IN EXTREMO

29.10.2016 - Berlin @ Columbiahalle

Quid pro Quo, quid pro quo, es geht nur noch ums Nehmen! Quid pro quo, quid pro quo wer schenkt ist dumm wie Bohnenstroh!“ So steht es jedenfalls in den Lyrics von In Extremos Titeltrack zum Album und der darauf stattfindenden Tour „Quid pro Quo“! Doof wie Bohnenstroh waren die vielen, vielen Fans von In Extremo ganz sicher nicht. Auch die mittelalterlichen Sieben sind nicht dumm, nur weil sie Tausenden Fans einen geilen Abend beschert haben. 6 Wochen lang waren Sie auf Promotour… unter anderem in Russland und Weißrussland. Das ist nicht mal unberechtigt, schließlich hat man zwei Songs auf dem neuen Album, die entweder über Russland handeln (Roter Stern), oder ein altes russisches Märchen (ЧЁРНЫЙ ВОРОН (Schwarzer Rabe)) thematisieren. Zwei Songs, die nicht nur in Russland gut angekommen sein dürften.

Auch in der Berliner Columbiahalle wurden die neuen Songs ordentlich gefeiert. Knapp zwei Stunden Mittelalterrock vom feinsten, eine gut gelaunte Band nach 6 Wochen Tourstress und eine frenetisch feiernde Fangemeinde sorgten für ein sehr gutes Konzerterlebnis. Wie es sich für eine Promotour auch gehört wurden etliche Songs vom Nummer 1 Album gespielt…. Die ersten Veröffentlichungen „Störtebecker“ und „Sternhagelvoll“ begeisterten die Fans genauso wie der Showopener „Quid Pro Quo“. Alleine von der Textsicherheit der Menge war ich sehr begeistert. Frontman Micha war das wohl ebenso, schließlich ließ er die brüllenden Menge des öfteren Zeit, um Songtexte ausführlich zu singen. Vielleicht brauchte er auch ein wenig Zeit um alles genießen zu können, denn wenn Berlin eines sein kann, dann Stimmgewaltig! Einer meiner Lieblingssongs zum mitgröhlen und mitmachen ist „Moonshiner", der wurde ebenso gefeiert wie die alten Kracher aus längst vergangen Tagen. Damit sind natürlich Konzerterprobte Songs wie „Küss mich“ vom 2003er Album „7“, der Song „Liam“ vom Album „Mein rasend Herz“ aus dem Jahr 2005 oder auch der allseits beliebte „Gaukler“ vom Album „Kunstraub“ von 2013 gemeint.

Ein wohlgemischtes Potpourri aus alten Klassikern und neuen Songs machten das Konzert sehr, sehr kurzweilig, immerhin spielte die Kapelle knappe 2 Stunden. Einige Sachen die ich persönlich sehr schade fand, waren unter anderem die Konfettikanonen… für den ein oder anderen weiblichen Fan war das bestimmt eine schöne Sache mit Papierschnipsel eingedeckt zu werden, für mich hätte es sowas nicht gebraucht! Die andere Sache die ich mir gewünscht hätte, wäre ein Gastauftritt eines mitwirkenden Künstlers. Auf „Quid Pro Quo“ waren unteranderem Hansi Kürsch von Blind Guardian, die Jungs von Heaven Shall Burn oder ein original Kosaken-Chor am Start. Gut der Chor wäre vielleicht etwas viel auf der Bühne gewesen, aber die beiden jungen Mädels, die bei „Lieb Vaterland, magst ruhig sein“ mitgesungen haben wären schon schön gewesen…. Es war schließlich das letzte Konzert einer wunderbaren Tour… so kam das alles vom Band, aber dass ist meckern auf hohem Niveau.

Sehr erstaunt war ich allerdings, als das Konzert mit „Pikse Palve“ beendet wurde. Ich dachte eher es wird ein alter Evergreen, aber dass war okay… ich liebe diesen Song und vor allem das schnelle Rifflastige Ende! Schade, dass alles schon wieder vorbei ist! Wenn du nicht mit dabei sein konntest, kein Problem es eine Quid Pro Quo Tour Live CD geben. Mein Fazit: Alle die, die noch nie auf einem In Extremo Konzert waren, sollten sich wirklich überlegen ob sie sich nicht mal an die Ticketkasse anstellen und ein paar Taler investieren. Gute Stimmung, eine gute Show, eine Band die noch Spaß am spielen hat und viel Feuer...

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