Durchwachsen oder großartig? Unser Bericht

30.07. bis 04.08.2019 @ Wacken


Dienstag & Mittwoch   Donnerstag   Freitag   Samstag

Nachdem die letzten Wochen vor dem W:O:A traditionell die Vorfreude durch die Infrastrukturupdates von Harry Metal über Facebook und YouTube entfacht bzw. geschürt wurde, war es dann endlich soweit: Am Dienstag ging es direkt nach der Arbeit los, einmal querfeldein durch Schleswig Holstein über die Dörfer nach Wacken! Aber kaum im Dunstkreis des Festivals angekommen, blieben wir im unvermeidlichen Stau stecken. Egal, das gehört dazu. Also Mucke aufgedreht, und ausgestiegen wie die anderen Metalheads auch. Zumindest war das der Plan. Letzten Endes war es dann meine Frau, die draußen mit den anderen Wartenden gequatscht hat während ich, geschafft von der Arbeit, glatt nochmal eingepennt bin. „So war’s jetzt nicht gedacht, toller Anfang!“ dachte ich noch als ich wieder wach wurde, aber dann ging es relativ zügig auf den Campground und das große Suchen nach dem Camp unserer Freunde auf „D“ fing an. Irgendwann sind wir dann angekommen, nach kurzer Zeit stand das Zelt und das erste von noch vielen weiteren Bieren wurde angerissen. Zwischendurch nochmal zur Bandausgabe und auf der neugeschaffenen Camping Plaza umgeschaut. Gleich zu Beginn war eine Steilwand aufgebaut, in der zeitweise 3 todesmutige Männer gleichzeitig nebeneinander freihändig an der senkrechten Wand im Kreis fuhren – und zwar bis kurz vor die obere Kante! Respekt vor so viel Können und Eiern aus Stahl! Diese Jungs nehmen für Ihre Darbietungen keinen Eintritt und finanzieren sich offenbar nur durch Spenden des Publikums, die dann auch reichlich von oben auf die Athleten hinabregneten nach dem Hinweis darauf, dass keine einzige Krankenkasse die drei Akrobaten versichert wegen ihres überaus gefährlichen Berufes.

Direkt nebenan war eine kleine Werner-Welt inkl. Red-Porsche-Killer aus Holz zum Draufsetzen auch für Nichtbiker. Der Wacken-Merch-Stand nebenan war praktisch durchgehend belagert und es gab keine Chance dort an das obligatorische Festival-Shirt zu kommen. Egal, weiter. Am riesigen Kaufland Metal Markt vorbei, der offensichtlich auf reges Interesse stieß, nicht zuletzt auch wegen des günstigen Mineralwassers und der Eiswürfel, die bei der Wärme mehr als angebracht waren, auch wenn es später natürlich die üblichen Lamentierer gab, die den wachsenden Kommerz beklagen. Klar, wenn ich zuhause einkaufe, dann schnitze ich mir mein Bier und alles andere auch aus der Hüfte und kaufe es nicht im Supermarkt. Tsss… Neu ist auch die fertige Rainbow Bar, die unüberschaubar dem unvergesslichen Lemmy gewidmet ist. Leider ist die Bar derartig gut versteckt, dass sich (zumindest als ich da war) niemand dorthin verirrte. Schade, da wurde eine gute Chance, das Andenken an Lemmy wach zu halten verschenkt. Aber vielleicht steht die Bar das nächste Mal ja an prominenterer Stelle?

MITTWOCH

Die zuhause vorbereitete „Personal Running Order“ sah eigentlich vor, dass ich ab Mittag die ersten Bands ansehe, aber irgendwie war das letzte Bier am Vorabend wohl irgendwie schlecht und außerdem regnete es immer wieder. Zwischendurch wurde sogar wegen einer offiziellen Unwetterwarnung der Konzertbetrieb eingestellt, aber nach kurzer Zeit wieder aufgenommen. Wer nicht schon ganz früh auf den Beinen und in das Bullhead-City-Circus-Zelt (versucht das mal betrunken 5-mal ganz schnell hintereinander aufzusagen…) geeilt war, hatte für den Rest des Tages keine Chance mehr reinzukommen und konnte dem Treiben im Innern über die bereitgestellten Screens folgen. Aber das ist wie Fernsehen und nichts für mich, also ab ins Camp und Erfrischungsgetränke genießen! Zumal wir bereits frühmorgens überraschend von einer kleinen Abordnung eines befreundeten Motorradclub mit Zelten „umzingelt“ wurden. An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an die Gurken aus dem Spreewald, es war uns ein Fest! Letzten Endes verstrich der Mittwoch so komplett ohne Bands für mich, aber es war eine gute Einstimmung. Also was soll‘s, musikalisch so richtig interessant wird es eh erst ab Donnerstag auch wenn ich ganz gern bei Skew Siskin, Axxis, Rose Tattoo und den Sisters of Mercy reingeschaut hätte, die dem allgemeinen Vernehmen nach gewohnt gut abgeliefert haben sollen! [karsten]

Am Mittwoch ging es für uns bereits sehr früh los nach Wacken, denn ich durfte das erste Mal auf die Bühne. Pünktlich um 1:00 Uhr morgens setzten wir unsere Fahrt zum Holy Ground an.

Gegen 5 Uhr waren wir dann endlich da und bekamen den ersten Schock. Der Check In öffnete nicht um 8:00 Uhr morgens, wie vorher ausgeschrieben, er öffnete bereits um 6:00 Uhr. Da meine Jungs von VICTIMS OF MADNESS bereits auf dem Zeltplatz waren, lief ich schon los. Am VIP Campground angekommen traf mich die nächste Backpfeife. Der Zeltplatz war bereits mehr als gut befüllt OBWOHL der auch erst am 31.7. um 10:00 Uhr öffnen sollte. Ein netter Ordner sagte mir dann, dass der Platz bereits seit Montag geöffnet war. Was soll das? Naja, wir fanden unseren Platz doch noch irgendwie. So und nun kommt ein kurzer Abriss aus dem Leben eines Artists.

Pünktlich um halb 9 trafen sich alle Musiker der VICTIMS OF MADNESS am VIP Artist Produktion Zelt. Wir fuhren dann gemeinsam zur Beergarden Stage, wo wir das Wacken 2019 um 11:00 eröffnen sollten. Es lief alles nach Plan! Für eine Band ist der Opener meist Fluch oder Segen. In unserem Fall war es etwas aus beidem. Pünktlich um 11:00 Uhr ging es los. Wir spielten Songs von BULLET, AMON AMARTH, STEEL PANTHER oder auch JUDAS PRIEST. Die Leute kamen, wenn auch langsam, und feierten uns ab. VICTIMS OF MADNESS lieferten ab. Die Band ist eh schon seit 2002 so gut wie jedes Jahr beim WOA vertreten und hat bei den Wacken Jüngern längst Kult Status erlangt. Für mich persönlich war es eine tolle Erfahrung das einmal mitgemacht zu haben.

Nach der Show ging es dann erst einmal zurück, um das Lager vernünftig aufzubauen. Leider war es das auch schon fast vom Mittwoch. Wie liefen am Nachmittag noch über das Gelände und guckten uns den neuen vergrößerten Plaza an und sahen noch kurz den Auftritt von TORMENT. Diese Band feierte ebenfalls ihr 30. Band Jubiläum und man merkte ihnen den Spaß an. Die neue Wastland Stage lieferte auch genug Leuten Platz und vom Sound her hatte ich nichts zu meckern. Leider kam am Abend dann die nächste Klatsche für uns. Der Bullhead City Circus war so überfüllt, dass wir es leider nicht schafften SISTERS OF MERCY, SWEET und UFO zu sehen. Kein Einlass und keine Möglichkeit mehr überhaupt irgendetwas von den Shows mit zu bekommen. Schade. Ich wollte mir noch WITT angucken und gemeinsam zum Goldenen Reiter in meinen Geburtstag rein galoppieren aber nach einigen Frust Lemmys kam bei mir nur noch der Sandmann. [Jano]

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