CD-Reviews H-J

HAMMERHEAD – Destroyer (Compilation) (2021)

(7.292) Maik (keine Wertung) Hard Rock/Metal


Label: High Roller Records
VÖ: 27.08.2021

Stil: Hard Rock/Metal

 

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High Roller Records haben sich ja schon immer hervorgetan, alte Klassiker neu aufzulegen, alte Bands wieder auszugraben um sie den Jüngeren zu Gehör zu bringen, oder in alten Säcken wie mir nostalgische Gefühle zu wecken.

Seit einiger Zeit hat sich das Label den alten NWOBHH- Schergen HAMMERHEAD gewidmet, und bringt nun, nach dem 2015er Album „The Sin Eater“ ein Compilation- Album heraus.

HAMMERHEAD ist ja ein sehr beliebter Name für Bands, und so gibt es da auch unzählige Combos, wenngleich man über diese Briten hier kaum etwas findet. Das liegt wohl vor allem daran, dass die Band damals nicht so richtig in die Puschen kam.

1978 gegründet, als der Punk noch überall am Rumoren war, war die Mucke von HAMMERHEAD dann doch etwas zu sehr in den Siebzigern verhaftet, hatte noch mehr R’n’B Anklänge als die frühen JUDAS PRIEST, und waren dann anfang der 80er, als der Heavy Metal seinen Siegeszug antrat, wohl einfach nicht hart genug.

Erschwerend kam wohl auch dazu, dass damals das Feeling der Producer für Heavy Metal noch nicht so ausgeprägt war. Das merkt man den hier vorliegenden Aufnahmen auch an. Die Gitarren haben viel zu wenig Wucht, um so richtig zu zünden, und insgesamt wirkt die ganze Geschichte dann doch etwas kraftlos für heutige Ohren.

Dennoch ist die Mucke recht nett anzuhören, wenngleich größere Härtegrade kaum erreicht werden, da zum etwas braven Sound eben auch ein recht entspannt/gechillter Gesang und eher eine Affinität zum 70er Hardrock als zum Metal dazukommen.

Dennoch werden HAMMERHEAD der New Wave Of British Heavy Metal zugeordnet, da sie eben auch zu den ersten Bands dieser Richtung gehörten, obwohl sie härtegradmäßig nicht mal an DEMON oder sogar DEEP PURPLE heranreichten. Dennoch verzapften die Knaben auch recht annehmbare Riffs, die mit einer druckvolleren Produktion sicher heftiger eingeschlagen hätten.

Das blieb ihnen verwehrt, wobei wohl auch ein Wirrwarr von Besetzungswechseln, Auflösungen, Wiedervereinigungen und Ähnlichem das ganze Dilemma noch verstärkten.

Für jüngere Hörer, die zwar dem traditionellen Hard Rock/Heavy Metal zugetan sind, aber eher druckvollere Produktionen gewöhnt sind, mag das hier vorliegende Material etwas angestaubt, altbacken und kraftlos vorkommen, und auch uns alten Hasen erscheint die Mucke von HAMMERHEAD, nun ja, ein wenig aus der Zeit gefallen.

Wer jedoch auch gern mal entspannte Hard-Rock-Mucke ohne ausgiebige Härtegrade genießen will, oder einfach mal etwas Chilliges auf seiner Anlage laufen lassen möchte, kann diese Compilation ja mal antesten. Mir insgesamt hätte eine druckvollere Produktion besser zugesagt, allerdings wollte man wohl eben gerade die alten Aufnahmen, die wohl nicht mehr erhältlich sind, noch einmal einem größeren Publikum zugängig machen.

Da es die Band allerdings noch/wieder gibt, hätte sich vielleicht auch eine Neueinspielung der Tracks angeboten.

Anspieltipp: „I’ll Be Back“


Bewertung: keine Wertung


Tracklist:
01. Lonely Man
02. Devil’s Soldier
03. Lochinvor
04. Second Best (BJ Special)
05. Crying As I Fall
06. I’ll Be Back
07. Time Will Tell
08. Lonely Man
09. Lochinvar




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