WINTER HOSTILITIES 2019

EXUMER | PRIPJAT | REACTORY | ÜBERGANG

03.12.2019 – Berlin @ SO36


Es ist eine Krux. So ein großartiges Package und dann verlieren sich so Wenige in den Weiten des Berliner Kultclubs, doch momentan nehmen sich einmal mehr alle möglichen Bands die Butter vom Brot und touren, was das Zeug hält. Die Leidtragenden sind dann die Zuschauer, die vielleicht wollen, aber nicht können. Ein sehr bedauerlicher Umstand, denn mit diesem Billing konnte man an diesem furchtbar kalten Abend absolut gar nichts falsch machen.

Die ersten Leidtragenden waren die Göttinger Crossover Bollos von Übergang, die mit ihrem bärenstarken Album "Evolution" im Gepäck es einfach nicht verdient hatten, vor vielleicht 40 Nasen zu spielen. Für die, die erst später im Venue aufschlugen: Schämt Euch, denn Ihr habt eine Band verpasst, die voller Leidenschaft und Hingabe auf den Umstand des geringen Zuschauerinteresses einen großen Haufen schissen. Vor allem Frontrüpel Cliff Nastii war ein absoluter Blickfang und irgendwie gärte in mir mehrfach der Gedanke, dass ich dem Kerl lieber nicht im Dunkeln begegnen möchte. Machte definitiv Spaß und kann gerne in Zukunft häufiger vorkommen.

Als Pripjat zu „To protect and secure“ dann erstmals in die Saiten griffen, waren all jene vor der Bühne anwesend, die sich im SO36 auch tummelten. Soll heißen: Niemand ging aufs Klo oder eine rauchen, sondern erlebte hautnah mit, wie der Kölner Thrash-Express die Bühne komplett zerlegte und einen Gig auf die Bretter zauberte, der zum Besten gehörte, was ich bis Dato von den Jungs gesehen habe. Spielfreude pur und selbst die schwierigsten Riffs wurden von Kay und Eugen mit solch einer Leichtigkeit aus dem Ärmel geschüttelt, dass sich viele Alteingesessen vor Angst in die Hose machen müssten. Richtig klasse fand ich den Umstand, dass endlich das von mir so geschätzte „The sprawl“ von der großartigen Split EP "A glimpse beyond" Einzug in die Setlist fand und so umgesetzt wurde, wie es sich die Band selbst gewünscht hatte. Die Wände wackelten, das Publikum ging voll mit und am Ende machten die Jungs sogar noch Werbung für unser drittes ZOFF, bei dem Pripjat als Headliner aufspielen werden. Ich glaube, wir müssen vorher noch eine Gebäudeversicherung abschließen. Absolut mächtig und ein weiterer Schritt zur Herrschaft über den teutonischen Thrash Thron.

Intro
To protect and secure
Survival oft he sickest
Bowed, yet unbroken
The sprawl
Birth control
Born to hate
Chain reaction
kamen, sahen und rissen ab:
PRIPJAT
So gerne ich Reactory mag, doch gegen das gerade eben stattgefundene Gewitter hatte das Quartett ziemlich anzukämpfen…zumindest bei mir. Der Rest der anwesenden Thrash Manics feierte die Jungs gnadenlos ab, die sogar von ihrem im nächsten Jahr neu erscheinenden Album einige Songs zum Besten gaben. Ebenfalls knorke fand ich die Tatsache, dass Pripjat mit den Jungs extra den Slot tauschten, damit Reactory bei ihrem Heimspiel eine bessere Position im Billing hatten und ein wenig länger ihren Brachial-Thrash frönen konnten. Der Sound war fett und druckvoll und das Quartett gab auf der Bühne alles und wusste exakt, wie die über die Jahre hinweg erworbenen Stärken gewinnbringend einzusetzen waren. Starker Auftritt und immer wieder gerne.

Shell shock
Viral overdrive
Metal invasion
Graves of concrete
Speedboat piracy
Evolving hate
World of tomorrow
Blasphempus attitude
Heimspiel für
REACTORY
Wären Exumer nicht 25 Jahre in der Versenkung verschwunden, wo könnte diese unfassbar gute Band heutzutage stehen? Wenigstens hat man seit der Reunion im Jahr 2012 kontinuierlich Alben veröffentlicht, bei denen die Qualität vor der Quantität stand und immer noch steht und somit konnte man bereits im Vorfeld davon ausgehen, dass die Setlist einen schönen Querschnitt aus altem und neuen Material beinhalten würde, was Frontbollo Mem dann auch gleich nach dem zweiten Song bestätigte. Apropos Mem…was der Typ auf der Bühne abzieht, ist nicht von dieser Welt und man fühlt sich ein ums andere Mal versucht, ein wenig weiter vom Bühnenrand wegzugehen, um nicht die geballte Aggression des hyperagilen Frontmannes abzubekommen. Es gab Riffs en masse und Drummer Matthias verdrosch sein Kit nach Strich und Faden und sorgte damit für einen ordentlichen Bumms in der leider spärlich gefüllten Hütte. Machte aber absolut gar nichts, denn die die da waren, hatten ihren Spaß und genossen einen Thrash Gig, wie er hätte nicht optimaler sein können. Exumer waren in bestechender Spiellaune, hatten sämtliche Hits im Gepäck und empfohlen sich einmal mehr für höhere Weihen. Ein Garant für eine ausufernde Thrash Party und eine Konstante in der teutonsichen Thrash Szene. Auf bald, Freunde!

Intro
The raging tides
Brand of evil
Journey to oblivion
The weakest limb
Hostile defiance
Catatonic
Splinter
Fallen saint
Dust eater
Vermin of the sky
Raptor
A mortal in black
Carnage rider
Descent
I dare you
Dark reflections
Possessed by fire
Mem von Stein...
...und Ray Mensch. Die Legenden EXUMER


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