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ARMORED SAINT (2015)

"Win hands down" (1.800)

Label: Metal Blade
VÖ: 29.05.2015
Stil: Power Metal
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Wenn man abends in einer lauschigen Runde mit oldschool Metallern zusammensitzt und darüber diskutiert, welche Band von früher am meisten unterbewertet war oder ist und eigentlich den großen Durchbruch verdient gehabt hätte, fallen eigentlich immer die gleichen Namen: Metal Church, Anvil und natürlich Armored Saint, bei denen Frontmann und Ausnahmesänger John Bush ja nun auch schon einiges durchgemacht hat. Erst das von ihm 1983 ausgeschlagene Angebot, bei so einer komischen Nachwuchsband namens Metallica den Sängerposten zu übernehmen und dann der in meinen Augen würdelose Umgang bei Anthrax. Dazu in schöner Regelmäßigkeit Alben mit Armored Saint, die vom kompositorischen her die beiden Erstgenannten teilweise locker in die Tasche gesteckt hatten…doch wie bereits erwähnt…der große Erfolg blieb den Kaliforniern stets versagt.

Daran wird auch das neue und nunmehr siebte Album „Win hands down“ leider nichts ändern, was definitiv nicht an den Songs, sondern vielmehr an der mangelnden Medienpräsenz und der nicht vorhandenen Massenkompatibilität liegen wird. Doch das ist beileibe nicht schlecht, denn so sind AS von jeglichem Druck befreit und können das machen, was sie am besten können: Lupenreinen, virtuosen und herrlichen Heavy Metal in Reinkultur zu zelebrieren, ohne sich einen Dreck um eine vorherrschende Meinung zu scheren.

Nach einer fünfjährigen Pause und einem nicht ganz so starken „La raza“ Album wäre vielleicht der einzige Kritikpunkt, dass Joey Vera, Gonzo und Phil Sandoval, Jeff Duncan und der einzige amerikanisch Bush, dem man gerne zuhört, lediglich 9 Songs eingespielt haben, die aber trotzdem weit über dem Niveau so manch anderer Genre Kollegen sind und einfach Spaß machen, rauf und runter gehört zu werden.

Das beginnt schon beim Opener und Titeltrack, bei dem man sofort den Refrain mitgröhlen kann und der jazzige Mittelpart zu begeistern weiß, geht weiter über den mit einer Sitar veredelten „Mess“, den Ohrwurm „Muscle memory“ (glaubt mir, der Refrain frisst sich sofort ins Ohr) und dem mit einer Gastsängerin aufgewerteten „With a head full of steam“ bis hin zum für AS Verhältnisse fast schon monumental anmutenden „In an instant“, der anfangs etwas sperrig wirkt, dann aber seine geballte Schlagkraft unter Beweis stellt. Mein Liebling ist allerdings das abschließende „Up yours“, ein rifflastiger Stampfer, der das vorher etwas dahinplätschernde „Dive“ schnell vergessen macht. Schlussendlich ein Album, welches saustark auf Zehner-Kurs beginnt, zum Ende hin ein klein wenig abfällt und zum Schluss noch einmal mächtig anzieht….also ziemlich abwechslungsreich ausgefallen ist.

Es ist schön zu sehen, das Armored Saint zum einen sich wieder voll erstarkt in das Haifischbecken der Musikindustrie wagen und zum anderen, dass trotz des Ausbleibens großer Erfolge Metal Blade weiterhin dieser Institution die Treue hält. Vielleicht zahlt es sich diesmal ja sogar aus, denn „Win hands down“ ist in meinen Augen keinen Deut schlechter als „Symbol of salvation“ oder dem damaligen Überalbum „Raising fear“. Ich jedenfalls feiere dieses Wiedersehen mit den alten Freunden ausgiebig und freue mich darauf, die Jungs bald wieder live erleben zu können.

Bewertung: 8,8 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Win hands down
02. Mess
03. An exercise in debauchery
04. Muscle memory
05. That was then, way back when
06. With a head full of steam
07. In an instant
08. Dive
09. Up yours


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Tja...wohl doch erst wieder 2022...



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