AVENGED SEVENFOLD | DISTURBED | CHEVELLE

15.02.2017 – Berlin @ Arena

Unzumutbar! Klar, für manch einen auch die an diesem Abend intonierte Tanzmusik, doch ich meine hier die Arbeitsbedingungen für die Kollegen der fotografierenden Zunft. Zu Chevelle gar keine Fotos, bei Disturbed im Gänsemarsch für zwei Songs in den Graben und danach wieder flugs raus und beim Headliner baumhohe Securities, vom Aussehen her mit zusammengerechnet 3.120 Jahren Knast auf dem Buckel haben und dem Protagonisten am liebsten seine Nikon in den Rachen stopfen würden. Scheiße sowas…echt jetzt!

Aus reiner Solidarität verbrachte ich daher ne ganze Weile vor der Tür der sich immer mehr füllenden Arena in Berlin Treptow, die ich eigentlich für zu groß erachtete und auch mit einem Eintrittspreis von 56 Schleifen tief in die Tasche derer griff, die dafür 2 Monate sparen müssen, und leistete meinen Kollegen seelischen Beistand. Zur Mitte des Chevelle Gigs fand ich mich dann aber doch im weiten Rund ein und begutachtete die Chicagoer Melodic Rocker eingehen und kam ziemlich schnell zu der Erkenntnis: Not my cup of coffee, obwohl ein Song wie „Door to door cannibals“ durchaus seine Reize hat.

Da sind Disturbed natürlich eine völlig andere Hausnummer und ich gebe unumwunden zu, dass ich mich an diesem Abend hauptsächlich auf David Draiman und seine Vasallen gefreut hatte, die dann auch, unterlegt von einem megafetten Sound, standesgemäß mit „The eye of the storm“ die Marschrichtung vorgaben. Was für ein Brett! Gut, an manchen Stellen der Megahalle war der Sound vielleicht ein wenig zu breiig, doch alles in allem war das eine ganz große Geschichte, die die Jungs aus dem mittleren Westen da auf die Bretter legten. Draiman war exzellent bei Stimme und natürlich ging so richtig die Post beim Genesis Cover „Land of confusion“, „Ten thoasand fists“ oder natürlich dem unauslöschlichen „Down with the sickness“ ab, welche von der Menge ausufernd und begeistert mit Applaus honoriert wurden. Als dann auch noch die Ansage kam: „So, jetzt könnt Ihr alle Eure Smartphones rausholen und auf „Start“ drücken“ war klar: Gänsehautfaktor pur bei „The sound of silence“, welches von Simon & Garfunkel schon wunderschön ist, hier allen Ortes aber für feuchte und nasse Augen sorgt…ja…auch bei mir! Nein, Disturbed haben hier an diesem Abend alle Register gezogen, eine großartige Performance gezeigt und den Neulingen dezent den Mittelfinger in die Fresse gedrückt. Spiel, Satz und Sieg!

The eye of the storm
Immortalized
The game
The vengeful one
Prayer
Liberate
Land of confusion
Stupify
The sound of silence
Inside the fire
The light
Stricken
Indestructible
Ten thousand fists
Down with the sickness

Nunja…da hatten es Avenged Sevenfold natürlich bei mir ziemlich schwer, das Vorangegangene noch zu toppen, was die Jungspunde auch nicht einmal ansatzweise schafften. Ich muss ehrlich gestehen, dass mir die Truppe musikalisch einfach nichts gibt und auch live hauen sie mich einfach nicht um. Scheinbar stand ich aber mit dieser Einschätzung fast allein auf weiter Flur, denn der Mob reagierte rigoros und ging zu Songs wie „Afterlife“ oder „Almost easy“ komplett steil. Gut, ich gebe anerkennend zu, das AS seit Jahren für Nachwuchs im Metalbereich sorgen, doch ich persönlich ziehe da einfach die Altvorderen vor und konnte mich auch an diesem Abend, trotz toller Bühnenshow, einen sehr guten Sound (fast schon zu perfekt) und einer recht agil performenden Band nicht für das Dargebotene erwärmen. Vielleicht komme ich auch langsam in ein Alter, wo sich die Ohren dem Jungvolk verschließen…nee…nicht unbedingt…doch in diesem Fall zietiere ich dennoch mal Sergeant Roger Murtaugh anno 1987, der in einer schier prophezeierischen Weitsicht meinte: „Ich bin zu alt für den Scheiß!“. Wohl wahr…

The stage
Afterlife
Hail to the king
Paradigm
Buried alive
Angels
Nightmare
God damn
Almost easy
Sunny disposition
Warmness on the soul
Planets
Acid rain
Bat country
A little piece of heaven
Unholy confessions

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