07.06.2016 12:11 Alter 4 yrs
Kategorien: W-Z
Von: WALTER

WALTER PIETSCH "Once you Rock, Never Forget" (2016)

(2.830) - Walter (7,5/10)

Label: SAOL / H’ Art
VÖ: 10.06. 2016
Stil: Rock

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Als Gitarrist und Songwriter von Axxis hatte dieser Mann entscheidend dazu beigetragen, dass deren erste Scheibe zu einem Klassiker der deutschen Hard Rock-Geschichte werden sollte. Zweifelsohne, denn noch heute kommen Bernhard Weiss und seine Mannschaft nicht dran vorbei bei Konzerten auf Material von “Kingdom Of The Night“ zurückzugreifen.

Daher ist auch nur logisch, dass Walter Pietsch, der nach zehn Jahren bei Axxis 1998 seinen Dienst quittierte und eine Schaffenspause einlegte, die erst jetzt nach 18 Jahren beendet wurde, sich erneut Material dieses Meilensteins vorgenommen hat um diesen für sein erstes Solo-Album zu verwenden. Dennoch ist “Fire And Ice“, das in akustischer Version nichts von seinem Glanz eingebüßt hat, keineswegs das einzige „Ohrwürmchen“, mit dem der zuletzt vorwiegend als Produzent aktive Gitarrist aufwarten kann. Keineswegs, das Album – das völlig zu Recht seinen programmatischen Titel bekommen hat - stellt zum einen unter Beweis, dass der „Rock-Virus“, sollte er sich einmal im Körper eines Menschen festgefressen haben, auf ewige Zeiten in diesem verweilen wird und zum anderen, dass man offenbar das Schreiben von Songs nicht wieder verlernt, auch wenn man diese Fähigkeit lange Zeit nicht ausüben musste.

Einige der Tracks auf “Once You Rock, Never Forget“ sind zwar nunmehr eher im Blues zu verorten als im Rock und auch wer auf wirklich heftig Material wartet, geht definitiv leer aus. Ein „Nummer-Sicher“, sprich Axxis 2.0-Album, hat Walter aber auch nicht geliefert, sondern eines, das zum einen die Wurzeln eines in Würde gereiften Rockers offenlegt, auf der anderen Seite aber auch dessen immer noch vorhandenen Mut zu Experimenten, der unter anderem im elektronisch untermalten “Kill The Schwachsinn“ zu bemerken ist.

Noch wichtiger jedoch erschient, dass man Herrn Pietsch neidlos attestieren muss , mit jeder Menge Gefühl zur Sache zu gehen und als Hörer zu jeder Sekunde zu bemerken, wie sehr ihm die Chose am Herzen gelegen ist. Zuletzt bleibt noch festzuhalten, dass sich Walter zwar selbst keineswegs als begnadeten Sänge betrachtet, er es aber ohne jeden Zweifel geschafft hat mit den ihm zur Verfügung stehende „Mitteln“ seine Gefühle auf intensive Weise zu vermitteln.

Kurzum, ein von Grund auf ehrlich gemeintes Album, das jener Intention, die er in “Let The Music“ kundtut zu 100 % entspricht. Willkommen zurück!

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Deep Inside
02. The Window
03. Once you Rock
04. Rule the World
05. Kill the Schwachsinn
06. Fire and Ice
07. Down to Broadway
08. Let the Music
09. Kingdom’s Sun
10. Let it Rain
11. Unheard
12. Epilogue

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