VADER | HATE ETERNAL | THREAT SIGNAL | LORD OF WAR | APOPHYS

18.11.2016 - Berlin @ Nuke

Ich bin kein Freund von solch einer künstlichen Line-Up Aufblähung, wie sie an diesem Abend im Nuke im Rahmen der „Rise of the empires“-Tour praktiziert wurde, denn erfahrungsgemäß ist man beim Headliner platt wie ne Flunder. Spannend fand ich allerdings im Vorfeld die Frage, inwieweit sich das ehemalige K17 nach der Übernahme durch den neuen Betreiber verändert hat. Antwort: Gar nicht! Ok, die Security ist mittlerweile etwas freundlicher, an der Außenbar wurden ein paar Holzlatten an der Wand verankert und es gibt draußen neue, ziemlich unbequeme Sitzmöglichkeiten. Ansonsten machte der Mai nicht Neues, das Klo stinkt immer noch und die Anlage ist immer noch prima für Konzerte dieser Art ausgelegt.

Ich persönlich hoffte im Vorfeld es halbwegs pünktlich zur zweiten Band des Abends zu schaffen, denn die Holländer von Apophys finde ich seit ihrem bärenstarken "Prime incursion" großartig, doch irgendwie kam ich mit dem Shedule durcheinander, denn als ich die Halle betrat, waren die Niederländer bereits beim gepflegten Feierabendbierchen, während auf der Bühne Lord of war mit ihrem selbst angepriesenen Atmospheric Death Metal aufs gröbste langweilten. Also ne frische Bratwurst eingepfiffen, diverse Gespräche mit Freunden eröffnet und gewartet, bis die akustische Dissonanz endlich von den Brettern verschwunden war.

Auf die Kanadier von Threat Signal freute ich mich im Vorfeld schon, denn nach einer 5-jährigen Abstinenz seit ihrem letzten selbstbetitelten Album wollte ich wissen, ob die Mannen um Frontbollo Jon Howard immer noch den Biss haben, den sie mit ihrem ersten Album „Under reprisal“ anno 2006 ausgepackt hatten. Leider fiel meine Antwort ziemlich ernüchternd aus, denn auf der Bühne wurde lediglich mittelmäßiger Metalcore geboten, der so gar nicht zu diesem todesbleiernden Abend passen wollte. War ansich nicht schlecht, aber leider vollkommen deplatziert. Für diesen Abend eine herbe Enttäuschung, doch ich hoffe mal wieder auf einen Einzelgig, damit sich die Truppe wieder meine Gunst erspielen kann.

Etwas desillusioniert stellte ich mich dann mit einem Frischgezapften vor die Bühne und war gespannt, wie sich Erik Rutan und J.J. Hrubovcak alias Hate Eternal schlagen würden denn wer mich näher kennt weiß, dass die Band auf Platte bei mir lediglich für 3-4 Songs funktioniert, bevor ich entnervt den Aus-knopf drücke. Doch…ein Wunder…ich traute mich während dieser unfassbar großartigen Performance gar nicht von meinem Platz weg in der Furcht, irgendetwas zu verpassen. Technisch brillant, rasend schnell und voll in die Fresse ballerten die Jungs aus Tampa ein Repertoire höllisch guter Songs in die Halle, in der die nun zahlreich anwesenden begeistert mitgingen. Allein das aberwitzige Bassspiel von J.J. war schon das Eintrittsgeld wert, habe ich selten einen so hart arbeitenden Viersaiter gesehen. Als dieses Inferno dann verklungen war, bildete sich eine kleine Schlange vor dem Örtchen was mir bewies, dass ich nicht der Einzige gewesen war der sich nicht traute, seinen Platz vor der Bühne zu verlassen. Hate Eternal…das war wie ein 250 km/h schneller LKW, der einen frontal anfährt. Klasse!

Es ist schon komisch bei einem Vader Konzert zu sagen, dass man aufgrund der Vorband ein klein wenig Bedenken hat, ob der Headliner dieses Niveau auch halten könne. Hätte ich dieses laut ausgesprochen, hätte mich wahrscheinlich der fast komplett anwesende polnische Vader Fanclub am höchsten Mast an meinem Schlüpper aufgehangen. Da dies aber nicht passierte freute ich mich, als mit „Wings“ ein überraschender Opener vom 2000er „Litany“ Album den Reigen eröffnete, ich aber leider anfangs feststellte, dass der Sound bei weitem nicht so brachial war, wie man ihn von einem Gig der Polen ansonsten gewohnt ist. War aber egal, das Publikum drehte durch, feierte Peter und seine Mannen nach jedem Song frenetisch ab und auch die Setlist war vom feinsten. Selbst das von mir mit nicht ganz so vielen Lorbeeren ausgestattete neue „The empire“ Album klingt live um ein Vielfaches besser, was das folgende „Angels of steel“ eindrucksvoll bewies. Die Jungs waren super drauf, ballerten einen fetten Song nach dem anderen in die Halle, hatten sichtlich Spaß und hinterließen einen verbrannten Hallenboden, der die Putzkräfte am Morning after vor eine schier unlösbare Aufgabe stellen würde. Nein, bei Vader kann man absolut nichts falsch machen. Immer wieder klasse!

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