21.02.2019 17:42 Alter 1 year
Kategorien: W-Z
Von: MAIK

WALLS OF BLOOD – Imperium (2019)

(5.300) - Maik (8,3/10) Power Metal

Label: Metalville/Rough Trade
VÖ: 22.02.2019
Stil : Power Metal

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Was macht man als Musiker, wenn es einem langweilig ist? Klar, man gründet ein neues Bandprojekt. Und wenn man nicht selbst singen will oder kann, sucht man sich eben einen anderen Sangeskünstler. Glen Drover (Ex-KING DIAMOND, ex- MEGADETH) ist da ein wenig gierig gewesen, und hat für sein neuestes Projekt gleich 8 mehr oder weniger bekannte Gesangsakrobaten verpflichtet, darunter auch Namen wie Chuck Billy und Tim „Ripper“ Owens. Das Ergebnis heißt WALLS OF BLOOD und die dazugehörige Scheibe nennt sich „Imperium“. Nun haben derartige Projekte ja immer ein wenig den Geruch des Namedroppings an sich, und so ganz kann ich diesen Gedanken auch nicht aus meinem Kopf bekommen.

Das Album beginnt recht furios, mit einem amtlichen Thrash-Riff, welches „Leave This World Behind“ einleitet. Gesangtechnisch ist hier Nils K. Rue zugange, wobei die Mucke dann recht progressiv wirkt, teilweise an frühe QUEENSRŸCHE oder AGENT STEEL erinnert, doch schon bald wandelt sich das Klangbild in einen eingängigen Power Metal Track, der sogar einen gewissen Mitsingcharakter entwickelt. Teilweise kommen sogar proggy woggy Synthies zum Einsatz. Das klingt jetzt alles recht verfahren, aber ich fand den Song gleich beim ersten Durchhören Hammer. Leider können WALLS OF BLOOD den Standard nicht ganz halten, denn teilweise wirkt der ständige Sängerwechsel doch etwas irritierend. Und dann fehlt es einigen Songs auch etwas an einer klaren Linie. Zum Beispiel wirkt „Discordia“ doch etwas zerfahren, als könnten sich die Musikanten nicht wirklich darauf einigen, ob sie jetzt Speed, Thrash, Power oder Prog spielen wollen. Vielfalt ist ja okay, und kann auch reizvoll sein, aber sich die ganze Zeit zwischen 5 Stühlen herumzubewegen….naja….muß einem gefallen. Auch finde ich, kommen einige Sänger gar nicht so zu zum Agieren, wie sie eigentlich könnten. Vom Auftritt des „Rippers“ hatte ich als JUDAS PRIEST- Maniac mir echt mehr versprochen. Der selbstbetitelte „Walls Of Blood“ sticht dann wieder aus der Gesamtmucke heraus, weil der Track nun wirklich ein waschechter-Thrash-Brecher ist. Riffs und Soli lassen die MEGADETH/KING DIAMOND- Vergangenheit des Gitarreros erkennen, und haben auch eine gewisse Klasse.

Alles in allem hat sich das „Imperium“ am Ende doch eher wie ein kleines Fürstentum präsentiert. Schön, nett und ansehbar, auch recht gut regiert, aber irgendwie doch recht weit von jeglichem Weltherrschaftsanspruch entfernt. Mit dem fünften, sechsten Durchhören hat man sich ganz gut mit dem Stoff angefreundet, und es bleibt als Fazit: „Imperium“ ist ein veritables, gutes Power-Metal-Album, welches einerseits angenehm zu Hören ist, andererseits auch mit einer gewissen Vielfalt daherkommt. Zwar ohne herausragende Highlights, aber auch nicht wirklich mit eklatanten Tiefpunkten. Für den, der wirklich alles braucht, zu empfehlen.

Anspieltipp: „Leave This World Behind“ und „Walls Of Blood“

Bewertung: 8,3 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Leave This World Behind
02. Discordia
03. Waiting To Die
04. Blood Sacrifice Ritual
05. Tarnished Dream
06. Walls Of Blood
07. The Fault Of Man
08. Darl Lords Of Sleep
09. Junkhead (Alice In Chains-Cover)
10. Seven Spirits

 

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