HEXVESSEL | ARKTAU EOS

18. Februar 2019 – Berlin @Urban Spree


Pünktlich zum Release des neuen Albums "All Tree" haben HEXVESSEL eine kleine Rundreise angetreten, die hauptsächlich Deutschland und die finnische Heimat bediente, zusätzlich noch je 1 Stopp in den Niederlanden und London.

An einem Montagabend war Berlin an der Reihe und es versammelte sich eine stattliche Anzahl Fans und Interessierter im kleinen, schicken Urban Spree Club. Ich kam ziemlich genau zum geplanten Beginn um halb 9 an und die Supportband ARKTAU EOS hub auch gerade an, perfektes Timing sozusagen. ARKTAU EOS kann man schlecht beschreiben, das muss man gesehen haben und versteht es trotzdem nicht. Mytisches Ambient-Zeug ohne Melodie, Rhythmus, Songstrukturen, ja nicht einmal Instrumente in dem Sinne und trotzdem ungemein fesselnd, sodass man es sich kaum wagt, mit jemandem zu sprechen oder gar so etwas profanes zu tun wie sich ein Bier zu holen. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob man das überhaupt Livemusik nennen kann, ob die Klänge am großen Sythie-Altar in dem Moment erzeugt wurden oder nicht. Sehr seltsam, ein großes Hä?, aber nicht uninteressant. Vielleicht am ehesten als die Steigerung von SUNN O))) zu beschreiben, auch was die Verkleidung angeht: Rituelle Gewänder, weite Mäntel und Kapuzen sind relativ verbreitet heutzutage, die beiden Gestalten von ARKTAU EOS hatten außerdem noch alte Kartoffelsäcke über dem Kopf (eine Mischung aus dem Ku-Klux-Klan und Ogie Boogie) und weil das immer noch nicht reichte, hat sich der Hauptakteur zwischendurch noch ein zusätzliches rotes Tuch übers Gesicht gelegt.

Nach einer kurzen Umbaupause wurde es voll auf der Bühne, denn HEXVESSEL waren nicht nur zu sechst, sondern hatten sowohl für Sänger Mat "Kvohst" McNerney als auch Klampfer Jesse Heikkinen je eine elektrische und auch eine akustische Gitarre bereitstehen und nach jedem Song wurde gewechselt. Nicht nur zwischen Akustik und E, sondern auch untereinander zwischen den Musikern. Selbst Antti Haapapuro, der die meiste Zeit im Hintergrund kniete und für Gongs, Weihrauch und sonstige Klänge zuständig war (bei der Bandvorstellung meinte Kvohst sinngemäß "Ich hab keine Ahnung, was er eigentlich macht, irgendwas Magisches") durfte auch einmal Gitarre spielen und da Kimmo Helén nicht gleichzeitig Geige und Tasten bedienen kann, wurden auch hier mal die Plätze getauscht. Die Band wirkte wie eine gut eingestimmte Familie auf der Bühne, der Sound war perfekt und klar (da nimmt man auch Nachstimm-Pausen zwischen den Songs in Kauf), die mehrstimmigen Gesangspassagen nicht immer ganz perfekt, dafür gefühlvoll und die Stimmung allgemein warm und fröhlich. Für die reichliche Stunde Spielzeit konnte man fast vergessen, dass man sich in einer großen Stadt befindet. Die Songauswahl stieß auch auf viel Gegenliebe: relativ viele Stücke vom neuen Album, "Cosmic Truth" vom Vorgänger war auch ein Muss in der Setlist und als kleines Bonbon "Johnny Gently" (aus dem Film "The Wicker Man", was zu HEXVESSEL passt wie der sprichwörtliche Deckel auf den Topf). Kvohst führte als sehr charmanter Gastgeber durch den Abend, bevor man gegen halb 12 in die Nacht entlassen wurde.

P.S. Ich hoffe, die Phönix-Zeichnung, die ein bezauberndes Mädel auf die Bühne gelegt hatte, ist bei den Musikern angekommen und wurde nicht nur von einem Roadie weggeräumt.


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