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BLOOD INCANTATION - Starspawn (2016)

(3.067) - Clemens (7,2/10)

Label: Dark Decent Records
VÖ: 19.08.2016
Stil: Death Metal
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Musik muss nicht immer nur einfach sein, schnell ins Ohr gehen, oder den perfekten klaren Sound unterliegen. Es wäre für die Massen evtl. eine wichtige Eigenschaft, aber es geht auch anders, nämlich wenn es NUR um die Musik und dessen Wirkung an sich geht. Blood Incantation haben sich seid ihrer Gründung vor ca. 5 Jahren viel Zeit gelassen um ihren ersten Longplayer zu veröffentlichen. Und die Arbeit, bzw. das Warten hat sich gelohnt. Eine Scheibe die sich nicht mit den aktuellen Standarts messen kann und will. Sei dies nun eine gute oder schlechte Eigenschaft. Denn im Gegensatz wie in der Einleitung beschrieben geht es auch anders Fans in den Bann seiner Musik zu ziehen.

Disharmonische Stimmung und Melodien, strange Effekte wahrlos, aber dennoch irgendwie gezielt in die Musik gestreut und da man nie genug bekommen kann, ist der Mix der ganzen Scheibe rund um "Starspawn" mehr als nur alternativ. Sagen wir mal ungewohnt, zumindest für die nicht Diehard-Fans in Sachen Death Metal. Es ist schön direkt in die Fresse, aber nicht so klar und deutlich wie man es von den Szenengrößen so kennt, vielleicht aus deren älteren Tagen sofern man möchte. Es schreckt ab, ist schwer anzunehmen und man muss schon etwas "Ahnung" haben oder gerne sich auf was "neues" einlassen wollen.

Wer diese "Hürden" aber auf sich nimmt wird schnell schon zum Anfang im Opener-Track "Vitrification Of Blood (Part 1)" viele mehr als interessante unerwartete Spitzen die es in sich haben finden. Immerhin bietet der Track mit guten 13 Minuten auch viel Spielraum dafür. Er ist vielleicht etwas in die Länge gezogen, aber offenbart so einiges, dass Death Metal untypisch, oder zumindest selten in der Art und Weise so eingebaut oder umgesetzt wird. Ich will nicht zu viel verraten, denn ich glaube gerade das entdecken der Klasse in den Songs macht das Album erst zu dem was es ist. Genauso ergeht es auch bei den restlichen 4 Tracks. Was man aber vorweg nehmen kann ist der Fakt, das Old School Fans der alten Schiene sehr viel Spaß mit der Platte haben können ("Hidden Species (Vitrification Of Blood Part 2)"). Sie ist nicht an allen Ecken perfekt und an manchen Stellen, welche eventuell etwas zu drüber umgesetzt wurden, dem fehlt es an andere Stelle. Das kann und wird viele abschrecken, ob man daran aber was ändern kann und der Effekt bei hören dabei noch der selbe bleibt, weiß ich nicht zu sagen.

Mir gefällt es, roh, dreckig und vor allem düster. Sägende Riffs die jeden Knochen zerbersten lassen im Wechsel mit Cleanparts welche die Dunkelheit des musikalisch gemalten Gemäldes perfekt ergänzen. Ähnlich wie auf dem Albumcover umgesetzt. Ich habe selten so einen Einklang zwischen Cover und Musik erlebt. Selbst die "epischen" Sequenzen der Titel spiegelt sich dort wieder. Könnte ja schon fast "Post-Death-Metal" sein, sofern man will, es diese Stilrichtung gibt ("Meticulous Soul Devorment").

Kurz: Hier ein wenig zu viel und da das Quäntchen zu wenig, dazu das ungewohnte Selbst von "Starspawn" ergibt einen mehr als interessanten Mix. Es ist überhaupt nicht Jedermanns Sache, aber man kann sich getrost die Zeit nehmen um einfach mal aus dem Standart zu entfliehen. 

Bewertung: 7,2 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Vitrification Of Blood (Part 1)
02. Chaoplasm
03. Hidden Species (Vitrification Of Blood Part 2)
04. Meticulous Soul Devourment
05. Starspawn
 

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