CD-Reviews E-G

ENFORCED – Kill grid (2021)

(6.957) Olaf (8,3/10) Thrash Metal


Label: Century Media
VÖ: 12.03.2021
Stil: Thrash Metal

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Der 26.03.2021 wird wohl in die Analen der Heavy Metal Industrie eingehen, denn ich kann mich an kein Datum erinnern, wo dermaßen viele und vor allem hochklassige Alben den Weg zum Plattendealer Eures Vertrauens gefunden haben, wie an diesem, in Berlin herrlich frühlingshaften Tag. Bei einer etwas früher veröffentlichten und von mir fast vergessenen hatte ich allerdings ein wenig Bauchgrimmen, fand ich doch deren Vorgänger fast schon überragend. Die Rede ist, wie Ihr der Überschrift unschwer entnehmen könnt, von Enforced aus dem schönen Richmond in Virginia, die zwei Jahre nach „At the walls“ mit ihrem Century Media Debüt „Kill grid“ um die Gunst der Käuferschicht buhlen und schlussendlich nach mehreren Umläufen auch mein Herz erobern konnten.

Was den Fünfer so unglaublich stark macht sind die Riffs, denn die gibt es zuhauf auf dieser Schlachtplatte, und das Schlagzeugspiel von Alex Bishop, der zuweilen klingt wie Dave Lombardo, der ohne Unterlass „Criminally insane“ in Dauerrotation spielt, was ja grundsätzlich kein schlechter Vergleich ist. Die Truppe kann also was, weiß mitzureißen und bietet vorzüglichen Thrash Metal, der auch gerne mal ohne Soli auskommen kann und wenn doch welche wie aus dem Nichts erscheinen, wissen diese mehr als zu gefallen. Doch ein großes Manko hat die Scheibe. Warum bekommt so ein Mörderbrett so eine unfassbar dünne Produktion? Wenn ich mit vor meinem inneren Auge vorstelle, was ein Jens Bogren aus Granaten wie „UXO“, „Hemorrhage“ oder „Beneath me“ herausgekitzelt hätte, die Scheibe wäre ohne Umschweife in meiner vorläufige Top 20 des Jahres gelandet.

Dennoch fetzt das hier angebotene Soundmaterial wie ein Frosch im Mixer, es wird penetrant aufs Gaspedal gelatscht und man wird von einer Gitarrenwand erdrückt, wie eine Mücke von meinem Latschen. Enforced täten aber dennoch gut daran, zukünftig ein paar Dollar mehr in den Produzenten zu investieren, um den Sound zu bekommen, der dem Material angemessen ist. Dennoch darf hier jeder Fan rifflastigen Thrashs ohne große Bedenken blind zugreifen.


Bewertung: 8,3 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. The doctrine
02. UXO
03. Beneath me
04. Malignance
05. Kill grid
06. Curtain fire
07. Hemorrhage
08. Blood ribbon
09. Trespasser




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