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Live on Stage Report: BE WELL | GIVER | HARD STRIKE

19.03.2023 - Berlin @ Cassiopeia Club



Keine Seltenheit, dass durch Corona diverse Touren verschoben oder abgesagt werden mussten, so ging es auch den Jungs von Be Well, die bereits den dritten Anlauf nahmen. Die Vorfreude war ungebremst, auf die spannende melodic Post Hardcore/Punk Band aus Baltimore, die seit ihrem Debut „The Weight and the Cost“ ziemlich hoch im Kurs stehen. Natürlich ist es auch so weil Brian Mc Ternan (Battery) und Aaron Dalbec (ex-Converge/Bane), einfach alte Helden sind, da kommt manch einer um sie einfach wieder zu sehen. Die gerade in den 90er Jahren es besonders wild krachen ließen. Das auch mit Be Well zu rechnen ist zeigte insbesondere ihr Debutalbum, auf der nachfolgenden EP „Hello Sun“ ging dabei noch eine Spur melodischer, und in sich gekehrter, geradezu nachdenklicher zu. Nicht destotrotz steht die qualitative Hochwertigkeit der Songs über allen.  

Auf der von Kingstar Music präsentierten Tour, wurden Be Well von Giver und Hard Strike unterstützt. Die im Vorfeld in Hamburg und Leipzig sehr gut besuchten bzw. ausverkauften Shows, ließen schon erahnen das auch der Abend im Berliner Cassiopeia kein Wellness Abend werden würde. Bei lauschigen Frühlingstemperaturen um die 14grad, bildete sich vor dem Klub schon eine kleine Traube an Geselligen und trinkfreudigen Folks. Wir nutzten die Gelegenheit, da vor dem Start noch etwas Zeit war, uns in der Nähe noch mit einem kleinen Happen zu stärken. Und freuten uns auf die zu erwartenden 3 Kapellen, mit einer schönen Rundumbedienung des Hardcore/Punk Genre. Zwischen post/modern bis klassisch der alten Schule, war diesmal ja vieles geboten.

Ich hatte im Vorfeld mit Hard Strike bereits ein kleines Interview gemacht, der erfrischende Hardcore Punk konnte auch auf der aktuellen EP „1000 Pieces“ wieder schöne Akzente setzen. Zum Teil klassisch old school, aber auch in Teilen erfrischend variabel. Wie beschrieb ich es, kraftvoll, energisch und treffsicher. Als wir ankamen bildete sich vor der Stage erstmal nur der gewohnt lästige Halbkreis, das beirrte die Band allerdings keinesfalls und bretterten ihren altgedienten Stil voller Wucht in die Herzen der noch nicht zu zahlreichen Anwesenden. Viele hielten sich noch im Innenhof auf, und zeigten nicht die unbedingte Neugierde, mal neues Futter in ihren musikalischen Kosmos aufzusaugen, schade.

Dabei boten die beiden Releases von Hard Strike jede Menge Futter an hochkarätigen Fast Forward Nummern, die live immer sehr gut funktionieren. Sicher nicht allzu zeitgemäß, und für den/die Post Hardcore Freund/in nicht unbedingt die erste Anlaufstelle. Hard Strike merkte man ihre Liveerfahrung an, und sie überzeugten mich mit einer Schönen Hardcore/Punk Vollbedienung, die sicher auch in Berlin neue Liebhaberei entspringen ließ.

 

Mit der Band Giver trat eine Band auf den Plan, die bereits seit 2012 mit ihrem wuchtigen Metal/Hardcore Mix für ein reges Interesse sorgt. Immerhin schon zwei Alben sind bisher erschienen, letztmalig mit „Sculpture of Violence“ auf Holy Roar Records. Die Band ist seither stets sehr politisch und auch musikalisch sehr fokussiert, mit klarer Haltung auch zu Gesellschaftsfragen die uns alle betreffen. Das Giver ihren Bekanntheitsgrad deutlich nach oben geschraubt haben, ließ sich an der zahlreichen Menge im Klubinneren erkennen, zahllos strömte eine deutliche Menge in den Konziraum. Livedarbietung war zielgerichtet und professionell. Der Mann an den Reglern wusste bei Giver eindeutig nach ein paar Schippen draufzulegen. Die groovig metallischen Rhythmen, die wie ein finsterer Klüngel, sich über die Konzigäste entledigten, funktionierten exzellent. Dabei hatte der Sound von Giver jede Menge Variationen zu bieten, technische Spielereien, Breaks und spannende Tempiwechsel. Ein durchaus gelungener Gig.    

 

Nach einer nicht allzu langer Umbaupause ging es darauf mit Be Well weiter. Die mit ihrem melodischen Post Hardcore recht schnell in der Spur waren. Dass das sehr eingängige Material live auch exzellent funktioniert, konnte man sich umgehend überzeugen. Der immer noch sehr gut gefüllte Klub war sogleich Flamme und feierte Be Well recht ausgiebig ab. Es wurde getanzt und natürlich auch gab es auch einige Stagediver. Zeitweise wurde es sehr emotional, als man Teil der Lebensgeschichte der beiden McTernan Brüder wurde. Details möchte ich aber im familiären des Konzertes belassen. Denn auch Mike McTernan (Damnation a.d.) war zugegen, der auch livetechnisch mit Brian ein schönes Brett bot. Ich habe selten auf einer Hardcore/Punk Show soviel Liebe und Umarmungen erlebt, in Momenten war es schon sehr berührend. Zum Abschluss wurde noch ein Battery Klassiker zum Besten gegeben, leider musste man auf eine Zugabe verzichten. Die hätte ich noch ganz gut vertragen. Auch möchte ich sagen, dass der LiveSound bei eben Be Well doch recht matschig aus der Anlage donnerte, das kam mir bei Giver doch etwas fokussierter vor. Was bleibt ist ein wunderbar herzlicher Abend, mit vielen tollen Menschen und drei überzeugenden Bands. 




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