A-D

BLIND GUARDIAN

Memories of a time to come (2012)

Diese Veröffentlichung schien irgendwie unausweichlich, denn eine richtig gute Kompilation aus der gesamten Schaffensphase der erfolgreichsten Metalband Deutschlands fehlte noch im Backkatalog der Krefelder und somit schieben die blinden Gardinen mit „Memories of a time to come“ eine 16 Songs umfassende Zeitreise in die Bahn, die mit Sicherheit die Die-Hard Fans befriedigen, die Gelegenheitshörer aufmerksam machen und die Nichthörer erneut nicht interessieren dürfte. Da irgendwie die mediale Wahrnehmung dieses Werkes an mir vorüber gegangen ist, widme ich mich nun mit einiger Verspätung diesem Brocken aus dem Hause Blind Guardian.

Auf irgendetwas Neues verzichtet der Vierer auf dieser Scheibe, vielmehr befinden sich ausschließlich Remixe ihrer bekanntesten Werke auf diesem Rundling, wobei ich ehrlich gesagt keinen großartigen Unterschied zu den Originalen heraushören konnte. Vielmehr stellt sich mir die Frage, warum statt dem 14 Minuten Langweiler „And then there was silence“ vom schlechtesten Album „A night at the opera“ von 2002, „This will never end“ vom nicht minder langweiligen „A twist in the myth“ Werk oder das grausige „Ride into obsession“, bei dem Hansis Stimme mir die Fußnägel hochklappen ließ, den Weg auf das Album gefunden haben. Stattdessen hätte man „Time stand still (at the iron hill)“, “Tommyknockers” oder oder oder mit raufpacken können…aber das ist halt immer das leidige Thema bei solchen Zusammenstellungen. Dafür werden meine Bedürfnisse als Fan der alten Scheiben mit „Majesty“, „Follow the blind“, „Imaginations from the other side“ oder dem immer noch überragenden „Valhalla“ (scheinbar mit einem neu aufgenommenen Kai Hanssen) bestens befriedigt. Die unvermeidlichen „Klassiker“ wie „Mirror mirror“, der elendige „Bard song“ (ich kann das Teil einfach nicht mehr hören), „Nightfall“ oder „The last candle“ dürfen natürlich auch nicht fehlen. Dennoch bleibt bei mir ein fader Beigeschmack, denn ebenfalls hätte sich die Band mit dem überlangen „Sacred world“, welches ja noch nicht einmal eineinhalb Jahre auf dem Buckel hat, ebenfalls Platz für den Einen oder Anderen Klassiker schaffen können. Sei’s drum…

Memories of a time to come“ ist auf jeden Fall ein repräsentativer Querschnitt durch die Karriere Blind Guardians. Ob dieser so unbedingt nötig war, sollte jedem selbst überlassen sein. Teilweise ist es schön, die alten Klassiker in einer Reihe mit neueren, nicht unbedingt besseren Songs zu hören um somit festzustellen, dass früher doch alles besser war. Ich persönlich würde mir das Teil nicht kaufen, da hoffe ich doch mal auf einen neuen, großen Wurf der Gardinen…und den bitte ohne Orchester!!!

Bewertung: 6,8 von 10 Punkten

Tracklist:

01. Imaginations from the other side

02. Nightfall

03. Ride into obsession

04. Somewhere far beyond

05. Majesty

06. Traveller in time

07. Follow the blind

08. The last candle

09. Sacred worlds

10. This will never end

11. Valhalla

12. Bright eyes

13. Mirror mirror

14. The bard’s song (In the forrest)

15. The bard’s song (The hobbit)

16. And then there was silence

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