, die dem eigenen Liedgut zwar jede Spur von Mitleid entreißen, auf der anderen Seite aber diese rücksichtslose Spielweise auf ein ganz neues Level hievt.

Mit „Sermon“ haben Une Misère den perfekten Soundtrack für die dunkle Jahreszeit erschaffen. Bedenkt man, das es sich hier um ein Debüt handelt, darf man auf die weitere Entwicklung mehr als nur gespannt sein.

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Sin&Guilt
02. Sermon
03. Overlooked//Disregarded
04. Burdened//Suffering
05. Fallen Eyes
06. Beaten
07. Grave
08. Failures
09. Damages
10. Offering
11. Spiral
12. Voiceless

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