21.09.2020 06:06 Alter 29 days
Kategorien: Q-S
Von: PATRICK

SCORGED – Scorged (2020)

(6.504) Patrick (7,5/10) Groove Metal

Label: El Puerto Records
VÖ: 25.09.2020
Stil: Extreme / Groove Metal

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Puhhh, jetzt wird es richtig schwierig in meiner noch jungen „Laufbahn“ als „Review Schreiber“. Ich habe zum ersten Mal ein Album auf dem Tisch, was laut Pressetext eigentlich so überhaupt nicht zu meinem eher „altbackenen“ Geschmack passen will.....ganz im Gegenteil, es schürt ganz schlimme Erwartungen! Es kommt hier eine Mischung aus LAMB OF GOD, KATAKLYSM, PANTERA, SATYRICON und SLIPKNOT auf mich zu. Bei so viel „Werbung“ und „Namedropping“ schrillten erstmal ALLE Alarmglocken und ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Schließlich werden hier drei Bands aufgezählt, welche bei mir so gar nicht durch die heimische Anlage fegen und das wohl auch in meinem restlichen Leben nie mehr tun werden. Ich hatte wirklich keine Lust, mir das anzuhören…aber gut, es muss ja gemacht werden. Also drückte ich etwas zittrig und frei nach dem Motto „Augen zu und durch“ auf „play“ und harrte der Dinge, die da kommen sollten.

Bereits nach den ersten Klängen der Platte musste ich mir allerdings fairerweise eingestehen, dass die anfängliche Skepsis und die damit verbundenen Befürchtungen sich letztendlich als gar nicht so schlimm herausstellten und sich sogar.....je länger die Scheibe im Player drehte, ein klein wenig Begeisterung in meinem „Old School Herzen“ breit machte.

Wie nicht anders zu erwarten, beherrschen ein relativ moderner Sound und sehr Break lastige Rhythmen das Geschehen auf dem selbst-betitelten Debütalbum der erst 2016 gegründeten Band aus dem Saarland, aber die Jungs machen das was sie hier abziehen in keiner Weise schlecht. Das liegt zu einem Großteil daran, dass die Band offensichtlich genau weiß, wie sie ihre Vision der eigenen musikalischen Erzählungen, mittels instrumentalem Können und mit gesellschaftskritischen und wütenden Texten, dargeboten von einem amtlichen, stets angepissten Brüllwürfel in Szene zu setzen vermag.

Einzig, die klare Linie oder das klar definierte Genre ist (für mich) noch nicht so ganz erkennbar. Evtl. ist dies aber auch beabsichtigt, oder einfach meiner Ahnungslosigkeit, was diese Mucke betrifft geschuldet. Es erwartet den Hörer also ein buntes Potpourri aus Thrash-, Death- und Groove Metal mit ein paar Hardcore Versatzstücken und so ist eigentlich fast alles vertreten, was man im Extrem Metal Bereich finden kann. Umso weniger verwundert es dann auch, dass z.B. im sechsten Song „Oppressor“ noch ein paar Blastbeats und groovige Grind-Passagen auszumachen sind.

Ab und an wird sogar fast die reine (melodic) Death Metal Linie gefahren und genau an diesem Punkt finde ich die Scheibe richtig gut. Der dritte Song „Wasted“ ist so ein Beispiel, ist trotzdem alles andere als altbacken und kippt gegen Ende hin wieder ein bisschen ins Moderne, könnte aber so auch durchaus auf einem neueren DESERTED FEAR Album stehen. Auch „Surveillance“, für mich der mit Abstand beste Song des Albums, schlägt in eine ähnliche Kerbe. Schön melodisch, extrem nach vorne schiebend und mit einem geilen, einprägsamen Chorus versehen, machen die Jungs hier definitiv vieles richtig!

Das Ganze Paket wurde mit einem recht ansprechenden Cover Artwork (welches allerdings viel mehr Death Metal impliziert) versehen und da auch der Sound der Platte echt fett und schön organisch aus den Boxen donnert, habe ich trotz anfänglicher Zweifel mächtig viel Spaß an diesem kurzweiligen Werk. Das wird jetzt sicherlich meinen potenziellen Musikgeschmack nicht grundlegend beeinflussen, aber dennoch bin ich sehr positiv überrascht! Auf die nächste Platte bitte einfach mehr….oder am besten NUR Songs vom Kaliber eines „Surveillance“ pressen und ich wäre trotz der relativ modernen Ausrichtung rundum zufrieden. Ich bleibe auf jeden Fall am Ball!

Offene Hörer, welche sich zur Zielgruppe der oben genannten Bands zählen…SATYRICON mal ausgenommen, denn die höre ich da nun wirklich nicht raus, können gerne noch einen Punkt dazu addieren.

Anspieltipps: „Surveillanceund „Wasted


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Vengeance
02. Black Crowned Enemy
03. Wasted
04. Hell Glows Hot
05. Surveillance
06. Oppressor
07. Malignant Psychosis
08. Deep Contempt
09. Integrity
10. Materialism

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