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CIRCLE OF SILENCE – The Crimson Throne (2018)

(4.674) - Stefan (6/10) Power Metal

Label: Massacre Records
VÖ: 27.04.2018
Stil: Power Metal

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Conquer the Throne“ beginnt mit einem Donnerschlag. Das heißt, dass auch das dritte full-length Album des Quintetts CIRCLE OF SILENCE mit einem Donnerschlag beginnt. Die darauf folgende, mit mehrstimmigen Gitarren eingespielte und als Fanfare gedachte, melodische Abfolge macht Hoffnung auf ein fettes Album. Wäre „Destroyers of the Earth“ der Anschlusssong gewesen (er war es in meinen Unterlagengewesen), hätte das auch funktioniert, doch leider wird mit „Race to the Sky“ die Anfangseuphorie gleich mal ausgebremst. Ehrlich gesagt, als ich den Song noch als letzten des Albums glaubte, dachte ich, dass ich selten ein so laffes Ende gehört hatte.

Also gut, alles von vorn, arrangieren wir die Liste so, wie sie sein soll… und dann?

Dann fällt immer noch auf, dass der Sound zwar Power andeuten soll, aber wegen der sterilen Abmischung nicht hergibt. Selbstverständlich, die Gitarren sind bei dem Mix bei jeder Sechzehntel klar vernehmbar, was zu Kosten des Schlagzeugs geht. Und ehrlich, das klingt so was von steril, dass ich mal ganz mutig bezweifle, dass da ein Schlagzeuger involviert war. Jeder Schlag auf egal welches Becken klingt gleich unnatürlich, und auch Snare und Hi-Hat klingen so präzise bedient, dass es fast schon utopisch wirkt. Ich frage mich, wie man live so einen nahezu klinisch-antiseptischen Sound hinbekommt.

Das ist toll, gerade in Zeiten von Hintergrundgeräuschen beim Konsum im Alltag. Wenn ich die Quiet-Funktion meines Kopfhörers anschmeiße, klingt die Plate noch deutlich steriler. Zu sehr sind die Gitarren nicht gefordert, sich am Sound zu beteiligen. Alles wird um sie herum gedeichselt, was beim ersten flüchtigen Hören den durchaus stimmigen Gesamtsound erzeugt. Im Verlauf des Albums klingt aber leider jeder Song so, und das ist, wenn die Songs sich nicht sehr voneinander abheben (weil Power/Thrash/Medodisch), eher öde, weil schon zu oft vernommen.

Da der Mix so steril gehalten ist, hört man bei den Vocals jedes Detail. Oftmals erscheint es mir daher, als wenn gerade in hohen Lagen zu deutlich hörbar ist, wie gequält die Kopfstimme herüber kommt.

Die Songs haben bestimmt, wie erwähnt, bestimmt so manchen „Riff-Monster“-Moment. In die gleiche positive Kategorie fällt die solistische Gitarrenarbeit. Sowohl die echten Soli, als auch die zweistimmigen Passagen, die oftmals auch einen Chorus anreichern, sind passend gesetzt. Das ist schön… aber bei egal welcher Virtuosität auch nichts Innovatives.

Nehmen wir „Lionheart“. Melodisch-breiter Anfang, fettes Thrash-Riff mit ordentlich Double-Bass und dann… höppelt der Song im flotten 6/8-tel Takt vor sich hin. Willkommen im (musikalischen) Mittelalter, Löwenherz. Der Solo-Teil ist dem Genre entsprechend ausbordend-historisch, sprich dem Genre entsprechend, angelegt.

Ooops, was is‘ dies‘ denn getz?? Drop-D!! „The Crimson Throne“ hat eine starke Strophe, und hier zeigen sich die Gang-Vocals (die auf dem Album generell gut gesetzt sind) wirklich effektiv. Die Spannung fällt aber sehr ab, wenn die Brücken zwischen Strophe und Chorus einsetzen. Im Chorus zeigen sich die erwähnten Höhenprobleme bei den Lead-Vocals.

Was soll jetzt noch kommen? „Into the Fire“, weiter: „A Kingdom divine“, wenigstens in Drop-D, was den Vocals entgegen kommt. Das, wie ich finde, wirklich schöne Intro zu „Endgame“, das über einen akustischen Anfang endlich mal die Sterilität bricht. Auch der folgende Einsatz der E-Gitarren und des Basses mit Double-Bass-Schlagzeug, der in einen Thrash-Part überleitet, ist ein echter Treffer.

Der 6/8tel-Stampfer „Wild Eyes“ mit einem ruhigen Outro beendet den Reigen.

Das gute Potenzial der Band, was ja unbestreitbar hörbar ist, bedarf noch der Verfeinerung. Ein steriler Studio-Sound ist live so gut wie nie erreichbar. Ein Kompromiss aus beidem eröffnet auch musikalisch Perspektiven. Auf die Entwicklung bin ich gespannt.

Anspieltipps: „Conquer the Throne“, „Destroyers of the Earth“ und „Endgame

Bewertung: 6 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Conquer the Throne
02. Race to the Sky
03. Destroyers of the Earth
04. The chosen one
05. Lionheart
06. The Crimson Throne
07. Into the Fire
08. A Kingdom divine
09. Endgame
10. Possessed by Fire
11. Wild Eyes


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