BELPHEGOR | POSSESSED | ABSU | SARIOLA | FROM HELL

15.12.2016 - Ludwigsburg @ Rockfabrik

Autobahn A81 Richtung Heilbronn..ich stehe seit geschlagenen 50 Minuten im Stau. Verdammt, ich hätte es doch besser wissen müssen, das nun der Berufsverkehr einsetzt. Und was macht die Rentnerin in ihrem dicken Daimler vor mir ? Sie zeigt mir einen Vogel, weil ich es gewagt habe, ihrem Auto näher als 1 Meter zu kommen, so daß mir meine Fluppe direkt aus dem Mund fällt. Manieren hat die...ich wende mich gedanklich wichtigeren Themen zu: Werde ich noch rechtzeitig die Vorbands From Hell und Sariola bzw. Absu der Possessed / Belphegor Double Headliner Tour sehen, oder ist jedes Gasgeben vergebene Mühe?

Wie es das Schicksal so will, verpasse ich natürlich die beiden ersten Vorgruppen und betrete mitten in der Umbauphase ( die während der gesamten Show immer recht kurz gehalten wird ) zur Absu Show die heilige Konzerthalle. Laut Aussagen von bereits Anwesenden sollen die Auftritte der beiden Bands aber auch nicht unbedingt toll gewesen sein, so daß ich das ganze relativ schmerzfrei überstehe. Kurz den Merchandising Stand abgecheckt und schon ziehen sich meine Augenlider zusammen. Neben dem recht heftigen Ticketpreis von knapp 30 Euro an der Abendkasse ( die man angesichts des Line-Ups aber gerne in Kauf nimmt ), schlagen auch die T-Shirt Preise in Höhe von 22 Euro etwas aus dem Rahmen.

Dafür sind die Bierpreise in der Rockfabrik angenehm: 3,70 Euro für einen Liter Eichbaum Bier- das ansonsten überhaupt nicht mein Fall ist- lassen sich recht gut ertragen, vor allem wenn es dazu noch kalt serviert wird. Da nimmt man auch gerne mal 2 oder 3 oder auch mehr zu sich, was der fortschreitende Abend noch bestätigt. Kaum habe ich den ersten Schluck Gerstensaft durch meine Kehle rinnen lassen, tauchen auch schon Absu auf der Bühne auf.

Die Bühnenaufbauten sind recht spartanisch gestaltet, geben aber dadurch den Mitgliedern mehr Raum zur Entfaltung. Toll auch wie Proscriptor McGovern zwischen Drummer und reinem Frontmann wechselt, auch wenn er zuweilen etwas unsicher auf der Bühne wirkt, was aber der Show in keinster Weise schadet, sondern die Band um einiges sympathischer wirken lässt. Wenn man Musiker nicht nur als solche, sondern auch als Entertainer betrachtet, hat er es auf jedenfall drauf.

Von der Setlist her gibt es nichts zu Bemängeln, da es eine sehr ausgewogene Setlist über das gesamte Schaffen der Band zu hören gibt, wobei die Live Versionen von " A Shield With An Iron Face " und " Pillars Of Mercy " einen besonders bleibenden Eindruck hinterlassen, da sie die thrashig angehauchten Black Metal Songs der Band meiner Meinung nach am besten zu repräsentieren wissen. Schade, das es nach nur geschätzen 45 Minuten schon wieder vorbei ist, aber Daumen hoch und ich hoffe, das Absu bald wieder Deutschland und insbesondere den Süden besuchen werden.

Nach einer wie bereits erwähnt kurzen Umbauphase ( im Zeitrahmen von ca. 15 Minuten ) ist es dann soweit: Die allmächtigen Possessed betreten die Bühne. Was habe ich nicht diesem Auftritt entgegengefiebert und werde nicht enttäuscht: Jeff Becerra, der scheinbar in Hochform ist und auch seine Begeisterung der Publikumreaktionen nach 2,3 Liedern durch Abklatschen der vordersten Reihe zum Ausdruck bringt plus seine Mitstreiter lassen die Klassiker dieser Kult Band live noch aggressiver und tighter als auf den Alben wirken. Und wer hat nicht auf Songs wie " Death Metal " , " Swing Of The Axe " oder " Pentagram " gewartet, die durch eine zwar einfache aber umso effektivere Lightshow unterstützt werden. Jedenfalls ist die Stimmung am Kochen, auch wenn die Rockfabrik mit geschätzen 400 - 500 Besuchern nur zu etwa der Hälfte gefüllt ist, was auch am gleichzeitig stattfindenden Iced Earth Konzert im LKA / Stgt.- Wangen liegt- hier sollten sich die Promoter bzw. Booker allen Ernstes besser absprechen, um sich nicht gegenseitig die Besucher abspenstig zu machen.

Der Knaller des Possessed Gigs findet aber in der Vorstellung eines nagelneuen Songs statt, der ohne Übertreibung auf dem kaum noch zu erwartendem neuen Album sicher einer der Höhepunkte sein wird: " Abadoned " nennt sich das neue Schmuckstück soweit ich mitbekomme, und reiht sich ohne nennenswerten Stimmungsabbruch der Fans in die bereits altbekannten Stücke ein. Leider ist auch hier nach relativ kurzer Zeit, ich spreche von einer knappen Stunde, auch schon wieder Schluß. Bleibt zu wünschen, das Possessed beim nächsten Mal als reiner Headliner auftauchen und somit mehr Spielzeit zugestanden bekommen.

Zu Belphegor: Aus persönlichen Gründen, die nicht dem Bierkonsum zu Grunde liegen, musste ich vor deren Set die Rockfabrik verlassen, so daß ich zu deren Performance nichts beitragen kann. War aber laut Aussagen am Tag danach auch ein recht guter Auftritt der Österreicher.

Fazit: Ein etwas weniger aufgeblähtes Konzert mit Possessed als Headliner wäre wohl allen Besuchern lieber gewesen. Nichtsdestotrotz ein sehr gelungener Abend, der auf die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage einzustimmen wusste.

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