12.09.2019 14:28 Alter 1 year
Kategorien: H-J
Von: MAIK

HAMMERSCHMITT – Dr. Evil (2019)

(5.717) Maik (7,4/ 10) Heavy Metal

Label: Massacre Records
VÖ: 13.09.2019
Stil : Heavy Metal

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Als ich den Bandnamen HAMMERSCHMITT las, erwartete ich irgendetwas aus der Ecke Neue Deutsche Härte. Angenehm überrascht stellte ich jedoch schon bei den ersten Takten fest, dass die Band eher traditionellen Heavy Metal spielt. Okay, die haben mal 1987 als NDH-Combo angefangen, damals noch mit dem noch eigenartigeren Namen PIERROT, aber nach zehn Jahren hatten sie wohl keinen Bock mehr, und ein neuer Name und neuer Stil mussten her. Größtenteils sind die Knaben bei Bikertreffen und -festivals zugange, und dort dürften sie den Laden ganz gut rocken. Warum, darauf komme ich noch. Im Grunde liegen die Wurzeln im frühen 80er Metal, den HAMMERSCHMITT gut zerlegt und wieder neu zusammengesetzt haben. Das hat ein wenig den Nachteil, dass der Stoff einem immer irgendwie bekannt vorkommt. Zu vorhersehbar vielleicht, was aber live eben ganz gut rüberkommen dürfte, denn bei Bikerparties trifft man eher die Klientel 50+ . Und diese Sorte, ich weiß das, will nichts Neues, Unbekanntes hören. Die wollen was trinken, und zwischen Benzingesprächen und Stripshow ´ne fette Rockband, bei der man wahlweise das enthaarte Haupt oder die rundlichere Wampe wippen lassen kann. Da ich sowohl zur Altersgruppe als auch zum fahrbaren Untersatz passe (von der Wampe sprechen wir jetzt mal nicht….), kann ich das gut nachvollziehen. Die Songs sind also griffig, gehen sofort ins Ohr und man kann auch gleich mitsingen. Von dieser Seite her alles im grünen Bereich.

Auf Platte kommt die ganze Chose allerdings etwas verstaubt , wenig spektakulär und unspannend herüber, da man wirklich etwas zu sehr vorhersehbar musiziert. Alte MAIDEN oder FAITHFUL BREATH scheinen manchmal durch, der Chorus von „Fly“ erinnert etwas an W.A.S.P. und „Saints Of Rock“ ist ziemlich US-Metal-mäßig. Das Anfangsriff des eröffnenden Titelsongs erinnert an „Grinder“ von JUDAS PRIEST. Ob die abschließende Ballade „End Of Time“ jetzt hätte sein müssen, frage ich mich auch.

Wie gesagt, es ist nicht schlecht, und zumindest klauen sie auch nicht unverschämt. Doch was live vielleicht die Halle kochen lässt, reicht auf Platte nicht ganz , um in den hohen Olymp der harten Klänge aufzusteigen. Das Riff, das man ewig hören könnte, der Song, der einem tagelang im Ohr herumkreiselt…das vermisse ich ein wenig. Zu guter Letzt bleibt hier ein recht zwiespältiges Werk, zwar nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Solides Metal- Handwerk eben.

Anspieltipp: „Dr. Evil“ und „Metalized“

Bewertung: 7,4 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Dr. Evil
02. Restart Your Fire
03. Say My Name
04. Fly
05. War
06. Metalized
07. Saints Of Rock
08. Tonight
09. Living Dead
10. Unreal
11. Lost In Gods
12. End Of Time

 

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