09.09.2019 15:57 Alter 1 year
Kategorien: K-M
Von: SIGGI

KURGAN - Yggdrasil Burns (2019)

(5.709) Siggi (8,5/10) Melodic Death Metal

Label: Massacre Records
VÖ: 20.09.2019
Stil: Melodic Death Metal

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Ich lese das Wort Yggdrasil und mir schwant Böses. Schon wieder so eine „Viking-Truppe“, die Amon Amarth & Co. in nichts nachzustehen scheint und schon wieder alle verfügbaren Drachenboote mit kriegsbemalten Kriegern gen Walhalla segeln. Vielleicht ist dem ja auch so und meine Erwartungen (nicht gleich Befürchtungen) werden weitestgehend erfüllt, also gehe ich nicht ganz so unvoreingenommen an dieses Review.

Die Band Kurgan ist ein Quintett aus Fårevejle, Odsherred, Seeland (Dänemark), die Jungs haben sich 2014 zusammengeschlossen und sich dem Melodic Death Metal verschrieben, dessen lyrische Inhalte der Tod, die nordische Mythologie, Schlachten, Blut usw sind. „Also bis jetzt erfüllen sich alle Erwartungen und Vorahnungen“, denke ich mir und recherchiere während des ersten Durchlaufs weiter. Der Begriff "Kurgan" ist ein Lehnwort aus den ostslawischen Sprachen (indirekt aus der türkischen Sprache), das dem archaischen englischen Begriff "barrow" (Karren) entspricht, der auch unter dem lateinischen Lehnwort "tumulus" und Begriffen wie "burial mound" bekannt ist. Find ich interessant und vor allem nicht stumpf oder plump.

Nach dem 2016er selbstbetitelten Demo folgt nun am 20.09.2019 die Veröffentlichung des Debütalbums „Yggdrasil Burns“ über das Label Massacre Records. Auf der Langrille erwarten den Fan 10 Melodic Death Songs auf guten 48 Minuten. Ich verzichte hier bewusst auf Melodic Viking, denn auch wenn das textlich die Inhalte sind, ist die Musik doch so erfrischend anders, aber dazu kommen wir ja auch erst jetzt.
Mit „Hellstorm“ startet das Album schon recht typisch und so, wie man es von den Nordmännern erwartet, jedoch auch irgendwie moderner, nicht so verstaubt. Das Gleiche bei „The Fall Of Asgard“ und auch beim Titeltrack „Yggdrasil Burns“, doch was Kurgan von den anderen Drachenbootfahrern und Streitaxtschwingern unterscheidet, ist die Frische, das Aufnehmen anderer Einflüsse und Genres (z.B. Old School Heavy Metal). „Send Me A Raven“ & „Kill The Enemy“ beweisen genau auch diese These. Martialische Vocals treffen auf eine sehr gute melodische Gitarrenarbeit und abwechslungsreiches Drumming, was im Übrigen auch für alle anderen Songs des Albums gilt. Hervorheben möchte ich „Over The Lands, Into The Sea…“, dieser Song (besonders in Verbindung mit dem Video) strahlt besonders aus, wieviel Spaß die Dänen am Tun und an Ihrer Musik haben und das macht es ja auch aus und das spürt man auf diesem Album in jeder Minute des Hörens.

Kurgan haben mit Ihrem Debütalbum „Yggdrasil Burns“ wirklich ein gelungenes Achtungszeichen in der Melodic Death Metal Welt gesetzt. Das sehr gut von Tue Madsen abgemischte Album überwindet die Grenzen der verschiedenen Metal Subgenres spielend, das Coverartwork stammt von Dragan Paunovic.
Fun Fact am Rande: Laut der Band wurden während der Proben und Kompositionen dieses Albums ungefähr 16.000

Biere vernichtet. Na wenn das mal nichts Neues aus Dänemark ist :) - Illdisposed waren für derartige News auch immer gut.

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Hellstorm
02. The Fall Of Asgard
03. Yggdrasil Burns
04. Send Me A Raven
05. Kill The Enemy
06. Rise
07. Für Lise
08. Evil Dead
09. Regicide (The King Has Fallen)
10. Over The Lands, Into The Sea…

 

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